"Jeder, der ernsthaft an der Ausübung der
Wissenschaft beteiligt ist, wird davon überzeugt sein, daß sich eine Intelligenz
manifestiert in den Gesetzen des Universums - eine Intelligenz, die den Menschen weit
überlegen ist ...."
Albert Einstein
Die folgenden drei Kapitel sind aus einem
meditativen Geist geboren. Es kann also sein, daß es "Wiederholungen"
gibt. Es ist eine Einladung, den Text meditativ zu genießen bzw so zu verstehen....Das
geht am Besten dadurch, daß man/frau entspannt ist, den Körper spürt in Kontakt mit dem
Stuhl, um immer dann mit dem Lesen aufzuhören, wenn eine bestimmte Passage tiefere
Einsichten oder Gefühle hervorbringt.

Münster
Wir brauchen dringend eine Erneuerung unseres Weltbildes.
Denn das alte (religiöse) hat ausgedient, während ein neues noch nicht in Sicht ist. Es
geht um ein Weltbild, das uns neue Werte geben kann. Das fängt an mit der Kosmologie, mit
unseren Ideen über das Universum, in dem wir leben. Zu
Beginn - ich sage nicht, daß das Universum einen Anfang hat! - erweist sich der Ursprung
als absolutes Nichts. In alten Zeiten war dies die Dunkle Nacht, auch Kosmische
Gebärmutter oder "Große Mutter" genannt. In "ihrer" Bodenlosigkeit
stirbt alles ständig und wird aufs Neue geboren. Optimal leben heißt mit der kosmischen
Wirklichkeit in Einklang leben: "Stirb und Werde!" (J.W. Goethe). Dieses
"Gesetz" ist auf allen Ebenen des Daseins zu beobachten. Wegen ihres
all-gegenwärtigen Charakters kann diese Wahrheit nicht bezweifelt werden. Die Physik
unterstützt diese spirituelle Einsicht! S. Hawking, der verzweifelt versuchte zu
beweisen, daß das Universum einen Anfang hat, ruft jetzt: "Wir sollten die
Entstehung aus dem Absoluten Nichts akzeptieren". Doch was er meint, war
"nur" der "Big Bang ". In Wirklichkeit steht etwas anderes an erster
Stelle. Die erste Emanation der bodenlosen Dunkelheit ist das Ewige Licht. Licht und
Dunkelheit sind zwei Seiten derselben Medaille. Allerdings gibt es eine Hierarchie: Licht
wird definitiv aus Dunkelheit geboren und nicht umgekehrt. Wie dieses übernatürliche
Licht aus dem Kosmischen Schoß, einem Absoluten Vakuum, das man/frau nicht mit dem
relativen "Vakuum" verwechseln darf, geboren wird, ist ein Mysterium. Deshalb
rief die MutterGöttin Isis: "niemand wird jemals meinen Schleier lüften "....

Braunschweig
Außer den kosmischen Kräften ist auch
unser menschliches Verhalten von Einfluß. Durch jahrhundertelanges
Ungleichgewicht zwischen Anfhäufung und Verelendung im "Kapitalismus" wird die
Dynamik der kosmischen Kräfte gestört. Die Kosmische Leere "kann die Anhäufung
nicht akzeptieren", wodurch der Schwerpunkt sich in Richtung Zerstörung verschiebt.
Das ist die kosmische Erklärung für den heutigen Verfall. Aber WAS wird da eigentlich
zerstört? Es ist nicht das Bewußtsein bzw das Wesentliche. Es sind unsere
Ego-Errungenschaften, die zerbrochen werden. Das einzusehen ist wesentlich für Glück
oder Unglück, für Lebensfreude, oder Depression oder Angst. Denn ohne diese Einsicht ist
die Zerstörung - die ja immer deutlicher um sich greift: in der eigenen Seele, bei der
Gesundheit, in den Beziehungen, in der Gemeinschaft, der Bildung, der Politik, der
Wirtschaft usw - nicht zu akzeptieren. Nur wer sich an das Alte festklammert, hat ein
Problem. Alles zu verlieren, ist in der Tat nicht witzig. Von dem Moment an, wo man/frau
einsieht, daß es das Ego ist, das vernichtet wird, dämmert wieder Hoffnung. Denn hat das
Ego eigentlich nicht alles zerstört? Ein Ego, das nicht "sterben" kann, bläht
sich selber immer weiter auf und zerstört so die Welt. Das passiert heute. Also wird der
Zerstörer von der "Mutter" zerstört. In der Vergangenheit wurde das der
furchterregende Aspekt der "Mutter" genannt. Sie schenkt Geburt und vernichtet
zu gleicher Zeit. Wenn der Sinn deutlich wird, fürchtet man/frau sich jedoch nicht mehr.
Im Gegenteil, man/frau wird gern sein/ihr eigenes Ego immer wieder in "Ihr"
sterben lassen, um als Wahres Selbst wiedergeboren zu werden. Weg ist damit die
existentielle Angst vor der Auflösung und damit vor dem Tod. Menschen, die so "alles
verloren haben", sind die Hoffnungsträger für eine Neue Welt.

Bremen
Letztendlich feiern wir das Geheimnis. Es hat sich
"offenbart" im Jahre 1977, als mein Bewußtsein durch das Absolute Nichts
ausgelöscht wurde. Fast im gleichen Moment war ich eins mit dem Göttlichen Licht. Das
ist die erste "Emanation" des Dunklen Schoßes. Es wird auch Kosmische
Intelligenz oder das Göttliche genannt. Dieses manifestiert sich selber also als
spirituelle Realisation oder "Erleuchtung". In seiner vollkommenen Dimension ist
es zeitlos und ohne Grenzen. Sowohl Dein Ich als auch die Welt sind darin aufgelöst. Du
bist ein Ozean geworden. Die ganze Welt ist aufgehoben, eine völlig nicht-weltliche
Dimension hat stattdessen Besitz von Dir ergriffen. Ihre Realität ist überwältigend.
Ich kann es nicht wirklich beschreiben, denn in diesem Zustand war mein "Ich"
verschwunden. Man/frau kann schon nicht beschreiben, was Liebe ist! Also, in diesem
Augenblick beschreibt das Licht sich selber (....). Obwohl es im Jahr 1977 passierte, ist
es immer (noch) Hier und Jetzt. Das ist ein Beweis für seine Zeitlosigkeit und
Unendlichkeit. Ich kann bestätigen, daß es strahlend, erhebend ist, absolut nicht von
dieser Welt, unendlich, ewig selig, intensiv und allgegenwärtig, stabil, still und
transparent, leer und mächtig, alles "gleichzeitig", einschließlich des ewigen
Friedens und grenzenloser Freude. Es ist überall. Dieser Ewiger Raum ist ein Wunder,
derartig, daß ich ständig "wegen Nichts" lachen mußte. Es ist der Raum, der
alles umfaßt: das Gras, die Blumen, die Bäume, die Menschen und die Wolken ......
"Ich" umfasse das alles ....... Sie waren (und sind) Teil von Mir. Seitdem
"liebe ich die Welt, wie mich selber". In Wirklichkeit gibt es keine Trennung.

Büdingen
Was bedeutet die Kosmische Religion für unser tägliches
Leben? Denn wenn es keine Konsequenz haben sollte, bleibt es höchstens
"interessant" für ein paar Forscher. Das Wichtigste ist wohl, daß wir Teil der
kosmischen Wirklichkeit sind. "Wir sind Teil der Gesellschaft; die Gesellschaft ist
Teil der Erde; die Erde ist Teil des Universums; das Universum ist Teil des Göttlichen
und das Göttliche ist Teil der Kosmischen Mutter". Das ganze Dasein ist also eine
mit einander verbundene sakrale Ganzheit. Das Zusammenkommen von Wissenschaft und
Spiritualität hat dies ermöglicht, die Geburtsstunde einer Neuen Kosmischen
"Volks" Religion. Alles ohne Ausnahme ist Inhalt des Göttlichen Raumes. Wir
sind Teil des Göttlichen, deswegen ist das Göttliche Teil von uns. Vergessen wir
Erbsünde, Retter, Sühnetod und Erlösung. Wir werden ohne Ausnahme vom Göttlichen
getragen, nicht eine Sekunde sind wir ohne dieses Kontinuum. Die alten Religionen
("ReliMythen") aber schließen aus, sie stützen sich nicht auf der Wahrheit bzw
Realität, sondern auf "Überlieferungen". Diese sind im Laufe der Zeit so
verzerrt worden, daß auch von den guten Ausgangspunkten wenig übriggeblieben ist. Die
religiöse Basis der Zukunft wird die Volksreligion sein, die anderen werden höchstens am
Rande noch einen bescheidenen Platz einnehmen können.......

Bad Orb
Das kosmische Gleichgewicht manifestiert sich auch auf
körperlicher Ebene. Zum Vergleich: 25% von all unseren Zellen im Körper sind
dauernd in einem Zustand der Erneuerung, 50% in einem mehr oder weniger
"stabilen" Zustand und 25 % in Siechtum und Verfall. So spiegelt sich das
kosmische Gesetz sogar in unserem eigenen Körper wider! Das ganze Leben wird also von
diesen zwei komplementären kosmischen Kräften bestimmt. In uns bewirken sie dauernd
Erneuerung und Verfall. Zusammen formen sie ein dynamisches Gleichgewicht, wodurch Leben
erst möglich ist. Das gibt uns die Grundlage für eine "Kosmische" Ethik.
Wollen wir optimal in Einklang mit dem Kosmos leben, dann sollten wir erstens unser Ego
ständig aufgeben, "sterben" lassen, um uns danach mit unserem Neuen Selbst
wiederum ins Ganze einzufügen. Wenn wir das nur täten, wieviel "Ethik"
bräuchten wir dann noch?
LINK:
THE SUPREME DESIGN

Bamberg
Ins Besondere
Die Wenigsten von uns wissen, daß es von
der Steinzeit bis zum heutigen Tag ein spirituell/religiöses Kontinuum gibt,
sich basierend auf den oben genannten Prinzipien. Ausgangspunkt ist die "Kosmische
Gebärmutter" - die Dunkle Nacht - das All - die Gebärerin allen Lebens. Sowohl die
Sonne wie auch der Mond - beide Symbole des Lichts - kommen zB aus Ihr hervor, so nahm
man/frau an, und kehren in sie zurück. Sie werden als "Sohn" und
"Tochter" betrachtet. Auch die Erde ist ihrem Kosmischen Gesetz unterworfen. Und
von ihr abgeleitet ist es die Frau bzw die Mutter, die unmißverständlich die Große
Mutter repräsentiert. Deswegen sind aus frühesten Zeiten nur Mutter- oder sogenannte
Venus-Statuetten gefunden worden. Die vom Hohlen Fels ist 40.000 Jahre alt. Sie drücken
die Allmacht des mütterlichen Prinzips aus. Sie ist Mutter der Erde, die Erde ist selber
auch Mutter, denn alles Körperliche wird wieder zu der Erde zurückkehren. Die
Gebärmutter ist sowohl Geburtstätte als auch Grab. Sie umfaßt die Welt der Menschen,
der Tiere ("The Lady and Her Beasts", zB die von Brandenburg ad Havel), wie auch
der Vegetation. Männerbildnisse sind in diesen ältesten Zeiten fast vollkommen abwesend.
Erst später treten sie, nachdem die Mutter sich schon in zahllosen Göttinnen
manifestierte, als Götter hervor. Nach dem Beispiel der Sonne, (die täglich
"untergeht") und der Jahreszeiten, sterben sie im Herbst, um im Frühling
wiedergeboren zu werden. Sie werden "Vegetationsgötter" oder "Grüne
Männer" genannt und verkörpern die ständige Regeneration des Universums.

Bingen
Was uns also weiterhin vereinigen könnte, ist die
Anerkennung der "Mütterlichen Dimension Gottes". Es ist doch
einleuchtend, daß "wie im Himmel so auch auf Erden" eine bestimmte Berechtigung
hat. zB stellen wir uns "Gott" als allmächtig, als Herrscher, urteilend über
Gut und Böse, usw. usw. vor, dann benimmt die irdische Obrigkeit sich dementsprechend. In
der Geschichte ist dies überall festzustellen. Umgekehrt ist der Monotheismus aus der
Staatsraison hervorgekommen: "Ein Gott, ein Volk, ein König". König Josua und
Kaiser Konstantin sind die eigentlichen Gründer des Judentums bzw des Christentums.* Am
"Anfang" war alles jedoch anders. Die Menschen verehrten das
Kosmisch-Mütterliche als das Letztendliche. zB symbolisiert der Baum aus dem Garten Eden
den "Lebensbaum", das Allumfassende der mütterlichen Fürsorge. Ihre Früchte
zeigen Ihren Überfluß, während die Schlange ständige Erneuerung darstellt. Adam und
Eva lebten unter diesem Baum, und natürlich wollten sie von ihm, von der Spenderin des
Lebens, essen. Zugleich ist das DER Grund weshalb "Gott" ihnen das verboten
hatte. Denn er wollte die "Macht" für sichselber. Die mütterliche
All-Fürsorge, mächtiger als jede (patriarchalische) Herrschaft, war ihm ein Dorn im
Auge. Deswegen sollte sie vernichtet werden. Der Menscheit wurde so eine sanfte,
natürliche, kosmische Gottheit weggenommen und sie hat die Konsequenzen mehr als 2000
Jahre ertragen müssen. Jetzt wo das einseitig Männliche uns in den Abgrund stürzt, gibt
es überall Versuche, die weibliche Dimension des Göttlichen aufs Neue zu entdecken, zu
entwickeln, zu verehren und zu feiern. Das alles könnte zu einem neuen Welbild führen,
wo nicht Macht, Konkurrenz, Ausbeutung, Technologie, Militarismus und Unterdrückung usw
im Mittelpunkt stehen, sondern Verbundenheit, Respekt, Kooperation, Liebe, Nachhaltigkeit,
Gerechtigkeit.

Bonn
* Trotz dieser Staatsgewalt konnte die Verehrung der
MutterGottheit (Ascherah, Astarte) nie vollständig ausgerottet werden. Sieh unten einer
der wohl rührendsten (und relevantesten!) Passagen in der Bibel überhaupt:
Ich nenne das "Die Ursprüngliche
Tradition". Es orientiert sich an dem, was Goethe "Das
Ewig-Weibliche" nannte. "Nicht Gott schuf die Welt aus dem Nichts, sondern das
"Nichts", die Kosmische Gebärmutter, gebiert sowohl "Gott" als auch
das Universum, während beide ständig in ihren Ursprung zurückkehren". Es ist eine
alte Volksweisheit: "Licht kommt aus der Dunkelheit!" Deswegen wird zu
Weih-Nachten (...) "Stille Nacht, Heilige Nacht" gesungen. Die Nacht ist also
das wahre Mysterium. Im Wendepunkt der Wintersonnenwende wird dann das Neue Licht geboren.
Wie schön doch alles in einander greift! Ich
unterstütze alle, die das aus ihrer eigenen Tradition versuchen. Da ich schon ziemlich
viel darüber geschrieben habe, einschließlich über Religionen die verschieden von
"unserer" judeo-christlichen Tradition sind, wie Hinduismus, Taoismus,
Buddhismus und Islam, verweise ich auf meine website.
- und das Volk sprach zu Jeremia:
"Was
das Wort angeht, das du im Namen des "Herrn" zu uns geredet hast, so
wollen wir NICHT auf dich hören, sondern wir wollen gewißlich alles das tun, was wir
gelobt haben: Wir wollen der Himmelskönigin räuchern und Ihr Trankopfer ausgießen, wie
wir, unsere Väter, unsere Könige und unsere Fürsten es in den Städten Judas und auf
den Straßen Jerusalems getan haben. Damals hatten wir Brot in Fülle, und es ging uns
gut, und wir erlebten kein Unheil. Sobald wir aber aufhörten, der Himmelskönigin zu
räuchern und Trankopfer auszugießen, hat es uns überall gefehlt, und wir wurden durch
Schwert und Hungersnot aufgerieben"
Jeremia 44, 15-18
LINKS.
EXISTENTIELLER HUMANISMUS
DIE KIRCHEN STERBEN (AUS)
MUTTER & SÖHNE
LETTER TO RELIGIOUS LEADERS WORLDWIDE
ZWÖLF RELIGIONEN
Die Ursprüngliche Mutter
(Urmutter) hat sich in den verschiedenen Kulturen als Mutter-Göttin
manifestiert. In Sumerien war es Inanna, in Ägypten Isis, in Babylon Ishtar, in Anatolien
war es Kybele, in Kanaan Asherah bzw Astarte, auf Zypern Aphrodite, auf Kreta Rhea, in
Griechenland Persepone und auch Artemis, in Norwegen Freya. Die Göttin Europa kam von
Syrien auf ihrem weißen Bulle (der Gott Zeus) nach Westen und gab so unserem Kontinent
seinen Namen. Immer hatten die Mütter ihre "sterbenden und wieder aufstehenden"
Sohn/Gott/König/Liebhaber, wie Tammuz, Osiris, Attis, El und später Jahweh, Baal,
Adonis, Dionysos und Odin bei sich...Inzwischen entdeckten auch Männer ihre reale
göttliche Natur. Die Große Erleuchtung des Pharao Echnaton fand 1000 Jahre VOR der
Erleuchtung Buddhas statt. Seitdem entwickelte sich eine spirituelle Kultur
("Hermetismus"), in der Selbstverwirklichung im Mittelpunkt stand. Pythagoras
reiste nach Ägypten und wurde dort mit der Erleuchtung beschert. So änderte sich auch
die Funktion der "Vegetationsgötter". In den hellenistischen Mysterien steht
die Vegetation im "Stirb und Werde" nicht mehr im Zentrum, sondern wurde zum Tod
des Egos, zusammen mit der Wiedergeburt des Neuen Selbstes transformiert.
"Grün" bekam eine neue Deutung. So kam es, daß sowohl Hildegard von Bingen -
für die Jesus ein Grüner Mann war! - als auch Meister Eckhart, aber auch der Islamische
Heilige Al-Khidr, ein "Grüner Mann", die Farbe grün für göttlich hielten.

Öko-Tempel
Spiritualität, Gesundheit und die Umwelt
mit dem
Kosmischen Mutter Mandala und Ihrer Manifestation
die Schwarze Madonna
Das Göttliche (weiß/gelb) und das Universum
(grün)
werden aus der Kosmischen Gebärmutter
(schwarz) geboren und kehren
ständig in Ihr zurück
Wenn die neue Inspiration und Begeisterung in
Dir durchbrechen, sind kosmische Liebe, Mitgefühl und innere Kraft nicht
mehr aufzuhalten. Spontan möchtest Du Deine neuen Einsichten mit anderen teilen. Jedoch
wie? Wir sind so davon entwöhnt, auf andere zuzugehen. Deswegen habe ich die Idee des
Öko-Tempels entwickelt, die Idee, daß das Sakrale wiederum Platz in der Gemeinschaft
bekommen sollte. Eine schützende Umgebung, wo man/frau zutiefst sichselber sein kann. Und
zwar derartig gestaltet, daß es zusammen klingt mit unserem Lebensgefühl. Die üblichen
Kirchengebäude geben uns dieses Gefühl nicht, sie machen einen eher depressiv. In einem
Öko-Tempel soll dagegen, von dem Moment an, wo Du den Raum betrittst, Freude in Dir
aufkommen und die Leichtigkeit des Daseins spürbar sein. Die Basis ist Kontakt mit dem
"Himmel", mit der Natur und miteinander. Daher der Name "Öko-Tempel".
Konkret: das Ganze ist wie ein Wintergarten gebaut mit viel Glas und hölzernen
Spannbögen. Im Tempel befindet sich ein kosmischer Mutterschrein, bestehend aus dem
Mutter Mandala und der Schwarzen Madonna als Symbole des Urgrundes (siehe oben). Weiterhin
ist der Raum reichlich mit Pflanzen, Bäumen und Sträuchern geschmückt, derartig, so
daß er ein Gefühl von umgebender Natur vermittelt. Der große Vorteil: so ein Gebäude
ist billig und kann schon von einer kleinen Gruppe finanziert werden. In der Mitte gibt es
dann den zentralen Raum, wo Treffen stattfinden. Der Öko-Tempel ist eine direkte
Fortsetzung der Schwarzen Madonna Tradition. Damals wurden ihre Statuen in der Natur von
Bauern und Hirten entdeckt. Als Priester sie in einer Kirche unterbringen wollten,
"verweigerte sie das". Ausdrücklich wollte sie in der Natur ihr Zuhause haben.
Es beweist, daß die Schwarzen Madonnen keinen christlichen Ursprung haben*.
* Um uns befreien zu können, müssen wir erst
sie befreien (aus der Dominanz der Kirche).

Münster
Der Öko-Tempel könnte das lebende Herz einer
neuen spirituellen Verbundenheit werden, ein Ort wo man/frau in einer tiefen Art
und Weise zu Hause ist. Daß das kein Luxusbedürfnis ist, sollte klar sein. Das Sein
selber drängt uns, um von uns anerkannt und gelebt zu werden. Außerdem kommen
Bedrohungen vielseitiger Art auf uns zu. Wir werden einander benötigen! Und zwar auf
einer neuen Basis, wo "Einheit in der Vielfalt" die Menschen zusammenbringt. Die
Einheit ist die Kosmische Mutter. Aus Ihr wird sowohl das göttliche Licht als auch das
Universum, die Erde, wirselber, geboren (Siehe ihr Mandala oben). Diese Einsicht - alle
Teil der einen Kosmischen Wirklichkeit zu sein, trotz aller Verschiedenheit, die eben
dadurch auch gefeiert wird, wird sich als unabwendbar erweisen. Der Raum mitten im Tempel
soll davon Zeuge sein. Zuerst findet dort die wöchentliche "Zuflucht" Feier
statt. Es besteht aus Kontemplation, Teaching, Mutter Heilung, Himmel & Erde Übungen,
Q&A Sessions und Feier, u.a. Tanz. Abhängig vom Engagement verschiedener
Teilnehmer(innen), können diese Aktivitäten erweitert werden. Die MutterHeilung kann so
gefördert werden, daß auch während der Woche der Tempel seine Pforten geöffnet hat. Es
ist zu erwarten, daß sehr viele kommen. Es möge bekannt sein, daß ich persönlich die
MutterHeilung sehr hoch schätze. Diejenigen, die sich dafür einsetzen möchten, bekommen
von mir eine spezielle Ausbildung*. Auch ist es denkbar, daß der Öko-Tempel von
Mitgliederrn einer Heilenden Gemeinschaft betreut wird. Selbstverständlich kann nach
Bedarf ein Kinderspielplatz, eine Tee-ecke oder gar ein organischer "Imbiß" im
Tempel gestaltet werden.
Komme mit einem offenen Herz. Nichts
ist frustrierender als die Konfrontation mit denjenigen, die "es besser wissen".
In diesem Fall kann man/frau besser wegbleiben. Es sind oft Menschen, die durch fleißig
lesen und Kurse besuchen für sich ein geschlossenes System von Vorstellungen, Begriffen
und Urteilen aufgebaut haben. Während sie meinen, sie seien "sehr spirituell",
sind sie in Wirklichkeit Dogmatiker neuen ("New Age") Stils. Auch Atheisten
fallen darunter. In der Ablehnung des christlichen Gottes - womit sie völlig recht haben
- wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Das verneinen der Transzendenz schlechthin
wird zu einem neuen Glauben. Oft genauso fanatisch vertreten wie ihre christlichen
Widersacher. Heutzutage hat wohl auch deswegen ein allgemeiner Relativismus den Seelen
bemächtigt. Dies hat alles mit der "virtuellen Obsession" zu tun. In der Welt
der "sozialen Medien" ist jedes Gespür für die Wahrheit untergegangen. Im Moor
der Bilder ist alles Leben zu Schlamm geworden. Diese allgemeine Zerrüttung ist nicht
neu. Schon im alten China war ein Meister überglücklich nur EINEN tauglichen Jünger
gefunden zu haben. Ich dagegen hoffe, daß in dieser kritischen Zeit eine ganze Menge
ECHTE Hoffnungsträger - diejenige, die vom Kosmos berufen sind - sich melden werden.
*LINKS U.A:
MUTTER FÜR MÜTTER
HEILENDE GEMEINSCHAFTEN
SCHWARZE MADONNEN
GREAT NIGHT INITIATION
GRÜNE MÄNNER & WEISE FRAUEN
JESUS CANAANITE
MARY'S TRIUMPH

Berchtesgaden
2.
Kosmologie
Vakuum Physik
Es gibt also zwei kosmische
Kräfte: Zerstörung und Geburt. Beide kommen aus der "Mutter" hervor
und zwar gleichzeitig. Beide sind im dynamischen Gleichgewicht. Deshalb ist unser Dasein
relativ! beständig. Es wird das Lebensnetz genannt. Die Geburtskraft bewegt alles vom
Zentrum zur Peripherie hin, während die zerstörerische Kraft alles von der Peripherie
zum Zentrum hinbewegt. Das Göttliche (das Licht) ist das Leben, und die Schwerkraft ist
der Tod. Im Tiefsten ihres "mütterlichen" Schoßes wird tote Materie jedoch
aufs Neue in lebendiges Licht transformiert, und aus diesem Licht kommen neue Formen, das
"materielle" bzw energetische Universum hervor. Das dehnt sich, bis es an einem
Umschlagpunkt gelangt, wo die destruktive Kraft die Oberhand bekommt. Alles Leben wird
durch diese Kraft ("Schwerkraft!") abgebaut, die im Universum die Schwarze
Materie ist, und das alles im Kontext der Kosmischen Leere, "ihres Kosmischen
Schoßes!" Durch das Zusammenspiel der Kräfte gibt es eine kosmische Balance im
Universum. Sie beherrschen das ganze Spiel. Und in der Tat, sie sind die Grundlage für
einen mehrdimensionalen kosmischen Zyklus: aus dem Vakuum kommt das Licht, daraus die
virtuellen Felder, wodurch die Energie entsteht und dann die "Materialisation"
stattfindet. Dann geht es durch Schwerkraft und dunkle Materie zurück zum Vakuum. Das
alles geschieht in Zeitlosigkeit oder Zeit, abhängig von der Ebene, von wo aus es
betrachtet wird. Allerdings mit "Fluktuationen": manchmal haben die aufbauenden
oder die abbrechenden Übergewicht. Die "natürliche Selektion" der Evolution
ist nicht nur als "survival of the fittest" zu verstehen, sondern auch als
Auswirkung von kosmischer "Entstehung und Zerstörung!". Das heißt, daß
"Überleben" oder nicht, weitgehend von den kosmischen Kräften abhängt und
nicht nur vom "Kampf ums Dasein". Es ergänzt das Weltbild Darwins.

Bad Orb
Wie oben schon gesagt: die Letztendliche
Wirklichkeit ist bodenlos. Spirituell gesehen wird aus dem dunklen Mütterlichen
All das göttliche Licht geboren. ("Hohe Nacht der klaren Sterne", ein
Weihnachtslied aus den dreißiger Jahren - und deswegen tabu - besingt das ziemlich
genau). Dieses Licht - in der Physik oft gleichgesetzt mit dem ("virtuellen")
"Higgsfeld" - wiederum beinhaltet "Formkräfte", wodurch Energie und
Materie entstehen. Obwohl das Ewige Licht im Hier und Jetzt präsent bleibt, ist die
materiellle Welt weitgehend unabhängig von ihm. Weltgeburt ist also ein Prozeß von
Verdichtung. Es gibt jedoch direkte Kurzschlüße zwischen den Galaxien und dem Kosmischen
Vakuum. Es sind die Schwarzen Löcher! Im Schwarzen Loch konzentriert sich die Materie.
Sie wird "geschluckt" von der ungeheuren Schwerkraft, während zugleich neue
Energie entsteht. Spirituell passiert Vergleichbares. Wer sich dem "Unbekannten"
hingibt, bekommt oft das Ewige Licht geschenkt. Er/sie kann den göttlichen Funken in
seinem Wesen erfahren, bzw total in Licht aufgehen. Das geschieht auch dadurch, daß die
Bodenlosigkeit (Urgrund) alles anzieht, so, daß alles wieder in "Ihr"
zurückkehrt. Der Kosmische Schoß gebärt und vernichtet zugleich. Das Ergebnis ist ein
dynamisches Gleichgewicht. Also ist es für uns Menschen wichtig, die Zerstörung genauso
ernst zu nehmen wie das Entstehen. Denn Mutters Absolute Bodenlosigkeit ist die einzige
Kosmische Instanz, die unser Ego vernichten kann. Und das Letzte ist verantwortlich für
die Zerstörung unseres Planeten.
Das Letzte selbst bleibt für immer ein
Geheimnis, überlebt alle Angriffe von denen, die versuchen zu
klassifizieren, zu kategorisieren und zu instrumentalisieren. So bleibt wenigstens die
Sakralität des Daseins garantiert. Die bekanntesten Physiker erkennen das auch an. Die
"letzten Dinge" werden von der Physik "singularity" genannt, der
tiefste Bereich, wo die Physik keine Gültigkeit mehr hat. Nur die Spiritualität kann ihm
näher kommen. Das führt zu der Einsicht - persönliche Erfahrung und Wissenschaft
bestätigen einander - daß "Geburt und Sterben" grundlegend im ganzen Kosmos
sind. Sie sollten bei keiner kosmologischen Forschung fehlen. Von dort aus können wir
beginnen, einige unserer ursprünglichen Gefühle der Ehrfurcht, Respekt und des Staunens
wieder zu erlangen. Hat "Fortschritt" wesentlich zu unserem Glück beigetragen?
Nicht wirklich, so wissen wir heute. Also dann, versuche das Unmögliche, aber erkenne
auch Deine Grenzen an.
In der Bodenlosigkeit Ihrer
Gebärmutter,
wird das Licht geboren
Han Marie Stiekema

Leipzig
Eine
große Überraschung: die Wissenschaft bestätigt meine Kosmischen
Erfahrungen. Es beginnt mit dem "Ursprung
des Alls". Eine
wachsende Zahl von Physikern nennen dies das
"Absolute Nichts" (S.Hawking) oder "Kosmisches
Vakuum".
Nach
ihnen wird das Universum aus dem Nichts geboren. Aber sie wissen
immer noch nicht, wie man zB Bewußtsein
oder das Göttliche in diesem Gesamtbild positionieren
sollte. Die
Lösung: Das Vakuum gebärt
"zuerst" "Gott",
während letzterer
- durch das Vakuum - das Universum
hervorbringt. In
der Sprache der Physik: das Vakuum
"kreiert" aus seiner Tiefe heraus ein Virtuelles
Feld, aus dem wiederum virtuellen Wellen stammen. Dieses
Feld ist sowohl konstant als auch ohne Unterbrechung zurückkehrend in das Absolute Nichts des Vakuums. "Tod
und Wiedergeburt" auf der grundlegendsten Ebene des Kosmos! Die
virtuellen Wellen verdichten sich zu Teilchen
(Protonen und Neutronen), woraus wiederum
kompliziertere Strukturen entstehen. Durch die
"zentrifugalen" Kosmischen Kraft expandiert das Universum. Bis
es sich "aufbläst"
in einen solchen Ausmaß, daß
die "Geburtskraft" seine
Vitalität verliert.
Es ist
ein Wendepunkt, wo Expansion sich verwandelt in Kontraktion. Die "Todeskraft"
(Schwerkraft!) ist die Zentripetalkraft, die
die Materie
(Dunkle Materie)
zurück in die Bodenlosigkeit
der Kosmischen Gebärmutter zieht.
Tief
in "Ihrer" Leere - wo die Materie
ins Unvorstellbare komprimiert wird - verursacht
ein weiterer Wendepunkt einen neuen Big Bang: der Beginn eines
neuen kosmischen Zyklus*.
*Siehe
auch: "The Supreme Design",
"Universal Teaching", "Great Night".
Nun,
meine lieben Freunde, es wird klar, daß
es einen großen kosmischen Zyklus gibt.
Es ist die laufende Erneuerung des
gesamten Universums, mit seinen häufigen Big Bangs. Das Leben ist
ein fortlaufender Prozess, sich basierend auf
"Geburt und Tod". Die
große Überraschung ist, daß Maya-Mythologie (wer
erinnert sich noch?) - als eine der wenigen in der Welt - eine Vorstellung von
Schwarzen Löchern hatte. Was soll das
"Dunkle Tor
(Mund) zur
Unterwelt" sonst bedeuten? Genau, es ist das galaktische Zentrum als
Tor zur
Kosmischen
Gebärmutter. Ist
es nicht Grund für tiefe Ehrfurcht vor ihrer Intelligenz? Nach
der modernen Forschung sind Schwarze Löcher
das
Ergebnis des Todes von einem Stern. Von
hier aus starten die Spekulationen. Aber ist nicht die zentrale
Frage: warum Sterne überhaupt sterben?
Ist es
einfach weil ihr thermisches Potential erschöpft
ist, wie man/frau sagt? Aber warum erschöpft es sich? Spirituelle Einsicht in die Große Mutter gibt
die Antwort. Die
Antwort ist: jenseits unseres sichtbaren Universums
gibt es ein kosmisches Vakuum.
Es
ist diese "Womb" - die tiefste Dunkelheit - die
alles (Materie) in sich zieht, während zu gleicher
Zeit Energie geboren wird. Es wirft ein völlig
neues Licht darauf, was Schwarze Löcher wirklich
sind *. In
der Tat, sie sind Tore zur Unterwelt, zur Kosmischen
Gebärmutter! Wobei letztere der Bodenlose Urgrund
der Regeneration, bzw. der ständigen Erneuerung
des Universums ist.
*
Auf der
gleichen Art "kümmert" die Mutter sich
um den spirituellen (persönlichen) Tod und Wiedergeburt. Ist das nicht ein Wunder? Ich denke, die Mutter
sollte den Nobelpreis erhalten! ......
BREAKING NEWS
BBC 09.01.2009
Schwarze Löcher "gehen Galaxien voraus"
Der
Beweis wurde an der 213. American Astronomical Society Meeting in
Long Beach, Kalifornien, vorgestellt. Wie unglaublich
spannend. Was bisher bekannt
ist, ist, daß es
eine Verbindung zwischen den Massen
der Schwarzen Löcher und der zentralen "Ausbuchtungen" von
Sternen und Gas in den Galaxien gab.
(Einen direkten Kurzschluß zwischen
Leere und Energie also). Die Nachricht ist, daß "die Wissenschaftler in der Lage waren, die Massen von Schwarzen Löchern und zentrale Ausbuchtungen von
mehreren Galaxien zu bestimmen, wie sie waren
in den ersten Milliarden Jahren nach dem Big Bang (Fabian
Walter,
Max-Planck-Institut für Radioastronomie,
Bonn, Deutschland). das Fazit: "Die
kosmische Konstante kann
es in der Frühzeit
des Universums nicht gegeben
haben", also das wachsen der "Schwarzen Löcher" begann zuerst. (Dr. Chr.Carilli, US-amerikanischen National Radio Astronomy Observatory, Socorro, New
Mexico) Es entspricht voll und ganz meiner Dreifachen Verwirklichung, wo
das Nichts dem Licht
vorausging *. Ich
kann nicht darüber hinwegkommen! Tränen
......
* "Finsternis geht dem Licht voraus"
(Salerno Kathedrale)
Aus der Nacht erhebt sich das
Morgenrot,
das Leben geboren aus dem Tod
Friedhof Bloemendaal,
Niederlande
Stimmen aus der Wissenschaft
Wie sie (und ich) ringen um die richtigen Begriffe!
Vakuumschwankungen und
virtuelle Teilchen
In der Alltagswelt ist Energie immer unveränderlich
festgelegt; das Gesetz
der Erhaltung der Energie
ist ein Grundpfeiler der klassischen Physik. Aber
in der Quantenmikrowelt kann Energie erscheinen aus dem Nichts und wieder verschwinden
in einer spontanen und unvorhersehbaren Art und Weise (Davies).
Die
Unschärferelation sagt,
daß Teilchen für
kurze Zeit in
Erscheinung kommen
können,
auch wenn es nicht genügend Energie gibt, um sie zu kreieren.
Tatsächlich
werden sie von Unsicherheiten in der Energie angelegt. Man
könnte sagen, daß sie
die für ihre Entstehung benötigte Energie kurz
"borgen", und dann kurze Zeit später, zahlen sie die "Schuld" zurück
und verschwinden wieder. Da
diese Partikel nicht eine dauerhafte Existenz haben, werden sie virtuelle Teilchen
genannt (Morris).
Auch
wenn wir sie nicht sehen können,
wissen wir, daß diese virtuellen Teilchen im leeren Raum "wirklich
da sind", weil sie
nachweisbare Spuren ihrer Tätigkeit hinterlassen.
Ein
Effekt der virtuellen Photonen, beispielsweise, ist
eine kleine Verschiebung in den Energieniveaus der Atome. Sie
verursachen auch eine ebenso winzige Änderung im magnetischen Moment der Elektronen. Diese
winzigen, aber signifikanten Veränderungen wurden mit spektroskopischen Methoden sehr
genau gemessen (Davies).
In der modernen Physik, gibt es keine solche Sache als "Nichts".
Selbst in einem perfekten Vakuum
werden Paare von virtuellen Teilchen ständig geschaffen
und zerstört. Das Vorhandensein dieser Partikel ist keine mathematische Fiktion. Obwohl sie nicht direkt beobachtet werden können, die Auswirkungen,
die sie erstellen, sind sehr real. Die
Annahme, daß sie vorhanden sind führt zu Vorhersagen,
die durch das Experiment mit einem hohen Grad an Genauigkeit bestätigt wurden (Morris).
Vakuumschwankungen und der Ursprung des Universums
Es
gibt so etwas wie zehn Millionen Millionen Millionen Millionen Millionen
Millionen Millionen Millionen Millionen Millionen Millionen Millionen Millionen Millionen
(1 mit achtzig [fünf] Nullen danach) Partikel im
Universum, die wir beobachten können. Wo
sind sie alle her? Die
Antwort ist, daß in
der Quantentheorie, Teilchen können aus
Energie in Form von Teilchen / Antiteilchen-Paare erzeugt werden. Aber das eben stellt sich die Frage, wo die
Energie herkommt. Die Antwort
ist, daß die
Gesamtenergie des Universums ist genau Null. Die Materie im
Universum besteht aus
positiver
Energie. Doch
die Materie zieht
sich selbst durch
die Schwerkraft an. Zwei
Stücke der Materie, die nahe beieinander sind, haben weniger Energie als die gleichen
zwei Stücke weit auseinander, weil es Energie kostet,
um sie gegen die Schwerkraft, die sie zusammenzieht,
zu
trennen. So könnte
man sagen: das
Gravitationsfeld enthält negative Energie. Im
Fall eines Universums, das ungefähr gleichmäßig ist
im Raum, kann man zeigen, daß diese negative Gravitationsenergie genau die positive
Energie, von der Materie
vertreten, aufhebt. So ist die Gesamtenergie des
Universums gleich Null.
(Hawking)
[Dank an Ross König für dieses Quote]
Es
gibt
noch eine weitere bemerkenswerte Möglichkeit, die der Schaffung von Materie
aus einem Zustand der
Null-Energie heraus.
Diese
Möglichkeit ergibt sich, weil Energie sowohl positiv als auch negativ sein kann. Die
Bewegungsenergie oder der Energie der Masse ist immer positiv, aber die Energie der
Anziehung, wie durch bestimmte Arten von Gravitations-oder elektromagnetischen Feldes, ist negativ.
Umstände
können entstehen, in
denen die positive Energie der Masse der neu geschaffenen Teilchen der Materie,
genau durch die negative
Energie der Schwerkraft des Elektromagnetismus kompensiert wird.
Beispielsweise
in der Nähe eines Atomkerns ist das elektrische Feld intensiv. Wenn
ein Kern mit 200 Protonen hergestellt werden könnte (möglich, aber schwer), wird das System instabil
gegen die spontane Produktion von Elektronen-Positronen-Paaren, ohne überhaupt Energie
zuzuführen.
Der
Grund dafür ist, daß
die negative elektrische Energie genau die Energie ihrer Massen kompensiert.
Im
Falle der Schwerkraft, ist die Situation noch mehr bizarr,
denn
das Gravitationsfeld ist nur ein "spacewarp"
- einen gekrümmten
Raum. Die
in einem "spacewarp"
gesperrte Energie kann
in
Materie und Antimaterie umgewandelt werden. Dies
geschieht zum Beispiel in der Nähe eines Schwarzen Lochs, und war wahrscheinlich auch die
wichtigste Quelle von
Teilchen im
Big Bang. Also erscheint Materie spontan aus leerem Raum. Stellt
sich die Frage, hat der Ur-Knall selbst Energie, oder ist das ganze Universum ein Zustand der
Null-Energie, wobei die
Energie der gesamten
Materie
durch negative Energie der Schwerkraft ausgeglichen
wird?
Es ist
möglich, das Problem durch eine einfache Rechnung zu begleichen. Astronomen
können die Massen von Galaxien, deren durchschnittliche Trennung und ihre
Geschwindigkeiten ihrer
Rezession messen. Setzt
man diese Zahlen in eine Formel um, ergibt sich eine
Menge, die einige Physiker als die gesamte Energie des Universums interpretieren. Die
Antwort ist in der Tat Null innerhalb der Beobachtungsgenauigkeit. Der
Grund für dieses
markante Ergebnis ist seit langem eine Quelle der Verwirrung für die
Kosmologen. Einige
haben vorgeschlagen, daß es ein tiefes
kosmisches Prinzip
gibt
(!!!), das verursacht, daß das Universum genau Null
Energie hat. Wenn
das so wäre geht der
Kosmos den Weg des geringsten Widerstandes, kommt in Erscheinung, ohne
überhaupt jede Eingabe
von Materie oder Energie (Davies).
Hat
unser Verstand die
Veränderlichkeit der Materie und die neue Idee des Vakuums einmal
akzeptiert, können wir über
den Ursprung des
größten Dings, was wir kennen - das
Universum - spekulieren.
Vielleicht
ist das Universum
direkt aus dem Nichts
geboren, eine gigantische Vakuumschwankung, die wir heute kennen als der
Big Bang.
Bemerkenswert
ist, daß die Gesetze
der modernen Physik diese Möglichkeit zulassen. (Pagels).
Wo kommt all diese Materie und Strahlung im Universum überhaupt her? Neue faszinierende
theoretische Forschung durch Physiker wie Steven Weinberg von der Harvard und Ya. B.
Zel'dovich in Moskau lasssen vermuten, daß das Universum begann als ein perfektes Vakuum und daß alle Teilchen
der materiellen Welt aus der Expansion des Raumes kreiert wurden ...
... die Idee einer ersten Ursache klingt im
Lichte der modernen Theorie der Quantenmechanik etwas faul. Laut
der am häufigsten akzeptierte
Interpretation der Quantenmechanik können einzelne subatomare Teilchen unvorhersehbar reagieren und es gibt zahlreiche zufällige, Ereignisse ohne Ursachen. (Morris)
Creation ex nihilo - Without
God (1997)
Mark I. Vuletic
Weil es in einem Vakuum existiert, ist ZPE (Nullpunkt Energie) homogen
(einheitlich) und isotrop (in allen Richtungen
gleich) sowie allgegenwärtig (gibt es überall).
(http://www.zpower.net/zpe.htm)
Kosmische Mutter Mystik
Der Ursprung des Lebens beginnt mit dem Vakuum. "Sie" ist die bodenlose Kosmische Gebärmutter. Die
Eigenschaften dieser Leere (jenseits der Leere) sind,
daß sie
nicht nur leer ist,
sondern daß
diese Leere ununterbrochen sichSelbst entleert.
In
dieser unermeßlichen Tiefe ("Abgrund"),
wird kontinuierlich das
göttliche Licht geboren. Fülle
und Leere ("Er" und seine Mutter), sind also "Kehrseiten der selben
Medaille". Die Holländer haben
ein Wort dafür: "Vol-Ledigheid". Es
ist wie zwei parallelen Schichten, wobei
das Licht kontinuierlich aus dem Mutterleib geboren wird, während es im selben
Ewigen Moment in Ihr zurückkehrt.
Daher
wird in prähistorischen Zeiten das Göttliche sowohl
"Sohn" und "Liebhaber"
der Großen Mutter genannt (Han Marie Stiekema).
Das Licht
wiederum gebärt die sichtbare
Welt. In
der ersten Phase des Lebens sind die
"zentrifugalen" Kräfte dominant ("Geburt/ Wachstum"); in
der Mitte des Lebens die "zentrifugale"
und die "zentripetale" Kräfte gleichen einander
aus ("Permanenz"), während in der
dritten Stufe die "zentripetale" Kräfte die
anderen überstimmen ("Tod"). Die
dahinterstehenden kosmischen
Kraft ist das Vakuum, Ursprungvon
Tod und Wiedergeburt auf allen Ebenen der Existenz. Ohne das Vakuum kann das Universum nicht
verstanden werden. Der
Übergang vom Licht als die Ultime
Realität zum
Vakuum - "gleichzeitig zerstörend
und gebärend - ist damit den
revolutionären Durchbruch in der Kosmologie: "Nicht Gott erschuf die Welt aus dem Nichts, aber das Nichts gibt
kontinuierlich Geburt an
Gott und die Welt ". (Han Marie Stiekema) Siehe: Realization.
http://feynman.princeton.edu/~steinh/cyclintro/index.html
Was die Wenigsten wissen:
Goethe hatte im Faust das Letztendliche als mütterliche Leere benachdruckt......
3.
Die Neue Ethik
Der Mensch Teil von "Himmel, Erden
und der (Neuen) Gemeinschaft"
Das Land der Dichter und Denker, so
wurde Deutschland früher genannt. Heutzutage gibt es nicht viele Menschen mehr, die Zeit
zum dichten oder denken haben. Die Mehrheit ist damit beschäftigt, Geld zu machen und hat
zu viele Sorgen, um sich mit einem solchen "Luxus" beschäftigen zu können.
Also soll der Nachdruck einer neuen Geisteskultur, die so wichtig für die Vitalität
unserer Gesellschaft ist, anderswo liegen. Die leeren Kirchen haben uns zu denken gegeben.
Weil der Einfluß der Kirche dramatisch zurückgegangen ist, viele sagen
"Gottseidank", hat die Aufgabe, eine nicht-religiöse spirituelle Basis zur
Erneuerung der Gesellschaft zu finden, nur zugenommen. Der Islamfaktor hat die Situation
weiter verschärft. Solange wir noch "unter uns" waren, störte die Entwicklung
unserer Gesellschaft zum Materialismus uns wenig. Solange es uns wirtschaftlich nur gut
ging! Nun geht es uns wirtschaftlich nicht mehr so gut und wurden zugleich mit einer
missionierenden Religion konfrontiert. Es stellte sich schnell heraus, daß wir auf diese
Herausforderung keine Antwort hatten. Unsere (materielle) Überlegenheit erwies sich als
eine Schwachstelle. Hier rächt sich die Übersättigung unserer (Ego)Kultur!

Frankfurt aM
Die Kirche war immer so dominant, daß es lange
Zeit in Europa keine selbständige spirituelle Tradition gab. Nun ist die Kirche
selbst in der Krise. Ihre "Glaubenswahrheiten" werden jetzt in breiten Kreisen
angezweifelt. Gibt es überhaupt einen Gott? Ist Jesus wirklich Gott oder nur ein Prophet?
Sind die kirchlichen Lehren bindend oder nicht? Und ist die MutterGottes in Wirklichkeit
nicht eine Fortsetzung der archaischen Großen Mutter? Dazu kommen die Skandale. Wie kann
eine Institution, die so arrogant anderen Menschen ihre "Werte" und
"Moral" auferlegt, selbst so verludert sein? Das Vertrauen ist dahin, wovon die
Kirche, wenigstens in Europa, sich wohl nicht mehr erholen kann. Auf einmal werden
Gläubige und Nicht-Gläubige mit einer klaffenden Lücke konfrontiert. Die Suche nach
einer Alternative hat begonnen, und wir können jetzt schon unsere ersten Ergebnisse
bekanntgeben!

Wittenberg
Paradoxerweise kann eine Geisteskultur nicht
von den Religionen vertreten werden. Denn sie sind an Dogmen gebunden.
Interreligiöser Dialog ist daher nie wirklich offen, denn "klammheimlich"
versuchen die Partner immer, Seelen für ihre eigene Sache zu gewinnen. Religionen sind
deswegen reaktionär, sie sind nicht im Stande, Lösungen für die heutige Zeit zu finden.
Andererseits hat die "Welt" sich niemals zugetraut, eine wirklich lebende
kosmische Tradition zu entwickeln. Angesichts der Krise hat sie keine Wahl mehr. Ihre
Aufgabe ist es einen gemeinsamen existentiellen Nenner zu finden, der von allen Menschen,
religiös oder nicht-religiös, akzeptiert werden kann. Finden wir diesen, dann haben wir
eine Grundlage für das dringendste Problem überhaupt gefunden: die Integration. Die
Lösung heißt: wir Menschen sind alle, ohne Ausnahme, Teil vom "Himmel, der Erde und
der Gemeinschaft". Und nicht nur die Menschen. Auch die Pflanzen, Tiere, Wolken und
Flüsse gehören dazu.
Ein Ego, das von seinem kosmischen,
kulturell-sozialen und ökologischen Kontext entfremdet ist, ist ein Spielball
von Kräften von innen (Gedanken, Emotionen, Triebe) und außen (kommerzielle und
politische Manipulationen). Dies ist heutzutage besonders dramatisch bei der Sucht an der
virtuellen Welt. Der "normale" Verstand - ohne Verwurzelung im Ganzen - ist
schon an seinen Impulsen ausgeliefert. Seine Mitte wird - ohne daß sie sich selbst kennt!
(Auf die Frage: "wer bist Du wirklich", ist man/frau sprachlos) - von
willkürlichen Gedanken ins Schlepptau genommen. Ist sie von einer Gedanke besetzt, dann
ist sie Teil dieser speziellen Gedankenwelt geworden. Innerhalb dieser "Welt"
kennt sie sich aus, alles andere - den "Rest" der inneren und äußerlichen
Realität - liegt außerhalb seiner Perzeption. Sie - die Mitte - ist Gefangene der
Gedankenwelt, OHNE DAVON BEWUßT ZU SEIN: Im Gegenteil, sie erlebt sich selber als der
Mittelpunkt des "Ich denke, also bin ich", während die Realität ist: "sie
(die Gedanken) denken mich, also bin ich (die Mitte, das Bewußtsein, das Wahre Ich)
nicht". Ein Ego, das sowieso schon entwurzelt ist - ein steuerloses Schiff auf dem
Ozean des Daseins - ist also extrem anfällig für starke Reize. Das rächt sich
heutzutage in extremer Art und Weise durch die virtuelle Welt. Während man/frau sich ein
"global player" wähnt, ist er/sie Gefangene einer künstlich erzeugten
Bilderwelt. Diese ist außerdem nicht neutral. Sie wird von "genialen"
Manipulatoren so konstruiert, daß Du der keinem Widerstand begegnen kannst. Da diese
"Welt" für das Ego soviel "reizvoller" ist als das tägliche Leben,
wird sie bald zu einer Sucht. Eine die NAHTLOS anschließt an die inhärente Schwäche des
"normalen" Egos. Das heißt, das Ego aus sichselber heraus, hat keine Chance
seine Sucht zu überwinden. Abgesehen noch davon, daß nach kürzerer oder längerer Zeit
das Ego nur noch ausführt was ihm von Big Brother befohlen wird....eine
virtuell-süchtige Person hat alle Verbindung mit seinem ethischen Ich verloren. Ein Ich,
das die meisten sowieso nicht kennen. Ethik kann nur dann wiederhergestellt werden, wenn
es ein ethisches Bewußtsein gibt. Und das befindet sich jenseits des Egos. Ethik und
Spiritualität sind deswegen Kehrseiten derselben Medaille. Ich befürchte jedoch das
Schlimmste: daß Ethik ganz und gar verludert. Das Positive daran könnte sein, daß es
für jeden klar wird, daß nur noch Zuflucht in die Transzendenz die Welt retten kann.

Fritzlar
Wie setzt sich das Wahre Selbst
um in das tägliche Leben? Es sucht nach einem sinnvollen Kontext, um fruchtbar
zu sein. Das Vertikale verbindet sich also mit dem Horizontalen, es "inkarniert"
sich. Es wird wieder Teil des Ganzen, mit dem Geist im Großen Geist, mit dem Körper als
Teil der Erde und mit der "Seele" als Teil der Gemeinschaft. So wird mit dem
Neuen Himmel die Erde erneuert. Erst dann ist die Integration in die Ganzheit geglückt.
Erst dann können Deine innere Qualitäten sich in Deine Umgebung auswirken. Es entstehen
Verbundenheit, Freundschaft, gegenseitige Hilfe und Gemeinschaft. Umgekehrt findet Dein
Wahres Selbst hier sein irdisches Zuhause. Es ist ein Leben im Gleichgewicht, die
Bedingung für Toleranz, Versöhnung, Frieden, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Ich nenne
dies alles "Existentielles Bewußtsein". Es kommt überein mit unserer
abendländischen humanistischen Tradition. Auch die chinesische spricht mit den gleichen
Worten: der Mensch als Teil des "Himmels, der Erde und der Gemeinschaft". Es ist
zB die spirituelle Philosophie von Bali. Gewiss gibt es viele andere Kulturen, die genau
dasselbe würdigen. Denn das "Existentielle Bewußtsein" heißt nicht umsonst
so. Jeder, der nur ein Bißchen klares Einfühlungsvermögen hat, dem wird sofort
erkennen, daß es die Grundlage des Daseins ist. Zugleich müssen wir dann schmerzhaft
eingestehen, daß unser Leben sich weit von unseren Wurzeln entfernt hat. Derartig, daß
wir ganz und gar von der (dreifachen) Realität abgeschnitten sind. Wir haben uns an
unserer technologischen Umwelt angepasst, derartig, daß wir unsere existentiellen Wurzeln
"vergessen" haben. Ohne diesen können wir jedoch nicht leben. "Himmel,
Erde und die Gemeinschaft" sind die Bedingung für das menschliche Fortbestehen. Ohne
sie geht die Menschheit zugrunde.
Siehe auch mein Buch: "Verwurzelt in Himmel, Erden und der (neuen) Gemeinschaft"

Brandenburg ad Havel
Nun werden die meisten wohl nicht verkennen,
daß sie Teil der Erde und der Gemeinschaft sind. Nur "Himmel" könnte
Anlaß für Kontroversen geben. Deswegen soll "Himmel" so offen wie möglich
interpretiert werden. Religiöse Menschen werden dabei noch die wenigsten Schwierigkeiten
haben. Denn "Himmel" wird von den drei monotheistischen Religionen ähnlich
definiert. Buddhisten, Agnostiker und Atheisten können, auch weil sie gewohnt sind, die
Wirklichkeit nicht allzu dogmatisch aufzufassen, leicht Worte finden, die für sie
akzeptabel sind, wie "Kosmos", "Intelligenz", "Leere" oder
"Nichts". Es kann nicht genügend wiederholt werden: "Unser Geist ist Teil
des Himmels, einer kosmischen Intelligenz, unser Körper ist Teil der Erde, und unsere
Seele ist Teil der Gemeinschaft". Weil es unsere existentielle Lage ist, kann jeder
das akzeptieren. Die Basis für eine so herbeigesehnte gegenseitige Verständigung in der
pluralistischen Gesellschaft ist hiermit gelegt worden.

Freiburg iB
In dieser Tradition wird die
uralte Idee vom Mikrokosmos als eine Spiegelbild des Makrokosmos wieder
aufgegriffen. Der zentrale Punkt dabei ist: nur wenn unser Leben eine Reflektion des
Kosmos ist, wird die Menschheit eine Zukunft haben. Weshalb? Einfach dadurch, daß das
Leben sich in diesem Fall ständig in Resonanz mit den kosmischen Kräften befindet,
wodurch optimale Regeneration bzw Erneuerung garantiert ist, und zwar auf allen Ebenen:
spirituell, psychologisch, körperlich, kulturell, sozial, ökologisch. Es bricht mit 2000
Jahren Ignoranz, wobei die Kirche uns als "erlösungsbedürftige Sünder"
darstellte. Wir sind jedoch nicht mit der "Erbsünde" geboren worden, ganz im
Gegenteil. Im Sinne von Meister Eckhart - (der Erhabenste/Weiseste überhaupt und bis
heute von der Kirche verdammt) - ist unser Wesen göttlich. Das versteht man/frau, wenn
man/frau in die Augen eines Neugeborenen schaut. Diese SEHR unglücklichen Jahrhunderte
haben tiefe Spuren hinterlassen. Wie können Menschen, die sich zutiefst als
"sündhaft" erfahren, je Hoffnungsträger einer Neuen Welt sein? Es ist der
wichtigste Grund, uns wiederum unserer eigenen Tradition - der deutschen Geisteskultur
anzuschließen. Das ist die Kultur von Hildegard, den Brüdern und Schwestern des Freien
Geistes, Meister Eckhart, Paracelsus, Boehme, Müntzer, Schiller, Goethe und Klages,
selbstverständlich ergänzt von Modernen im selben Geiste. Tun wir das, so entsteht der
Weg aufwärts. Eine neue Religiosität des "Ewig-Weiblichen" als letzte Ursache,
wie es von Goethe erahnt worden ist (Faust II), die aus ständigem "Stirb (des Egos)
und Werde" (des Wahren Selbstes) besteht, während wir danach wiederum Teil des
Ganzen, von "Himmel, Erde und der (neuen) Gemeinschaft" werden, das ist das
immer wiederkehrende Urbild. Kosmisches und ökologisches Denken zeigen sich damit als
zwei Kehrseiten derselben Medaille. Ich nenne das die neue Kosmische Religion.
Die Weltanschauung für das 21e
Jahrhundert ist kosmisch. Es findet sein Credo in: "Wir sind alle Teil der
Gemeinschaft; die Gemeinschaft ist Teil der Erde; die Erde ist Teil des Universums; das
Universum ist Teil des Göttlichen; das Göttliche ist Teil der Kosmischen Mutter".
Es besagt nichts weniger als das alle Dimensionen des Daseins einander durchdringen. Die
Welt ist also sakral. Es bereitet dem Dualismus von Gott und die Welt als zwei getrennte
Bereichen ein Ende. Das hat verschiedene praktischen Konsequenzen. Die Sakralität ist
inklusive, es kann also nicht sein, daß Religion sich abseits von der Gesellschaft
abspielt. Nicht die Kirche ist der "Mystische Leib Gottes", sondern die ganze
Welt ist es. Auch wir Menschen sind Teil des Kosmos. Das wiederum heißt, daß wir -
genauso wie die Natur - dem Kosmischen Gesetz untergeordnet sind. Die praktische
Kosequenzen: eine ganz neue kulturelle Neu-Orientierung! Der Sinn des Lebens ist mit dem
Kosmos im Einklang zu sein. Es war das große Ideal des J.W.Goethe. Er war zutiefst
"Kosmo-Politisch", d.h. die Erde soll nach dem Vorbild des Kosmos gestaltet
werden. Um dies verwirklichen zu können, soll es so definiert werden, daß es im
täglichen Leben integriert werden kann. Das "Verwurzelt-sein in Himmel, Erden und
der (neuen) Gemeinschaft" druckt das sehr präzise aus. Die neue Ethik, die hieraus
entsteht, stellt nicht mehr den Menschen im Mittelpunkt, sondern die Ganzheit. Nur als
Teil des Ganzen verfügt der Mensch erst über sein volles Potential. Das Ego dagegen ist
bloß ein Schatten - Homunculus - davon. Übrigens: die Natur ist ein Subjekt mit
Grundrechten, statt ein Objekt das ausgebeutet werden kann*. Es ist nicht nur eine Frage
des Respektes für das Andere. Das Revolutionäre ist, daß wir Teil dieses Subjektes
sind. Es ist eine Sache des Einfügens**, so wie wir auch in unserer Familie oder
Gemeinschaft eingefügt sind. Wir sollten zu EINER großen (ökologisch-spirituellen)
Familie zusammenwachsen. Im Einklang-sein mit der (kosmischen) Religion, der Kultur, der
Gemeinschaft und der Natur ist das neue Kultur-Ideal. Die neuen ethisch-moralischen Werte
und Normen gehen daraus hervor.
*In Bolivien ist 2013 ein
Gesetz verabschiedet, das "Pachamama" - Mutter Erde - beschützt. Es ist die
neue Basis für Nachhaltigkeit. Wenn die Erde unser Körper ist; die Flüße unsere
Blutkreislauf, die Wälder unsere Lungen, der Himmel unser Geist......dann ist das eine
neue Grundlage für Umweltgesetzgebung.
**Siehe auch mein Buch
"Verwurzelt in Himmel und Erden" (Website).

Erfurt
Warum nicht in die Erneuerung der Kirchen
investieren? Nun, um es ganz klar zu sagen: die Kirchen verfallen nicht durch die
Attacken der bösen säkularisierten Welt. Ihren dramatischen Rückgang haben sie sich
selber zu verdanken. Es war die Kirche, die des Menschen Grundlage von "Himmel, Erden
und Gemeinschaft" zerstört hat, um sie durch die "Frohe Botschaft" zu
ersetzen, eine magische Erzählung statt die Lebenswirklichkeit der Menschen....Heutzutage
wird sie mit einem unlösbaren Gegensatz konfrontiert. Wie kann eine Institution, die so
viele Verbrechen begangen hat: Verfolgung und Ausrottung von Heiden, Frauen, Ketzern,
Mystikern, Gnostikern, Juden, Moslims, Einheimischen ("Primitiven"),
Philosophen, Atheisten, so überheblich sein, und Anspruch auf "Wahrheit" und
"Moralität" erheben? Sie weiß ja selber nicht, ob 1. Gott überhaupt existiert
2. beruft sie sich auf ein Buch das von Menschenhand geschrieben bzw manipuliert worden
ist 3. ein Prophet, wie andere Propheten auch, kann nie Gott sein 4. ihre
Macht basierend auf Angst, Sünde und Schuld....5. statt Ebenbild Jesu zu sein hat die
Kirche sich über allen Maßen bereichert 6. das Christentum, hat seine Macht mit
Gewalt (mit "Wort und Schwert") den Menschen auferzwungen, 7. die Evangelische
Kirche ist zum hohlen Wortritual verkümmert....Nein, so eine Institution ist wirklich
nicht "von außen" kaputtgemacht worden. Sie hat dagegen Schritt für Schritt
sich selber demontiert, wovon wir jetzt die letzte Phase erleben. So eine Institution kann
durchaus als Sekte weiterleben und sogar respektiert werden, was sie also umgekehrt nie
getan hat. Aber Träger einer neuen Geisteskultur, nein, das kann sie auf keinen Fall
werden...

Amelungsborn
Im Gegensatz zu den Religionen und ihren
Lehrmeinungen hat es jedoch Menschen und Strömungen gegeben, die sich bloß auf
die eigene Erfahrung stützten. Viele von ihnen sind von der eigenen Kirche verfolgt und
denunziert worden (u.a. Marguerite Porete, Meister Eckhart, Giordano Bruno, Spinoza). Die
Selbst- und Gotteserfahrungen waren fast alle kosmisch geprägt, deshalb kamen sie mit der
biblischen "Gott" in Konflikt. Heutzutage - wo die Macht der Kirche langsam
verschwindet - kommen sie wieder an die Oberfläche, sowohl als Personen, wie auch als
Organisation. Fairness gebietet uns, diese mutigen Vorläufer eines vom traditionellen
Gott befreiten, und zugleich Befürworter eines kosmischen Weltbildes im Nachhinein zu
würdigen. Ihre Erfahrungen dürfen, können und sollten zu allen Zeiten von der Praxis
geprüft werden können. In der letzten Zeit ist eine Annäherung zwischen der Physik, die
den Kosmos als Vakuum versteht, und der ältesten Tradition auf Erden, die eine Kosmische
Gebärmutter als Ursache des Alls annahm, entstanden. Wir (Grüne Männer und Weise
Frauen) sind selber ein (DAS) Beispiel dafür.....Was das Ego betrifft, ist es gut zu
realisieren, daß "Ethik" in unserer Kultur immer mit "unabhängigem",
"persönlichen" Handeln verbunden wird. Dabei wird nicht unterschieden WER oder
WAS da handelt. Man/frau nimmt einfach an, daß das übliche "Ich" die
"höhere" Instanz des Menschen sei. Wie ein Irrtum! Weil spirituelle Erfahrung
fehlt, ist die Polarität Ego-Wahres Selbst in den Kirchen ganz und gar unbekannt. In der
Praxis des Westens läuft das hinaus darauf, daß "Ethik" eine (sgn)
"Qualität" des Egos ist. Dies basiert sich auf Ignoranz, denn das Ego ist in
Wirklichkeit die Quelle des Übels. Ein "ethisches Ego" ist deswegen ein
innerer Widerspruch. Ethisches Handeln fängt jedoch dort an, wo das Ego überwunden ist.
Mehr präzise ausgedruckt: wo das Ego aufs neue Teil des Ganzen geworden ist. Ethisches
Handeln ist Handeln aus dem Ganzen - "Himmel, Erde und die (neue) Gemeinschaft"
- heraus.*
* Es ist zugleich DIE Dimension, wo das Gewissen
geboren wird.

Gelnhausen
4.
Die Kosmo-Politische
Weltordnung
Niemand wird wohl verkennen,
daß unsere Zivilisation dabei ist, zu verfallen. Das zeigt
sich, indem alle Werte verschwinden. Wir sind dadurch dem rauen Ökonomismus hoffnungslos
ausgesetzt. Und nur wenn wir den Sinn des Verfalls unserer Zeit verstehen, "werden
wir gerettet". Wenn alle "Werte" degenerieren, dann ist
die einzigmögliche intelligente Antwort zum Ursprung zurückzukehren, um dort erneuert zu
werden. Wir klammern uns also nicht an das Alte, sondern lassen es los.
Mehr noch: es kommt eine tiefe Reue über uns wegen unserer Habsucht. Schon lange wußten
wir, daß "mehr, mehr und mehr" nicht glücklich macht. Warum haben wir uns
selber so verrückt machen lassen? Wieviel Freude haben wir nicht verpaßt? Also kehren
wir um. Daß wir uns auf unser Leben besinnen: offen, ehrlich und mutig, darum geht es
heutzutage.
In der Tiefe unseres Wesens
begegnen wir der Leere. Das ist in unserer Kultur tabu, denn das
Nichts flößt uns Angst ein. Wir assoziieren es mit "nicht mehr da sein" oder
Tod. Deswegen ist diese unsere Angst existentiell, sie bestimmt zutiefst unser Denken,
Fühlen und Verhalten. Die Kirche hat es immer mit dem Teufel verbunden. Aus Angst vor dem
Nichts klammern wir uns fest an allem, was uns davon ablenken kann: Religion, Atheismus,
Politik, Vergnügen, Drogen, Geld, Macht und Sex. So wird unser gesellschaftliches System
von "der Flucht nach vorne" beherrscht: von der "Zukunft", der
"Hoffnung", vom "Fortschritt". Die Leere, so denkt man/frau, ist
"das Ende" von allem. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Denn sie ist, was
früher die "Kosmische Gebärmutter" genannt wurde, die Dimension, durch die wir
ständig erneuert und regeneriert werden. Das Alte, Kranke, Angehäufte stirbt ständig in
"Ihr", während das Neue, Heile und Schöne fortwährend aus "Ihr"
geboren werden. Auf der persönlichen Ebene nimmt sie ständig unsere Last und das Leiden
von uns. Wenn wir "Ihr" unser Ego "zurückgeben", wird unser Wahres
Selbst geboren, die innere Dimension, das, was wir wirklich sind. Manche
nennen es Bewußtheit, andere den göttlichen Funke (Meister Eckhart) in uns. Wie wir es
nennen ist nicht so wichtig, entscheidend ist, daß wir es SIND. Nur dann können
wir unsere Sucht am Haben von uns abschütteln. Statt ständiger Unruhe, Unzufriedenheit,
Klagen, Angst und Frust haben wir uns geöffnet für klare Einsicht, inneres
Gleichgewicht, Freude, Mitgefühl, innere Kraft und Schönheit. Wenn das unsere tägliche
Erfahrung wird, fallen unsere exzessiven Bedürfnisse weg. Wie schön ist es, wieder
wirklich Mensch zu sein! Es findet seinen Höhepunt in der Wiederentdeckung von
Grünen Männern und Weisen Frauen.

Osnabrück
Es gibt verschiedene
Gründe dafür, daß die "Zivilisation" auseinanderfällt. Drei nenne
ich hier. Erstens die weltweite Ego-Katastrophe. Eine Kultur, die auf Eigeninteressen,
Habsucht und Gewalt gegründet ist, hat keine Zukunft. Es zerbricht an den eigenen
Widersprüchen. Das könnte schon bald der Fall sein! Zweitens sind heutzutage die
Folgen auf dramatischer Art an die Oberfläche gekommen. Es sind die Weltprobleme. Es ist
unglaublich wie "in kürzerster Zeit" soviele Probleme auf uns zukommen. Jedes
könnte ganz alleine schon ein globales Disaster auslösen. Zusammen sind sie total
unkontrollierbar. Denn niemand kann vorhersagen wie Klimakrise, Militarismus und Krieg,
die Energiekrise, Übervölkerung, Epidemien, Migration, Hunger, Komputersucht,
Verschwinden der Biodiversität, Genmanipulation, Wassermangel, Verschmutzung der Ozeane,
die Zunahme von chronischen Krankheiten, Kollaps der elektronischen Kommunikation, der
hemmungslose Kapitalismus, Burn-Out, die Kluft zwischen arm und reich usw., usw.
ZUSAMMENKOMMEN. Eins steht fest: das Gesamtproblem ist mehr als die Summe seiner Teile....
Ich nenne es MESS, das "Multi-Etiological Sumtotal Syndrome". Es bedeutet daß
"auf einmal", wie aus dem Nichts, die Katastrophe einbrechen kann. Drittens ist
es die gleichschaltende Globalisation, getrieben von völlig unkontrollierbaren
"Finanzmärkten", die den ganzen Globus zerrütten. Der entscheidene Punkt ist,
daß die Art und Weise, wie die Menschheit sich heutzutage organisiert hat, die
schlechtest-denkbare Ausgangssituation ist für auch nur einen Beginn eines
Hoffnungsschimmers. Das Mega-System - Kapitalismus - hält sowohl den individuellen
Menschen als auch die Gesellschaft im eisernen Griff. Beispiel des Ersteren. Die Menschen
sind so überfordert, daß sie kaum noch Zeit "zum Atmen" haben, geschweige
denn, daß sie sich um "Weltprobleme" kümmern können. Zu gleicher Zeit sind
auch die Staaten machtlos um etwas an den "grenzübergreifenden" Probleme zu
tun. Die Lösung ist damit definiert. Die Basis soll mehr Macht bekommen
("Regionalisierung") und die Staaten sollen sich in ein überstaatliches Gebilde
auflösen.
Die Zukunft:
Eine Ehe zwischen Globalisation und Regionalisation
(Die Staaten sind dann zu Schatten geworden)
Findet dies heutzutage gerade nicht statt?
Ja, aber man/frau muß gut unterscheiden. Die Regionalisierung kommt von unten, also geht
vom Volk aus. Die Menschen fordern etwas sehr Wesentliches, nämlich, daß alles was sie
selber realisieren können, nicht von "oben" - ohne das sie dabei im geringsten
Einfluß ausüben können - "geregelt" wird. Es entspricht dem Prinzip der
Subsidiarität. Es führt zu Verbundenheit, Verantwortung, Partizipation und
Gerechtigheit und ist deswegen eine Kraft der Hoffnung. Bedingung ist, daß auch die
Wirtschaft sich neu organisiert. Es ist eine bittere Erfahrung, daß überall, wo der
Kapitalismus herrscht, gemeinsame Projekte scheitern. In der Dritten Welt ist die Lage
besonders heikel. Ölkonzerne, Monokulturen, Mütter- und Kinderarbeit und
Genlandwirtschaft zerstören ganze Provinzen: Natur und Mensch. Also soll mit der
sozial-politischen Reform auch eine "Wirtschaft des Genugs" (siehe Kapitel 5)
durchgeführt werden. Verschiedene regionalen Initiativen gehen schon in diese Richtung.
Dies ist die eine Seite. Bei den politischen Großkörpern geht es anders. Da schließen
sich zwar Staaten zusammen, jedoch mit der Absicht das Neo-Liberale System noch zu
verstärken. Es geht um mehr Wachstum. Dabei überführen sie der "Föderalen
Regierung" (USA, EU) tatsächlich Befugnisse, aber behalten aus nationalen Interessen
andere. Die Folge: ein gegenseitiges Wettbewerb zwischen den Staaten. Probleme werden
dagegen auf die zentralen Behörden abgeschoben. Zu gleicher Zeit behindern die Staaten
die EU (zB) daran die Befugnisse bzw Kontrollmechanismen zu bekommen, die für das Lösen
der überstaatlichen Probleme dringend vonnöten sind. So hat man/frau sich gegenseitig in
eine Sackgasse manövriert. Kernpunkt: die Staaten haben nicht die Kompetenz globale
Probleme zu lösen.
Während die Regionalisierung weiterhin
"spontan" um sich hergreift - denke an Katalonien, Vermont,
Kalifornien, Schottland, Flandern, Bayern, Nord-Italien - letztere dabei die Erfahrung
haben, daß sie dabei nur gewinnen - genau wie die existierenden kleinen Staaten in der
Welt - HongKong, Singapur, Taiwan, Luxemburg, die Niederlande, Slovenien - und die
Nationalstaaten also zunehmend von innen her ausgehohlt werden....müssen die Staaten die
Initiative ergreifen gemeinsam eine föderale weltumspannende Überstruktur zu kreieren,
worin sie sich darauf auflösen. Zugleich hat der Staat sichselber in Autonomen Regionen
aufgespalten, derartig, daß nur Gewinn daraus entsteht. zB hat ein Staat wie Frankreich
jetzt EINE Stimme im Europarat, wenn sie (nach L.Kohr) sich zB in neun Regionen
unterteilen würde, dann hat das französiche (spanische, italienische usw.) Kulturgebiet
auf einmal x-Mal soviel Repräsentanz.(Nicht daß sie sich dann aufs Neue in einen Staat
zusammenfügen sollten!). Außerdem: durch das Subsidiaritätsprinzip ist die Gesellschaft
"bottom-up" gegliedert. Es heißt, daß jedes Echelon - Individuum, Familie,
Straße, Viertel, Kommunen, Städte, Kreise und Länder alles tut, Probleme, die sie
selber lösen können, zu bewältigen. Das befreit die Föderale Weltregierung von
unnötiger Last, derartig, daß sie sich ganz den globalen Problemen widmen kann. So, das
hört sich gut an. Mit kräftig verwurzelten Regionen einerseits und eine Weltregierung
anderseits ist einer Weltordung zustandegekommen, die alle Bedingungen inne hat, die
Probleme zu meistern. In der Praxis ist es aber so, daß ein "politisches"
Programm" selten eine Umkehr in Gang setzen kann. Ins Besondere heutzutage, wo das
Ego die ganze Welt beherrscht. Wie mehrfach erörtert worden ist, ist die Menschheit von
einer kollektiven Ego-Sucht heimgesucht. Neben der äußerlichen Transformation ist eine
innerliche dringend angebracht. Wenn es nicht von Menschen getragen wird, dann ist alle
Anstrengung umsonst.
Immer, wenn ein Bündnis oder Bund auf Staaten
beruht, ist ihre Zeitspanne begrenst. Logisch eigentlich, denn Staaten sind
"künstliche" Gebilde, die auf Macht und Eigeninteressen gebaut sind. Der Staat
ist die Projektion des Egos. Dagegen sind die Menschen selber verwurzelt in ihrer eigenen
Wohnumgebung. Mit der Region fühlen sie sich kulturell, sozial und ökologisch
verbunden*. Eine Person aus der Bretagne (zB) ist an erster Stelle ein Bretone, in zweiter
Stelle erst Franzose. Weil Staaten im Prinzip "nur" ihre Ego-Interessen
verteidigen, macht sie ungeeignet für eine nachhaltige Zukunft. Die Schwäche der UN
(Vereinigten Nationen) und die fortwährenden Schwierigkeiten bei der Formierung einer
föderalistischen EU sind daran zuzuschreiben. Was heißt, daß auch die zukünftige
Weltregierung sich NICHT auf Staaten beruhen sollte. Die Basis soll dagegen bei den
Regionen liegen (die man/frau durchaus Regionale oder FreiStaaten statt Nationalstaaten
nennen könnte). Je tiefer die Wurzeln, desto höher kann der Baum zum Himmel reichen.
Überstaatliche Organisation und Basis gehören zusammen! Die Ausgangspunkte für eine
zukünftige Weltordnung sind deswegen Regionalisierung, Föderation und Subsidiarität.
Wenn wir uns für diese Prinzipien einsetzen, landen wir garantiert am richtigen Ort.
Selbst-Souveränität heißt auch: alle Einmischung von außen (Cyberspionage) soll
aufhören, bzw. unmöglich gemacht werden. Übrigens, der geopolitische
"Überbau" ist flexibel. Da dieser Prozess immer bei uns "zu Hause"
anfängt, wirken die verschiedenen Gruppen, letztlich Kontinente, einander entgegen. Die
Weltregierung geht deswegen hervor aus bereits gebildeten "Konglomerate". Für
Europäer ist dies die (neue!) EU, wenn die föderale Basisbedingungen (sieh oben)
erfüllt werden, könnte das Territorium auch "Eurasien" umfassen (ohne neue
Hegemonialmächte! die den Dienst ausmachen wollen); für die Amerikaner ein
föderalistisches Nord- und Südamerika. Für die Asiaten und Ozeanien (inkl. Australien
und NeuSeeland) könnte Asean das Sprungbrett werden und für die Afrikaner die
Organisation Afrikanischer Staaten. Die Spitzen dieser Größorganisationen (alle föderal
strukturiert!) bilden letztlich die Weltregierung. Mein Vorschlag: Kontakt und Austausch
zwischen alle beteiligten Gruppen aller Kontinente, gemeinsam arbeitend für das gleiche
Ziel - die Kosmo-Politische Weltordnung - dabei den gleichen Weg gehend - regional,
föderalistisch und subsidiär.
* Auch Mega-Städte befinden sich in einer
Region.

Trier
"KoKoKo"
Die "Trinität" von Kosmischer Religion, Kosmologie &
Kosmo-Politischer Weltordnung
Damit wird die Neue Weltordnung statt
"nur" sozio-politisch zu sein "Kosmo-Politisch". Die Politik
hat in Sache Einheit "nur" ein zukünftiges Modell (zB eine föderale EU) zu
bieten. Das zu realisieren wäre schon etwas Phänomenales, reicht aber nicht um eine
dauerhaftes, nachhaltiges Zusammenleben zu garantieren. Manche reden von
"intelligentem Regieren". Was sie dabei "vergessen" ist, daß in den
vergangenen Jahrhunderten Ego und Intelligenz derartig auseinader klafften, daß wir jetzt
direkt vor dem Abgrund stehen. Man/frau versteht nicht, daß "intelligent
governance" nur möglich ist, wenn Anschluß an die Kosmische Intelligenz gefunden
wird. Kosmische Intelligenz entsteht, wenn man/frau Kontakt mit seinem tiefsten Wesen
hat. Dieses Wesen ist von Ewigkeit da, jedoch "lebt im Verborgenen". Ursache:
wir haben uns mit Objekten - innerrlich und äußerlioch - identifiziert. Wenn das
Bewußtsein von einem Objekt - Gedanke, Emotion, Verlangen - "besetzt ist" -
dann ist es abgeblockt, derartig, daß keine Öffnung zum Kosmischen Bewußtsein möglich
ist*. Identifikation mit einem Objekt schließt alles Andere aus. Objektbewußtsein ist
sehr nützlich um in der Außenwelt handeln zu können. Unsere Moderne hat mit Hilfe
dieser Funktion Unglaubliches geleistet. Was nützlich ist "um eine Brücke zu
bauen" versagt jedoch grandios, wenn es um das Heilen des Planeten geht.
"Prominente Denker" alten Stils können uns also nicht weiterhelfen. Statt des
Prunkens mit Ideen, Begriffen, Hypothesen, Schlußfolgerungen, genauso mit Plänen,
Projekten, Programmen, Erklärungen und Konferenzen, wird erstmal persönliche
Transformation bzw ein Kosmisches Bewußtsein gefragt, zusammen mit dem inklusiven Denken
und Handeln, das daraus hervorkommt. Nur Neue Menschen können eine Neue Welt kreieren!
Alle Formen sind Inhalt des Kosmischen Raumes. Oder anders gesagt: um die Komplexität der
modernen Welt zu erfassen, braucht man/frau einen leeren Geist. Ohne die
"Unterstützung" der Transzendenz wird es also nicht gehen.
"Kosmo-Politisch" heißt, daß Handeln direkt aus der Quelle fließt. Denn das
ist der Bereich, wovon die notwendigen "übermenschlichen" Qualitäten
entspringen: Tiefeneinsicht, Übersicht, Zielbewußtsein, Mut, Leadership,
Selbstlosigkeit, Ausdauer, BeGEISTerung usw., usw. Diese Quelle ist von
Ewigkeit allgegenwärtig. Neu-Orientierung ist dringend erforderlich!
* Es hat angefangen als die Kirche unseren
inhärenten göttlichen Funke unterdrückte. Gottmenschen ("Ketzer") landeten en
masse auf den Scheiterhaufen. Dann gab es die Trennung von Kirche und Staat, wodurch die
Sakralität der Welt in den Materialismus unterging. Die Moderne unterdrückt es in seiner
Art: Spiritualität als etwas Rückständiges, alles "nicht wissenschaftlich",
Humbug also.....Die menschliche Evolution hat seinen kostbarsten Schatz - seine inhärente
Kosmische Intelligenz - konsequent unterdrückt. Jetzt wo das Überleben auf dem Spiel
steht, soll es unsere "wesenlose" Gesellschaft retten. PS. Klar zu unterscheiden
vom "intelligent design" der "christlich- Fundamentalisten. Dort ist es
doch wieder der christliche Gott, der sich ein "intelligentes Universum"
schöpft. Die Wirklichkeit ist jedoch, daß der Kosmos selber intelligent ist. Absolute
Leere, das Ewige Licht und das Universum sind ein unteilbares Ganze. Kein
"Gott", der getrennt von diesem Ganzen existiert.
Denn eben, wo das Wesen fehlt,
da stellt zur rechten Zeit
ein Begriff sich ein
(Nach J.W.Goethe, Faust I)
Wie gesagt, ist das Kernproblem Europas und der
Welt die Einheit (in der Vielfalt). Integration also. Dabei sollte es
einleuchtend sein, daß nichts sichselber auf dem selben Niveau integrieren kann (schon
kann es sichselber managen bis zu einer bestimmten Ebene: das Prinzip der Subsidiarität
ist darauf gebaut). Eine Körperzelle integriert seine Zellpartikel, während sie selber
integriert wird in ein Organ. Ihrerseits werden die Organe integriert von Regelsystemen,
wie die Blutzirkulation, hormonellen und nervösen Funktionen. Letztlich ist es das
Gehirn, das alles zusammenbringt. Das Gehirn wird jedoch übergeordnet von der Psyche. Ins
Besondere die Reflexion hat eine klare koordinierende Aufgabe. Auch das
Vorstellungsvermögen spielt eine wichtige Rolle. Das innere Bild ist eine Gestalt, das
ungekoordinierte Gedankenvorgänge ordnet. So werden Gedanken auf ein "höheres
Niveau" in die Psyche integriert. Aber auch die Psyche ist nicht das Omega. Alle
psychischen Funktionen spielen sich ab in einem Raum, im Bewußtseinsraum. Die Psyche -
alle Vorstellungen, Gedanken, Phantasien, Emotionen, Verlangen, Sinneswahrnehmungen,
Träume, Abstraktionen, Meinungen, Begriffe und Ideen zusammen - ist der Inhalt der
Bewußtseinsleere. Die integrierende Instanz ist die Achtsamkeit, die bewußte Wahrnemung.
Sie ist am Anfang (der Übung) noch sehr umgrenzt, mündet letztendlich jedoch aus in das
(Große) Bewußtsein bzw die Kosmische Intelligenz. Durch die Offenbarung der Kosmischen
Mutter (1977) wissen wir, daß das Große Bewußtsein sich in das Absolute Nichts
auflöst, um im selben Ewigen Moment, ständig wiedergeboren zu werden.
Warum diese Erörterung? Weil es uns
hilft soziale Integratioinsprozesse besser zu verstehen. Denn es leuchtet genauso ein,
daß zB. die Straße sichselber nicht integrieren kann. Integration findet statt auf dem
Niveau des Viertels. Das Viertel seinerseits wird in die Kommune integriert. So folgen
Stadt, Kreis, Land, Staat und EU dieselbe Regel. Die Kernfrage: wer oder was soll denn die
EU integrieren? Die niedrigen Niveaus haben alle ihre übergeordnete Struktur. Wenn die EU
also sichselber auf seiner eigenen Ebene nicht integrieren kann, betreten wir
zwangsläufig die Dimension des Metaphysischen. Und so ist es auch. Ich nenne das
METAsynthese. Alle Großreiche hatten eine Verankerung in die Transzendenz. Das ist keine
Rückwertsbewegung oder gar Stupidität. Im Gegenteil: es ist Einsicht in bzw. die
Konsequenz des Integrationsgesetzes. Man/frau könnte es auch einfach so sagen. "Die
Politik spaltet, während der Kosmos vereint". Spaltung ist inhärent an Politik,
denn es beruht auf Macht. Die Schlußfolgerung ist dramatisch: die politische Einheit
Europas (und der Welt), kan nicht von der Politik herbeigebracht werden. Ist die Einheit
einmal gefunden, dann kann sie selbstverständlich von politischen Prozessen aufgegriffen
werden. Sie werden dann entsprechend ausgerichtet sein. Wie das im Kapitel über die
"GemeinschafsDemokratie" ausführlich dargestellt worden ist. Die Einheit selber
kommt von einer übergeordneten Dimension. Eine die auch über den Religionen steht!!! Der
Begriff "Kosmo-Politisch" drückt genau das aus.
Es ist übrigens das tragende Prinzip der
traditionellen chinesischen (politischen) Philosophie. Das Problem ist nicht das
Übernatürliche selber. Jeder Mensch hat eine Beziehung zu ihm. Gläubigen nennen es
"Gott", Agnostiker das "Unkennbare", andere wiederum "die
geistige Natur" oder "Intelligenz", die neuen Unkirchlichen sagen
"Etwas", sogar Atheisten können sich damit abfinden, denn das Letztendliche ist
ja das Nichts! Ich bevorzuge den Begriff "Kosmos". Es benachdruckt das Dasein
als eine integrierte Ganzheit, vom "allerhöchsten" bis dem
"allerniedrigsten". Es drückt die Verbundenheid mit dem Leben aus. Um es
deutlicher zu definieren, ist "Kosmos" wiederum in "Himmel, Erden und die
Gemeinschaft" untergliedert. Als "Existentielles Bewußtsein" verkörpert
es die Einheit in der Vielfalt. Jeder ist Teil von "Himmel, Erden und der (neuen)
Gemeinschaft". Auch Felsen, Flüße, Wolken, Pflanzen und Tiere fallen darunter.
Obwohl dies die existentielle Situation aller ist, bedeutet das noch nicht, daß es für
jeden auch Wirklichkeit ist. Denn das Ego befindet sich noch dazwischen......Das Leiden an
seiner unechten Identität bzw das Verlangen nach der inneren Wirklichkeit, könnte
dagegen eine weltweite Revolution auslösen! Gerade auch Personen in Spitzen-Positionen
haben sich in dieser Hinsicht geäußert. (zB. A. Einstein, M. Heidegger, Dag
Hammarskjöld, U Thant, J.Delors). Die Bedingung ist, daß "Kosmo-Politisch"
gehandelt wird, daß der Kosmos sich in die Welt auch tatsächlich "inkarniert".
Das wiederum setzt einen "inneren" Weg voraus. Das außerordentlich
Überraschende ist, daß dieser Weg universell ist, d.h. überkonfessionell, derartig,
daß der persönliche Glauben unangetastet bleibt. Wenn die Menschheit sich zu
"Himmel, Erden und der (neuen) Gemeinschaft" bekennen würde, dann ist im
Prinzip die Öffnung zu einer Neuen Zeit geschafft. Was wir jetzt brauchen, sind
Hoffnungsträger(innen). DU?!
KERN DER ERNEUERUNG
Zurück zum Ursprung
Um dort Dein Ego aufzugeben
Geburt unserer inhärenten Intelligenz
Wiederum
Teil des Ganzen werden:
„Himmel, Erde und die (neue) Gemeinschaft“
Sich Kosmo-Politisch engagieren
Die Zeichen für
eine große Wende sind überwältigend. Eine hoch "explosive" Mischung
wird gebraut. Es
ist die Universelle
Mutter - die
Ultimative Realität - die
selbst die
Transformation, die die
Welt so dringend braucht,
in Gang gebracht hat.
Das
wichtigste Ereignis ist, daß zum ersten Mal in der Geschichte eine echte Lösung
für das Ego-Problem gefunden ist. Zu gleicher Zeit hat sie uns unsere inhärente
Intelligenz - individuell
und kollektiv - Bewußtsein, Weisheit, Mitgefühl und
Empowerment - "zurückgegeben". Inhärente Intelligenz bedeutet, daß der
"Kosmische Geist" vollständig in uns durchklingen kann. Dies wird von
hochintelligenten Menschen wie A.Einstein bestätigt. Weil wir mit dem Rücken zur Wand
stehen, nimmt diese Bewußtwerdung "logarithmisch" zu. Erleben
wir nicht den raschen Zerfall
der Gesellschaft, eine
Beschleunigung von Events in
einem unglaublichen Tempo, die globale Bedrohung durch den Klimawandel zB, eine
Katastrophe, der das Ego machtlos gegenübersteht? (ja, sogar von ihm verursacht wird!).
Wenn das "normale "Ich" machtlos zugucken muß, müssen andere - Hoffnungsträger -
über sichselber hinaussteigen, in dem sie "den Kosmos in sichselber" finden und
so die Erneuerung von Mensch und Gesellschaft in Gang setzen. Es ist nichts weniger als die
Wiedergeburt der Welt. Eine
Weltwirtschaftskrise erfordert bzw impliziert einen "Weltlehrer", jemand, dem
eine Neue und Unübertroffene Kosmische
Einsicht beschert bekommen hat. Ich weiß, der Neue Lehrer verbrachte
mehr als 30 Jahre um sich für diese Aufgabe vorzubereiten. Jetzt steht er auf dem
Punkt, sich der Welt bekanntzugeben.Wir
stimmen zu, weil wir die
Transformation beschleunigen wollen,
die die Welt so dringend
benötigt. Es
kreiert eine
unwiderstehliche Welle der Erwartung, der Hoffnung und der Empowerment rundum
den ganzen Globus.
In
der Tat, ein neuer
großer
Zyklus der Erneuerung, in dem die
Menschheit wiederum
Teil des Ganzen -
Himmel, Erde und die (neue) Gemeinschaft - wird.
HEALING the PLANET
Eine Neue Welt Religion
Eine Neue Welt Gemeinschaft
Eine Neue Welt Regierung
Ein(e) Neue(r) Welt Lehrer(in)
5.
Eine Wirtschaft des Genugs
Grundsicherung/Gleichgewicht
Die heutige Krise kam wirklich nicht
unerwartet. Sie wurde schon vor 150 Jahren prophezeiht. Obwohl ich kein Marxist
bin, bin ich beeindruckt von der Genialität des Urhebers. Die Endphase des Kapitalismus
unterscheidet sich durch verschiedene Symptome. Das erste sind die immer schneller auf
einander folgenden Krisen, die auch immer gravierender werden. Zweites, die (riesige)
Profite verschwinden alle in die Taschen der Banker und business Eliten, während die
Verluste von den Steuerzahlern begleicht werden müssen. Drittens häuft sich Kapital an
in den Händen von Wenigen, die immer reicher werden, die "Massen" dagegen
werden immer ärmer. Heutzutage hat sich dieses Krankheitsbild voll entwickelt. Die
Mehrheit der Menschen in Europa, einschließlich Deutschland weiß: "SO KANN ES NICHT
WEITERGEHEN". Es wird immer klarer, daß es ein Unterschied gibt zwischen Freiheit im
kulturellen Bereich und Freiheit in der Wirtschaft. Individuelle Freiheit zu sagen,
schreiben, kreieren usw ist nicht dasselbe wie "freie" Marktwirtschaft. Der
Neo-liberalismus, unterstützt von der parlamentarischen Demokratie, fördert nicht,
sondern vernichtet die freiheitliche Lebensgrundlage. Selbst-bereicherung von Wenigen hat
sogar das Bankrott von ganzen Ländern zufolge, mit schwerwiegenden Konsequenzen für
Millionen. Zu gleicher Zeit besteht in Deutschland ein Tabu auf der Systemfrage. Das ist
lächerlich, denn das System hat sich selber in Frage gestellt! Die Parlementarier wollen
dagegen verhindern, daß das Volk selbst die Initiative ergreift, und gaukelt dem ständig
Illusionen vor. Die Deutschen haben sich jedoch schon all zu oft verführen lassen. In
dieser Zeit, wo es wirklich drauf ankommt, sollen sie Rückgrat zeigen und tun was getan
werden muß.
Unsere Grundbedürfnisse:
Gesundheit, Sicherheit, Basiseinkommen, Respekt, Entfaltung der Persönlichkeit, Harmonie
mit der Natur, Freundschaft und Muße
Daß dieses reiche Land seinen Bewohnern nicht
einmal eine ordentliche Grundsicherung gewähren kann, ist einfach nicht zu
fassen. Kinderarmut, Jugendliche ohne Arbeit, Mittelständler, die ihre Betriebe
schließen müssen, Senioren, die ihre Grundbedürfnisse nicht mehr bezahlen können....
unser Land derartig dem Raubtier- Kapitalismus preisgeben, das können nur
verantwortungslose Zyniker machen. In ihren Händen fühlen wir uns größter
Verunsicherung ausgeliefert. Das können und wollen wir nicht mehr aushalten.

Worms
Deswegen haben wir uns entschlossen zu einer
radikalen Reform. Der erste Schritt ist eine Initiative für eine andere
Wirtschaft. Sowieso kann die Erde das grenzenlose Wachstum nicht mehr ertragen. Sie geht
kaputt, wenn wir das Ruder nicht um 180 Grad herumwerfen. Unsere Initiative besteht darin,
daß wir eine halbe Woche als Freiwillige arbeiten für die Gemeinschaft. Alles, was nicht
kommerziell ist und der Gemeinschaft direkt zugute kommt, fällt darunter. Für diesen
Einsatz empfängt jeder Bürger ein Basiseinkommen, mit dem die Basiskosten - Haus,
Energie, Gesundheit, Bildung, Transport - bezahlt werden können. Kranke, Alte und
Behinderte bekommen das Basiseinkommen ohne Gegenleistung. Die andere Hälfte der Woche
kann jeder machen, was er/sie will*, inklusive Geld verdienen. Das heißt, daß man/frau
einerseits die ungeheuren Vorteile der Grundsicherung hat, während man/frau andererseits
ein gewisses Maß an Luxus nicht aufzugeben braucht. Diejenigen, die nicht mitmachen
wollen - alles beruht ja auf Freiwilligkeit - bezahlen der Gemeinschaft monatlich das
Basiseinkommen. Die Absicht: statt
"Wachstum" - unbegrenzte Produktion - soll die Wirtschaft nachhaltig sein.
Imput, Verbrauch und Output sollen ein dynamisches Gleichgewicht formen. Beim Imput ist es
die ungebremmste Ausbeutung der Ressourcen der Erde, die gestoppt werden muß. Beim
Verbrauch kann "Wachstum" Platz finden durch Recycling, und beim Output soll
Ausstoß von Schadstoffen so begrenzt werden, daß die Natur es verkraften kann**.
* Es gibt sowieso nicht genügend Jobs für
jedermann (und die werden auch nicht mehr kommen...)
** Nicht zufällig ist es auch die Basis der
(außergewöhnlich erfolgreichen!) Integral/Evolutionären/Ökologischen Medizin bzw
Fließsystemtherapie, wie sie von mir entwickelt worden ist. Siehe: www.vitalworld.org

Gernrode
Nun beschäftigen sich auch andere mit diesem
Thema. Und das ist gut so. So hat sich zB Richard Sennett, ein Arbeitssoziologe,
in Die Zeit (3/7/2014) so geäußert. Er bewegt sich auf derselben Welle wie wir. Seine
Position ist folgende. Es gibt strukturell zuwenig Arbeit, d.h. jetzt, aber auch in der
Zukunft. Die Politik suggeriert das Gegenteil. Immer wieder wird versprochen, es werde
eine Vollbeschäftigung geben. Das ist eine Lüge. Zu gleicher Zeit wird die Arbeit
bewußt "flexibel" organisiert. Es bedeutet eine künstliche Verunsicherung,
dies um die Menschen zu disziplinieren....Wenn Menschen ständig hin und hergeschoben
werden, bekommen sie nie Genugtuung in der Arbeit. Und nicht genügend Geld. Alles muß
also umverteilt werden: Arbeit, Zeit, Einkommen. Wenn alle Arbeit haben wollen, dann geht
das nicht anderes, denn durch Teilarbeit. Um Einkommen zu haben muß der Staat dazu ein
Grundeinkommen garantieren. Um Befriedigung an der Arbeit haben zu können, muß die Zeit
anders eingeteilt werden. Arbeit soll nachhaltiger sein bzw. für Jahre an einem
bestimmten Ort gebunden sein. Diese Faktoren findest Du auch in meinem Vorschlag. Ich gehe
jedoch noch einen Schritt weiter: die Basiseinrichtungen aus der Privatsphäre, das
Grundeinkommen um die Basiskosten bezahlen zu können, eine halbe Woche als Freiwilliger
arbeiten für die Gemeinschaft, sich einsetzen für die Umwelt. Ich bin (sehr) froh, daß
es jetzt mehr und mehr Gutachter gibt, die sich in dieselbe Richtung bewegen. Denn nur
gemeinsam kommen wir ans Ziel.
Nur muß man/frau sich im klaren sein, daß
nicht jeder das Gleiche vertritt. So gibt es Personen, die grenzenlosen Konsum
als Bedingung für die Finanzierung des "Grundeinkommens" sehen (....)*.
Denjenigen, der diese Auffassung schwer verkraften kann, wird geraten das für sich - als
"persönliches" ethisches Problem - zu lösen (....). Daß wir genug vom
"mehr, mehr und mehr" haben und uns sehnen nach einer seinsorientierten
Gesellschaft, das kommt nicht auf den Tisch. Auch nicht, daß "Konsum ohne
Grenzen" die Natur weiterhin zerstört. Werte, die nicht mit "Wachstum" und
"Profitmaximierung" übereinstimmen, werden da einfach ignoriert. Wie üblich
bleibt die Ökonomie die Werte bestimmen und nicht umgekehrt! Es ist ein Beispiel für das
was immer wieder passiert. Ein Teilproblem wird hervorgehoben, ohne daß man/frau die
Konsequenz für das Ganze zu Ende denkt. Das führt zu allerhand Annahmen, die sehr
fragwürdig sind. zB zu der Annahme, "das Grundeinkommen führe zu mehr Konsum"
oder "alle Steuern werden letztendlich zu Einkommen". ...... Die Wirklichkeit
aber ist: Wenn ich 1000 Euro Grundeinkommen bekomme, muß ich davon (in meinem Fall)
900 Euro Miete abgeben. Übrig bleiben 100 Euro für alle anderen Kosten. Um die bezahlen
zu können, muß ich einen Job haben. Ich nehme mal an für 1800 Euro netto. Der
Arbeitgeber zieht mir, (wegen des Grundeinkommens), jedoch 1000 Euro ab, wodurch ich
gezwungen werde, weitere Jobs anzunehmen. Diese Jobs gibt es aber nicht. Wer hat
letztendlich profitiert? Genau, diejenigen die schon viel Geld haben. Deswegen klappt es
mit dem Grundeinkommen nur, wenn die Gesellschaft grundlegend verändert wird.
* Prof.Dr. Götz Werner in einem Vortrag in
Freiburg.

Ansbach
Dieses Modell ist nur möglich, wenn die
Basiskosten mit dem Basiseinkommen zusammen passen. Das heißt, daß Wohnen,
Energie, Essen, Gesundheit, Bildung und Transport aus der Privatisierung herausgenommen
werden. Jeder soll Eigentümer werden können, und das für einen sehr bezahlbaren Preis.
Die Preise für Häuser sollen also drastisch gesenkt werden. Auch die Mieten sollen sich
um das Minimumniveau bewegen*, damit die Bürger und Bürgerinnen sie bezahlen können.
Basiseinrichtungen des Sozialwesens dürfen niemals mehr Objekte von Geldmacherei und
Spekulation sein. Es ist doch ethisch nicht zu verantworten, Menschen ein Leben lang in
einer künstlichen Verunsicherung zu lassen, ohne daß dazu wirklich Notwendigkeit
besteht.. Oder daß junge Menschen sich für Basisbedürfnisse ein Leben lang verschulden
müßen** und dadurch gezwungen sind Geldverdienen an die erste Stelle zu setzen. Wir
wollen dagegen aus dem Teufelskreis des "Habens", der inzwischen eine Kollektive
Sucht geworden ist, heraus heraus, um uns anderen wichtigeren Ziele widmen zu können. In
einem Land, das so reich ist, hat jeder ein Recht, unbekümmert um seine Existenz zu
leben, besonders auch die Armen.
* Zu denken wäre an Wohnbesitz durch Vermieter,
wobei die Mieten gesetzlich gebunden sind bzw nicht über einem Maximum heraussteigen
dürfen.
** Und weshalb können auch die Staaten - alle -
sich nicht gegenseitig ihre Schulden erlassen, damit die ganze globale Gemeinschaft aufs
Neue anfangen kann? Selbstverständlich alles auf einer neuen gegenseitigen Basis.....

Soest
Es ist ein Modell, das Sein über Haben stellt.
Wir brauchen nur unsere Sucht nach mehr und mehr..., wovon längst feststeht, daß uns das
nicht glücklicher macht, aufzugeben, ....und wir bekommen dafür die Einsicht zurück,
daß alles, was aus dem Haben hervorkommt, oberflächlich, vorübergehend und letztlich
illusionär ist. Auf dem Hintergrund der rasch zunehmenden Komplexität, droht die totale
Erschöpfung. Deswegen suchen immer mehr Menschen ein einfaches Leben. Innerlich kann nur
die Leere die Komplexität auffangen. Das Glück ist sowieso nicht abhängig vom
"mehr", im Gegenteil, mehr Besitz bringt mehr Sorgen. Außerdem entdecken
Menschen so das "Wahre Glück", die innere Freiheit, die Unbekümmertheit, Zeit
haben, um das Leben wirklich zu genießen. Im Kern ist es das Ego, das uns Probleme
verschafft. Das Glück der Liebe zB besteht darin, daß man/frau Teilnimmt an etwas
Größerem, wodurch man/frau "sich selber vergißt". Das soll man/frau dann
wiederum nicht besitzen wollen.... In der Liebe hat das Sein das Haben ersetzt.
("Liebende leben vom Winde"). Das läßt sich auch üben mittels eines
spirituellen Übungswegs. Kern ist zutiefst "sichSelber sein" und zwar in
Verbundenheit mit der Welt. Es führt letztendlich zu Wahrem Glück als Dauerzustand. Die
positiven "Nebenwirkungen" sind: wir haben keine Sorgen um unsere Existenz mehr,
um die Sicherheit, den Weg aus diesem mörderischen Stress, sondern stattdessen ein Leben,
wo alles miteinander in Gleichgewicht ist.....Endlich stehen die Werte wieder im
Mittelpunkt, die einem wirklich glücklich machen bzw. Lebensfreude bescheren:
persönliche Ganzwerdung, ein harmonisches Familienleben, die Erziehung der Kinder,
Entfaltung von Talenten, Kreativität, das Pflegen von Freundschaft und Gemeinschaft,
Gerechtigkeit, Sorge für die Verwundbaren in der Gesellschaft, Beteiligung an
gesellschaftlichen Ereignissen und Prozessen und Einsatz für die Rehabilitation der
Natur.

Goslar
Es hört sich vielleicht etwas naiv an (ist es
aber nicht), aber wofür arbeiten wir eigentlich? Mit einem Bißchen
Übertreibung könnte man sagen: für die Freizeit, für den Ferien. Man/frau hält
ständig sehnsüchtig Ausschau nach den neuen Ferien. Viele Deutsche geniessen sie mehrere
Male pro Jahr. Das Erstaunliche: man geniesst das einfache Leben. Es ist der Beweis
dafür, daß wenn man/frau glücklich ist, man/frau nicht mehr soviel braucht. Es ist
dagegen "ganz toll" mit dem Wohnwagen auf irgendeinem Camping zu verbringen.
Man/frau hat sich dort für einige Zeit von einer Last befreit. Zu gleicher Zeit
verwandelt sich das Benehmen. So, auf einmal, hilft man/frau sich gegenseitig, auch das
macht Spass. Kurzum, in den Ferien kommen wir zu uns selber, geniessen wir ein Leben wie
wir es immer hätten führen wollen, wir geniessen die einfachen Dinge und sind DESWEGEN
glücklich. Meine Schlußfolgerung: wir sollten immer Ferien haben! Ferien als der
Grundlage des Lebens, während wir zwischendurch arbeiten. Wenn wir ehrlich sind, wollen
(fast) alle so leben. Und machen uns vor, daß das "natürlich" nur ein Traum
ist. Wieso machen wir uns das sofort vor? Sind wir dermaßen an dem Sklavenleben gewöhnt,
daß wir uns nichts anderes mehr vorstellen können? Durch eigene Ferienerfahrung
gestärkt wissen wir um die Grundbedingung: ein einfaches Leben ist der Schlüßel zu
einem glücklichen Dasein. Steige also ein in das Hier und Jetzt.

Buxtehude
Ein solches Modell hat seine Konsequenzen für
den Rest der Wirtschaft. Wenn wir nur noch eine halbe Woche produktiv arbeiten,
wird Wachstum Schritt für Schritt zu dynamischem Gleichgewicht umgesteuert. Und das ist
genau, was die Erde heutzutage braucht. Wie ein junger Musiker, der beim Stuttgart 21
demonstriert hat, treffend sagte: "Der Zeitgeist hat sich
gedreht. Früher haben sie uns erzählt, Fortschritt wäre, wenn es immer höher,
schneller und weiter geht. Aber warum? Wir haben doch alles". In der Praxis muß man
jedoch zu den Wurzeln gehen, denn das Leben hat uns gelehrt, daß Eigennutz sich immer
wieder bemerkbar macht. Dazu muß man/frau Kritik am "Wachstum" nicht auf die
individuellen Auswüchse beschränken, sondern es sehen, wie es ist: eine Jahrhunderte
lange strukturelle Konditionierung der ganzen Gesellschaft. Kern ist der sogenannte
Wissenschaft- Technologie-Kapitalismus Komplex (WTK, Prof.Dr. E.Vermeersch). Es bedeutet,
daß dieser Komplex sich total autonom - wie ein Krebsgeschwür - verhält, derartig,
daß er die ganze Gesellschaft dominiert. "Die Wissenschaft erfindet, die Technologie
macht es anwendbar, und der Kapitalismus macht Gewinne daraus". Kein Staat oder
Gesetz greift hier grundsätzlich ein. Ständig steht die Menschheit vor vollendeten
Tatsachen, von einem neuen Fernseher bis zu einem neuen Müßli, von einem neuen
Medikament bis zu einem neuen Auto, von einem neuen finanziellen "Produkt" bis
zu neuen Fernreisen, von Kraftwerken......wodurch wir immer wieder mit unerwünschten
Fakten zugeschüttet werden. Jeden Tag gibt es wieder was Neues, wonach niemand gefragt
hat, und wir rennen wie Hunde - schnaubend und mit hängerder Zunge aus dem Mund -
hinterher. Es ist die Art und Weise, wie die Technokratie die Gemeinschaft zerstört.
Alles geht so schnell, daß die Menschen die "Errungenschaften" nicht mehr
integrieren, geschweige denn kontrollieren können. Das wird alles absichtlich gemacht,
denn entwurzelte Menschen sind eine leichte Beute für die Ersatzwirklichkeit des Konsums.
Stattdessen sollte Nachhaltigkeit die Wirtschaft bestimmen. Nicht mehr Produktion -
Nutzung von Ressourcen - als die Erde ertragen kann, die Nachdruck liegt auf auf
Recycling, und der Begrenzung von Schadstoffen, so daß die Natur es verkraften
kann. Dringende Hauptaufgabe ist also den WTK-Komplex unter Gemeinschaftskontrolle
zu bringen. In der Praxis heißt das, daß die Gemeinschaft bestimmt, was nützlich für
sie ist oder nicht.
Entwertung der Menschlichkeit:
Merkel & Co wollen daß jeder "ein Unternehmer wird". Für die
zwischenmenschlichen Verhältnissen bedeutet dies, daß jeder den Anderen nur noch als ein
Objekt zum eigenen Vorteil sieht. Eine Katastrophe....

Gamburg
Daß die kapitalistische
Globalisierung ein Fiasko ist, werden wenig Menschen mehr verneinen. Deutschland
hat so seine Portion davon mitgekriegt, und es wird schlimmer werden. Die Heuschrecken
werden immer wiederkommen, ist es nicht bei uns, dann bei den Ärmsten dieser Erde, die
von ihnen gnadenlos ausgebeutet werden. Bei der Jagd nach Ressourcen siecht die Erde immer
mehr dahin. Wollen wir das abwarten? Und aus reiner Feigheit immer wieder
"unserer" Regierung glauben, die wie ein Mantra wiederholt, daß wir nicht
aussteigen können? Auch wir wollen die globale Welt nicht aufgeben, denn sie ist eine
Entwicklung, die auch viel Gutes bringt. Was wir dagegen heute noch aufgeben möchten, ist
ein Planet, der von Räubern heimgesucht wird, und das in einer beängstigend effektiven
Art und Weise. Deswegen soll unsere neue Wirtschaft anders aussehen. Sie stützt sich auf
die Subsidiarität (Sie auch Kapitel 7), die sagt, was regional produziert werden kann,
wird regional produziert und konsumiert. Was nicht regional produziert werden kann, wird
national produziert. Was nicht national produziert werden kann, wird international
produziert". Erst soll die Selbstversorgung stimmen, dann kommt der Export. Daß
ganze Nationen von Schulden und Export abhängig sind, während ihre eigene Bevölkerung
leidet, ist ein Verbrechen. Dieses System ist vom reichen Westen erfunden worden, um sich
der Schätze der Erde zu versichern. Das Glück muß jedoch nicht immer auf unserer Seite
bleiben. "Morgen" kann das Fehlen einer gesunden wirtschaftlichen Basis auch bei
uns zum Verhängnis werden. Die sich nähernde endgültige Öl-, Finanz-, Schuldenkrise
ist davon ein Vorzeichen.....

Halberstadt
Einige sind vielleicht noch im
Unklaren über das wahre Gesicht der "Marktwirtschaft". Erinnern Sie
sich auch den Friedensnobelpreisträger Yunus aus Bangladesh? Er fing an, Frauen
Mikrokredite, ein paar Euro zu verschaffen, womit sie eine Basisexistenz aufbauen konnten.
Mit seiner Organisation "Grameen" half er Selbsthilfegruppen mit einem
gemeinnützigem Zweck. Das war ein Riesenerfolg. Bald zog es jedoch profitorientierte
"Mikrokreditbanken" an. Diese beuteten die Frauen so aus, daß heutzutage von
"Mikrokreditmafia" gesprochen wird. Denn: viele Frauen können die turmhohen
Zinsen nicht mehr zurückzahlen. Die Lage ist inzwischen so verzweifelt, daß täglich
Frauen sich selber umbringen, verbrennen..... Ich persönlich bin total geschockt durch
diese Nachrichten. Es macht etwas klar: die Profitgier des Kapitalismus zerstört ALLES
Gute in dieser Welt. Sie ist rücksichtslos, beutet sogar die Ärmsten der Armen gnadenlos
aus. Alle positiven Initiativen werden zerstört. Fazit: Haben wir den Mut, der Realität
in die Augen zu sehen. Hinter der "(sozialen) Marktwirtschaft" verbirgt sich ein
Monster (H.Köhler)*. Wir MÜSSEN es überwinden, sonst "überwindet" es
uns...... **
* Absichtlich habe ich
nicht gesprochen von der Hauskrise, Bankkrise, Eurokrise, Schuldenkrise, Atomkrise....usw,
denn sie sind alle Symptome desselben verrotteten Systems. Ich rede lieber über die
Ursachen und wie wir nicht nur rauskommen aus der Krise, sondern wie wir ein krisenfreies
System schaffen können!
** Selbstverständlich
sollen auch andere verwandte Themen erörtert werden wie die extremen Profite der Banken,
das Zinssystem, die Hedgefonds, überhaupt die Börse, zugunsten von Regionalwährungen.
Schulden sind eine Waffe in den Händen der Mächtigen, um alle Anderen zu unterdrücken.
Wird das Schuldensystem nicht abgeschafft, könnte die Transformation in eine Revolution
umschlagen, wie es in der Geschichte so oft der Fall war. Märchen wie Vollbeschäftigung,
überhaupt die Idee eines "Arbeitsmarktes" - ein Reservoir billiger
Arbeitskräfte für die Industrie - mit ihren "Neben"erscheinungen wie
Arbeitslosigkeit und "Harz IV" -werden durch die permanente
Teilbeschäftigung unseres neuen Systems endgültig verschwinden.

Halle
Herr Kretschmer,
Minister-Präsident von Baden- Württemberg möchte "Ökonomie und
Ökologie" mit einander in Einklang bringen. Das hört sich gut an! Das darunter
liegende profitorientierte Wachstumssystem ändert er aber nicht. Mit dem Ergebnis, daß
die Wirtschaft weiterhin alles dominiert. Nicht Ökonomie,
sondern Werte sollen jedoch die Richtung der Gesellschaft bestimmen. Deswegen
steht die Spiritualität in der Mitte, im Zentrum. Politik führt ihre wertorientierten
Richtlinien aus, kommt selber also an zweiter Stelle. Die Wirtschaft schließlich richtet
sich danach, alles im Dienste der Menschen zu machen, und kommt also auf dem dritten
Platz. So und nicht anders wird die Gesellschaft endlich aus der kollektiven Sucht
herauskommen können.
Spiritualität-Politik-Wirtschaft
in dieser Reihenfolge
6.
Die Neue Gesundheitsfürsorge
Optimale Vitalität/Fortsetzung
Vor kurzem wurde ein neuer Begriff bekannt: die
"Evolutionäre Medizin". (Der Spiegel: "Fehlkonstruktion
Mensch" *- Warum wir für die moderne Welt nicht geschaffen sind. Nr 40, 26.9.09).
Darin behaupten Ärzte, daß der Mensch heutzutage krank wird, "weil er/sie sich
nicht seiner "biologischen Veranlagung" nach verhält. Was diese Veranlagung
wirklich ist, kann man/frau aus der Evolution ablesen. Für die USA mag es zutreffen, daß
dies eine neue Entwicklung ist, Deutschland dagegen hat eine reiche Tradition. Sie wurde
zwar nicht so genannt, aber die ganze Reformbewegung der zwanziger Jahre war auf dieser
Idee aufgebaut. Später wurde der Begriff "Zivilisationsbedingte Krankheiten"
salonfähig. In den sechziger Jahren schrieb der Wissenschaftler W.Kollath ein Buch mit
diesem Titel. Eigentlich hat das Naturheilverfahren implizit und explizit immer mit dieser
Einsicht gearbeitet. Jetzt wird einfach nur ein zusätzlicher Rahmen, eben der der
Evolution, dazugezogen, um der Argumentation mehr Kraft zu geben. Dabei müssen wir
aufpassen, daß alles nicht sofort den wissenschaftlich- technologischen Interessen wie
der Genetik wieder untergeordnet wird**, auch deswegen, weil wir die Fakten ja schon
längst kennen.
* Verschiebung des Problems. Der Mensch ist
keine "Fehlkonstruktion", sondern die von ihm gestaltete Gesellschaft ist es.
** Es gibt zB Evolutionsmediziner, die
konsequent die Schulmedizin als "ganzheitlich" definieren, ein schamloser
Versuch, die natürlichen Verfahren zu vereinnahmen

Speyer
An den Krankheiten kann man ablesen, wie es mit
unserer "Zivilisation" bestellt ist und umgekehrt. Weil die
Schulmedizin diesen Link nie gelegt hat und bloß Symptome bekämpft, ist die dramatisch
zunehmende Krankheitsanfälligkeit immer unter den Tisch gefegt worden. Ja, die
"Gesundheitsfürsorge" profitiert sogar großflächig von der Krankheit. Das
ganze System ist so konstruiert, daß keiner seiner Vertreter an Gesundheit interessiert
ist. Im Jahre 1993 hatten die Versicherungsunternehmen in Den Haag (Niederlande) jedoch
versucht, einen Kongress zu organisieren über die neuen Risiken. Man/frau erkannte, daß
die technologische Gesellschaft in zunehmendem Maße "krankheitserregend" sei.
Im allerletzten Moment wurde die ganze Veranstaltung abgeblasen. Wirtschaftliche
Interessen hatten den Kongress blockiert. Was heute im besten Fall passiert - auch bei der
"Evolutionären Medizin" - ist, daß die Krankheiten individualisiert werden.
Also werden persönliche Ratschläge für gesunde Ernährung und Fitness abgegeben. Das
ist gut und richtig - ich habe das selber in den letzten 40 Jahren auch gemacht* - aber im
Lichte der heutigen Situation nicht genug. Wir müßen endlich Ernst machen mit dem
Begriff "zivilisationsbedingt". Es heißt, daß die Art und Weise, wie wir
unsere Gesellschaft eingerichtet haben, Ursache von Krankheit ist, und wenn das nicht
drastisch geändert wird, weiterhin zu allgemeiner Degeneration führen wird.
* www.vitalworld.org

Hamburg
Individuelle, d.h.
chronisch-zivilisationsbedingte Krankheiten - wie Herz-Kreislaufleiden, Krebs,
Allergien, Immunschwächen, degenerative Krankheiten, Stoffwechselstörungen, Vergiftungen
und sehr viele andere, ganz abgesehen von Stress, Depression, Angst, Müdigkeitssyndromen,
Komputersucht, elektro-magnetischer Verseuchung - sind Spiegel einer krankhaften
Gesellschaft. Das System zwingt uns zu einer ungesunden Lebensweise. In den letzten
Dezennien mögen viele Menschen versucht haben, das für sich zu ändern, das System ist
inzwischen jedoch noch rigider geworden. Es ist klar, daß der technologisch-
wirtschaftliche Komplex hier eine durchschlagende Rolle spielt. Er hat uns in seinem
kollektiven Suchtsystem eingefangen. Tatsächlich sind wir gefangen in einer Spirale eines
immer extremer werdenden Produktions- und Konsumverhaltens. In diesem Kontext ist
"gesund Leben" außerordentlich schwierig. Also sind wir heute an einem Punkt
angelangt, wo ursächliche Therapie unvermeidbar ist. Die Ursachen ändern, heißt nicht
nur unsere individuelle Lebensweise ändern, obwohl das selbstverständlich der Anfang
sein soll, sondern ebenso unsere kollektiven Einrichtungen so gestalten, daß sie unsere
Gesundheit fördern, statt abbrechen. Dazu brauchen wir zunächst eine neue
Gesundheitsfürsorge.

Trier
Zum Glück läßt sich das
Nachhaltigkeitsprinzip aus der Ökologie auf andere Ebenen übertragen und
umgekehrt. Es basiert sich auf ein dynamisches Gleichgewicht. In unserem Wirtschaftsmodell
wird sie erreicht durch das dynamische Gleichgewicht zwischen "Imput"
(Produktion), Verbrauch und "Output" (siehe Kapitel 5). Mit unserer Gesundheit
ist das NICHT anders. Sie ist abhängig davon, ob die Einnahme von Nahrung, Verarbeitung
und Entgiftung/Ausscheidung so aufeinander abgestimmt sind, daß unser Körper dabei
optimal ernährt wird. Ist die Einnahme zu hoch, zu viel essen, dann wird unsere Verdauung
nicht damit fertig. Wenn der Stoffwechsel nicht intensiv genug arbeitet, bekommen wir
nicht ausreichend Energie, während wir "verschlacken", wenn es mit unserer
Entgiftung und Ausscheidung nicht klappt. Aus 40 Jahren medizinischer Praxis kann ich
bestätigen, daß die MEISTEN chronischen Erkrankungen durch ein Ungleichgewicht zwischen
"Imput, Verarbeitung und Output" von Nahrung, Wasser, Luft, Schlacken und
Toxinen verursacht werden. Wiederherstellung dieses Gleichgewichtes, unabhängig davon
welche "Krankheit" man/frau hat, stellt die Vitalität wieder her. Durch eigene
Erfahrung mit unserer Gesundheit können wir nachvollziehen, was mit der Umwelt schief
geht und was getan werden muß. "Imput, Verarbeitung und Output" ist also ein
universelles Prinzip. Es ist sogar anwendbar auf unser psychisches und spirituelles
Funktionieren. Wenn wir mittels unseres Egos funktionieren, häufen sich Eindrücke,
Kränkungen, Emotionen, Sorgen, Probleme immer weiter auf (Imput und Verarbeitung). Lassen
wir unsere fixierte Ich-Identifikation dagegen los, ein spiritueller Vorgang....dadurch,
daß wir der Beobachter unseres Geistinhaltes werden, fangen diese Inhalte an zu fließen
(Output), und die Anhäufung löst sich von selber auf, ohne daß man/frau sich mit dem
Inhalt dieser "Probleme" beschäftigen muß.
LINK
EVOLUTIONÄR/ÖKOLOGISCHE MEDIZIN
www.vitalworld.org
www.guasha-integraletherapie.nl

Stade
Vor noch nicht langer Zeit hatte Deutschland
das beste Gesundheitsfürsorgesystem der Welt. Der Nachdruck lag auf Prävention,
Gesundheitserziehung, optimaler Vitalität und Regeneration. Auch die Betreuung der
chronisch Kranken war Spitzenklasse. Ärzte, Krankenschwestern und anderes Pflegepersonal
hatten einen hohen Grad von Zuwendung, Einsatzbereitschaft und Können. In den
Nachkriegsjahren begann jedoch der Verfall. Es hatte alles mit drei Faktoren zu tun.
Erstens die Ganzheitsmedizin zugunsten des "amerikanisch- orientierten"
Spezialistentums preisgegeben, zweitens war man/frau immer mehr auf Gewinne aus, wobei das
Gesundheitswesen in zunehmendem Maße Objekt von Profit wurde, und drittens das
Konsumverhalten der Bevölkerung, das den Prozentsatz an "zivilisationsbedingten
Erkrankungen" drastisch steigen ließ.

Hameln
Solche Geschichten hört man immer wieder.
"Wir hatten ein gutes Krankenhaus. Zwar war nicht alles perfekt, aber die Patienten
wurden hervorragend betreut, die Ärzte und das andere Personal setzten sich sehr
motiviert ein. Die Zusammenarbeit war gut. Das heißt, wenn eine Schwester ausfiel, wurde
ihre Arbeit ohne Murren von anderen übernommen. Dann kam "der Manager". Er
sollte alles nach dem "Profitprinzip" umorganisieren. Alles sollte effektiver
werden, zum Wohle der Patienten, versteht sich.... Was ich jetzt sage, entspricht den
Tatsachen. Innerhalb eines halben Jahres war die Motivation, Menschen zu helfen, dahin und
damit die Arbeitsfreude; von der spontanen und oft uneigennützlichen Zusammenarbeit war
nichts mehr zu spüren; die Patienten fühlten sich vernachlässigt; der Stress und der
Ausfall von Personal nahmen logarithmisch zu, während letztlich viele kündigten. Jetzt
sind wir total überfordert und fragen uns, wie lange wir das noch aushalten
können".

Trier
Wir, das deutsche Volk, sehen überhaupt nicht
ein, weshalb wir nicht zu einer Spitzen-Gesundheitsfürsorge zurückkehren
können. Weil wir die Ursachen kennen, ist die Therapie einfach. Etwa 60% aller
chronischen Krankheiten hängen mit der Lebensweise zusammen, sie sind von einer gesunden
Lebensweise positiv zu beeinflussen. Unser eigener "Persönlicher GesundheitsPlan in
10 Schritten" ist dafür ein Beispiel.* Da kein Arzt für uns kochen wird und
auch keine Übungen für uns machen kann, sind wir bei der gesunden Lebensweise auf uns
selbst angewiesen. Bei unseren Gesundheitsbemühungen steht Selbsthilfe also im
Vordergrund. Breite Teile der Bevölkerung haben das längst verstanden und bringen die
verschiedenartigsten Initiativen in die Praxis, wie Ernährungsberatung, Fußsohlen-
reflextherapie, Shiatsu Massage, Kräutertherapie usw. usw . Das Paradigma fokussiert auf
Optimierung von Gesundheit und Vitaliät statt Symptombekämpfung. Dies alles soll jetzt
vom Staat (EU) unterstützt werden, u.a. durch gesundheitliche Aufklärung für Familien,
in Schulen, in Betrieben, in Organisationen. Viele Freiwillige, die sich für die
Gesundheit und alles was damit zusammenhängt, begeistern, sind aufgefordert sich
selbstlos einzusetzen....
* www.vitalworld.org

Hannover
Wir nennen unser System das 3-Echelons- oder
das konzentrische System. An der Basis (im inneren Kreis) steht also die
Selbsthilfe. Wenn das unzureichend ist, dann ist es logisch, daß ein kranker Mensch
zuerst dort hingeht, wo sein oder ihr Selbstheilungsvermögen stimuliert wird. Die
Vitalität des eigenen Immunsystems, ist das nicht unser größtes Kapital? Es liegt
jedoch unter dem Beschuß der allgemeinen Verseuchung durch Gift und Strahlung. Daher
müßen wir alles tun, um unsere Immunlage zu verbessern. In der Praxis erzielt
Stimulierung der eigenen Abwehrkräfte gewöhnlich sehr überzeugende Resultate. Viele
dieser Methoden, wie Naturheilverfahren, Homöopathie, Akupunktur, Ayurveda,
Anthroposophische Medizin, wenden Entgiftung und Stoffwechselumstimmung an, wodurch der
Organismus insgesamt an Vitalität zunimmt. Diese Möglichkeit muß genutzt werden. Es ist
die richtige Haltung dem Patienten gegenüber und deswegen ethisch verpflichtend. Wir
nennen diese zweite Stufe das Echelon der Ganzheitsmedizin. Wie bei der Selbsthilfe soll
diese Stufe vom Staat (EU) unterstützt werden.

Heidelberg
Natürlich hat die Ganzheitsmedizin auch ihre
Grenzen. Bei allen komplizierten Fällen, chronischen Krankheiten in den letzten
Stadien, akuten Situationen, Unfällen, Rehabilitation, schwierigen Entbindungen usw.,
kommt frau/man nicht ohne die Technologische Medizin aus. Es ist unser drittes und letztes
Echelon. In der Praxis heißt das, daß wenn die Ganzheitsmedizin nicht ausreicht,
Zuflucht zur Technologischen Medizin genommen wird. Man schätzt, daß in unserem neuen
System, wo der Nachdruck klar auf den ersten zwei Echelons liegt, die Technologische
Medizin nur noch zuständig ist für 15-20% aller Krankheitsfälle. Ein großer Teil der
Kosten kann eingespart werden. Insgesamt ist unsere Neue Gesundheitsfürsorge ein
gewaltiger Durchbruch in Bezug auf Qualität, Effektivität, Kostenreduktion,
Organisation, die Motivation des Gesundheitspersonals und die Lebensfreude bei den
Patienten. Optimismus breitet sich nach allen Seiten aus. Gesundheit ist wieder
Top-Priorität geworden! Die Menschen können sparen, indem sie gesund bleiben, können
ihre Prämie in einem Sparkonto festlegen und so Prozente bekommen. Das hört nur zeitlich
auf, während sie betreut werden müßen. Was sie an Versicherung zahlen müssen, ist ein
Bruchteil des Betrages, den sie jetzt bezahlen. Die hohe Kosten, die doch fast alle in die
Taschen der Pharma-, der Versicherungskonzerne und Medizintechnikbetriebe fließen, sind
für immer Vergangenheit.
Die Neue Gesundheitsfürsorge:
Die drei Echelons von Selbsthilfe, Ganzheitsmedizin und Technologischer Medizin
In dieser Reihenfolge

Heilbronn
7.
GemeinschaftsDemokratie
Ein willkürlicher Haufen Menschen, der durch
Machtsmittel von außen in Schach gehalten werden muß. Diese Vorstellung wurde
damals aus dem Kopf eines zynischen Sozialhistorikers - wie sonst - nämlich Thomas
Hobbes, eines Engländers, geboren. Er traute dem Volke kein erwachsenes und reifes
soziales Benehmen zu. Deswegen verlegte er die Macht ganz auf den Staat, auf Kosten der
Gemeinschaft, versteht sich. Seitdem sind die abendländischen Demokratien nach den
"Richtlinien" von Hobbes organisiert, der allmächtige Staat auf der einen Seite
und die entmachtete Gemeinschaft auf der anderen. Diese Vorstellung stimmt jedoch nicht
überein mit den Ideen, die die Deutschen ursprünglich von der Gesellschaft hatten. Bei
ihnen stand nicht das entfremdete Individuum im Mittelpunkt, sondern Individuen sind in
einer politisch-aktiven (souveränen) Gemeinschaft eingebunden, ein Konzept, das nach dem
zweiten Weltkrieg weitgehend verlassen wurde. Daß die Nazis die Gemeinschaftsidee
mißbrauchten, heißt jedoch nicht, daß die Gemeinschaft an sich ausgedient hat. Im
Gegenteil! In dieser Zeit der raschen Vereinzelung, die bald in Chaos ausmünden kann, hat
die Wiederherstellung der Gemeinschaft höchste Priorität.

Heilsbronn
Die Demokratie soll sich immer wieder erneuern,
sonst verfällt sie. Genau das kann man/frau heutzutage beobachten. Wir kommen
heute der Weimarer Republik sehr nahe, denn die Politik ist verludert durch die
politischen Parteien. Diese haben in der deutschen Verfassung eine große Bedeutung
bekommen, um die Bundesrepublik gegen eine neue Diktatur zu schützen. Jetzt hat sich
dieser Schutzmantel in das Gegenteil verkehrt. Politische Parteien untergraben die
Gesellschaft, weil sie 1. das Volk nicht vertreten 2. sich total von den
Wirtschaftslobbies dominieren lassen, 3. wodurch sich überall Korruption einschleichen
kann 4. weil sie nur in der eigenen Machtsposition bzw Karriere interessiert sind 5.
die Demokratie unterminieren 6. der nötigen Schlagkraft entbehren 7. und
unbewußt oder bewußt auf eine (technologische) Diktatur hinsteuern. Sie verursachen
nämlich ein solches Chaos, daß sie letzten Endes sagen "müssen":
"leider" geht es so nicht länger, wir brauchen "totale Kontrolle".
(Man sieht es schon vor sich: "Wollt Ihr die Totale Kontrolle? JAAAA!). Dieses
Problem ist so akut, und es wird sich "von innen her" nicht bald ändern, daß
die Bürger wohl gezwungen sind, über eine Systemänderung nachzudenken. Keinesfalls ist
damit eine Verabschiedung von der parlementarischen Demokratie gemeint. Ganz im Gegenteil:
wir, das Volk, müssen die Demokratie retten. Wir tun das dadurch, daß wir das
parlementarische System auf alle Ebenen der Gesellschaft einbringen: Straßen, Viertel,
Kommunen, Kreise, Länder und in die Neue Europäische Union (siehe erster Teil dieses
Buches).

Hildesheim
Deutschland hat hier seinen eigenen großen
Vordenker: Johannes Althusius (1557-1638), ein vermutlich "illegaler"
Sohn des Grafen von Sayn-Wittgenstein. Er lebte in einer Übergangsphase, wo das Heilige
Römische Reich Deutscher Nation immer mehr in die einzelnen Territorialstaaten überging.
Er war Calvinist, Lektor an der Herborner Reformierten Akademie und später
Oberbürgermeister von Emden. Er galt als Bewunderer des niederländischen
Befreiungskrieges. Sein Werk "Politica" wurde mehrfach neu aufgelegt, jedoch
später vergessen. Am Anfang des 20. Jahrhundert wurde es wieder aufgegriffen. Und es ist
bekannt, daß der amerikanische Präsident Jefferson eine große Begeisterung für ihn
hatte. Es gibt in Deutschland eine Althusiusgesellschaft, die verschiedenen
wissenschaftlichen Abhandlungen veröffentlicht hat. Dieser Althusius hätte uns heute
eine ganze Menge zu sagen. Er ist der Befürworter all dieser politischen Strömungen, die
es in der Vergangenheit auch gegeben hat, die aber durch Absolutismus verschiedener Art
nie eine Chance hatten, sich zu beweisen. Sein System ist so logisch, selbstverständlich,
"organisch" und effektiv, daß es eine Wohltat ist, darüber etwas zu lesen.

Homberg
Also kommen wir zur Sache! Was wir
brauchen, ist eine Demokratie, die vom Volke ausgeht, nicht von den Parteien. Also muß
man/frau diese durch das Volk ersetzen. Um das zu erreichen, hätte Althusius uns
vermutlich folgendes vorgeschlagen. Das Individuum ist souverän, also leistet es seinen
Beitrag zur Gesellschaft. Was es nicht machen kann, wird an die Familie delegiert. Die
Familie ihrerseits macht, was sie machen kann, alles andere wird an die Straße delegiert.
Die Straßengemeinschaft macht, was in ihrem Vermögen liegt, alles andere wird dem
Viertel übergeben. Auch das Viertel führt aus, was in seiner Kompetenz liegt, der Rest
der Aufgaben wird der Kommune anvertraut. Und das geht nun weiter: von der Kommune
zum Kreis, vom Kreis zum Land und vom Land zum Staat (und vom Staat zur - neuen -
Europäischen Union). Das Ganze ist äußerst "organisch" organisiert.
Vertreter der Familien bilden das Straßenparlament, Vertreter der Straßen das
Viertelparlament, Vertreter der Viertel den Gemeinderat usw. usw bis zum Bundestag. Das
Einzige, was sich im Bundestag ändert, ist, daß die Vertreter nicht von den Parteien,
sondern aus der souveränen Gemeinschaft stammen*.
* Der BundesRat, der ja eine
Ewigkeitsklausel hat, kann unverändert seine Aufgaben weiter wahrnehmen. Althusius würde
ihr einen "Lehrersfunktion" zusprechen: Überwachung des Systems der
GemeinschaftsDemokratie, während der BundesTag so wie heute ein Verwaltungsgremium ist .

Kevelaer
Weshalb ist die GemeinschaftsDemokratie
souverän? Nun, erstens weil sie von unten nach oben aufgebaut ist. Jeder Bürger
setzt auf seinem Niveau seine Verantwortung für das Ganze in die Praxis um. Er/sie ist
dadurch in ein Selbstbestimmungsgebilde eingebunden, das alles auf der Basis von Freiheit
und Freiwilligkeit. Das heißt, daß er/sie selber entscheidet, in wieweit er sich
beteiligen will. Es ist das Prinzip der Subsidiarität. Dieses Prinzip beinhaltet, daß
jedes Echelon, angefangen beim niedrigsten, selber entscheidet, was unter seiner Kompetenz
fällt, ohne Einmischung der "höheren" Echelons. Also zB die Straße stellt
fest, was für Verantwortungen sie im Interesse des Ganzen! selber auf sich nehmen kann.
Das wird in freier Entscheidung vom Straßenparlement festgestellt. Das Viertel oder gar
die Kommune darf sich da nicht einmischen. Die gegenseitige Abstimmung zwischen den
Echelons, selbstverständlich eine Kernaufgabe, erfolgt durch die Straßenvertreter, die
im Viertelparlement ihren Sitz haben. Kompliziert und Zeitverschwendung? Überhaupt nicht.
Denn erstens arbeitet ja jeder sowieso eine halbe Woche für die Gemeinschaft (siehe
Kapitel 5), zweitens hat die Wiederherstellung der Gemeinschaft die höchste Priorität,
ist ein Ziel an sich und drittens gibt es viele praktische Vorteile.

Kleve
Während die niedrigen Stufen auf der Basis des
Konsens miteinander reden und sich entscheiden, fängt eine zweidrittel Mehrheit
erst beim Land an. Dadurch ist man/frau gezwungen, intensiv einander zuzuhören, einander
zu verstehen, zu ertragen und zu schätzen. Ein besseres System zur Förderung der
Integration gibt es wohl nicht. Das Gemeinschaftsleben, die Kooperation und die
Lebensfreude werden "logarithmisch" zunehmen. Aber nicht nur das. Eine enge
Zusammenarbeit garantiert Stabilität gegen den allgemeinen Verfall. Ohne Gemeinschaft
gibt es bald nichts worauf man/frau zurückfallen kann. Zweitens fördert sie die
Sicherheit. Was kein Polizeisystem in der Welt schaffen kann, schafft die
selbst-organisierte Gemeinschaft, dadurch, daß jeder jeden kennt, daß jeder die
Sicherheit im Auge hat, daß (potentielle) Verbrecher eher erkannt werden und der Justiz
übergeben werden können. Auch schützt eine enge Gemeinschaft gegen die
"Raubüberfälle" der Großkonzerne, die, wie wir alle wissen, die örtliche
Situation nur benutzen, um Gewinne zu machen um sich einfach davonzumachen, und der
Gemeinschaft ihren Müll aufhalsen. Betriebe können sich niederlassen, jedoch nur mit
Erlaubnis der souveränen GemeinschaftDemokratie, aber die im Gegensatz zu den politischen
Parteien sich nicht bestechen läßt.... und gemäß ihren Vorschriften. Denn sind die
Parlamente einmal gewählt worden, haben sie die Befügnis, den niedrigen Echelons ihre
Gesetze "aufzuzwingen", aber nur für die Bereiche, die die Echelons selber in
Freiheit und mit souveränem Beschluß der höheren Gewalt übergeben haben!
"Passion für Europa"
entsteht erst dann, nachdem man Herr(In) in der eigenen Region geworden ist

Köln
So entsteht eine Pyramide von unten nach oben,
mit der bürgerlichen Selbstentscheidung auf allen Echelons. In der Pyramide von
oben nach unten, respektieren die Bürger die Gesetze, die sie selber in Kraft gesetzt
haben und gehorchen ihnen. Es ist ein System vom Volk durch das Volk, derartig, daß
Freiheit, Verbundenheit, Kooperation und Solidarität auf freiweilliger Basis zustande
kommen. Ohne "Diktatur des Proletariats", ohne "Diktatur der
Wirtschaft", denn letztere hat sich in Deutschland und Europa schon lange etabliert.
Alle Lebensbereiche sind ja zunehmend vom Kommerz dominiert: die Regierung, das Parlament,
die Freiberufler, die Wissenschaft, das Gesundheitswesen, das Schulsystem, die Medien, die
Kunst, die Justiz, das Militär, die EU, ja was eigentlich nicht? Diese Entwicklung muß,
koste was wolle, gestoppt werden. Wirtschaft wird neu organisiert - nach den Prinzipien
der Subsidiarität (Kapitel 5) - wobei die etwa 70 Regionen in Europa autonom und
Selbst-Souverän werden. (Schon in 1992 veröffentlichte der bekannte holländische
Bierbrauer A. Heineken eine Schrift, worin er Ähnliches vorschlug für u.a. Wales,
Schottland, Nord-Italien, Katalonien, die deutsche Länder, Schlesien, Pommern, Flandern,
Wallonien, die französchen Regionen, wie die Bretagne und viele andere). Es könnte
hinauslaufen auf eine "Europäische Union der Autonomen Regionen"**. Man/frau
sollte alles kleiner machen, auf den niedrigsten Ebenen Selbstsouveränität einführen,
während die Gesamtkommunikation vom "Commonwealth" (also von einer Neuen EU**)
gewährleistet wird. Ist es nicht so, daß jetzt schon in der Welt die Kleinstaaten!
(Luxemburg, Schweiz, Niederlande, Tschechien, die Baltischen Staaten, Slovenien, Singapur,
Hong Kong, Costa Rica) .... die friedvollsten und auch die wohlhabendsten sind? Wäre
Hitler bloß Diktator von Bayern gewesen, hätte er nie die Macht gehabt, Europa zu
zerstören.
* http://www.bayern-wolln-mer.net/heineken_europa_franken.jpg
** Als "Vorläufer" unseres Modells
könnten sowohl das "Heilige Römische Reich Deutscher Nation" als auch das
"Osmanische Reich" dienen. In beiden Strukturen hatten die Regionen einen hohen
Grad von Autonomie. "Kleinstaaterei" soll heutzutage also durchaus positiv
bewertet werden! In der Gegenwart weist die Schweiz mit ihren Kantonen in die richtige
Richtung. Also Umdenken ist gefragt!

Kalkar
"To be in control or to be
controlled,
that is the question"
Durch das Verschmelzen der
Neuen Wirtschaft (Kapitel 5) mit der GemeinschaftsDemokratie wird der Schwerpunkt
des Lebens wieder zur Grundlage. Es heißt, daß zwischenmenschliche Aktivitäten
überschaubar, von den Menschen selber angeregt, organisiert und kontrolliert werden.
Zusätzliche Maßnahmen wie regionales Geld und Tausch werden ihren berechtigen Platz
haben. Wichtig ist auch, daß das Steuersystem der neuen Situation angepaßt wird. Das
Neue Prinzip wäre: die Steuern fließen zuerst zu den Basisechelons: Straße, Viertel,
Kommunen. Die nehmen, was sie brauchen. Was sie nicht brauchen, wird den höheren
Behörden übergeben. So wird die unmittelbare Existenz der Menschen am besten
gewährleistet. Öffentliche Projekte - kleine und größere - werden zu einem erheblichen
Teil von den Menschen selber realisiert. Arbeitet nicht jeder Bürger die Hälfte der
Woche sowieso für die Gemeinschaft? (Kapitel 5). Schon deswegen können die
Steuereinnahmen gesenkt werden. Denn nicht durch Geld, sondern durch Arbeit leisten wir
unseren Beitrag zum Allgemeinwohl. Außerdem - und das ist sehr wichtig - da das
Gemeinwesen (der neuen EU) sowieso aus kleineren Einheiten (Autonomen Regionen) besteht -
wird es nie mehr einen Superstaat geben, der ungeheuer viel Steuergelder bekommt um damit
Größenwahn-Projekte realisieren kann. Es wird kein Geld für das Militär geben.
Demzufolge wird die Möglichkeit von Krieg sehr gering. Wie schon im Kapitel 5 erörtert,
werden die Großbetriebe, von denen es logischerweise einige geben wird, von der
souveränen Gemeinschaft kontrolliert. Die Menschen- bzw naturfeindliche Produktion,
(Waffen, Genmanipulation, Pestizide, Chemie, "Medikamente") neben allem
Überflüßigen das wir nicht wirklich brauchen, die 50 verschiedenen Typen Staubsauger,
jedes halbe Jahr ein neues Auto, eine unübersehbare Reihe Yoghurtsorten, wird so
drastisch heruntergebracht.

Königslutter
Die "freie Diktatur" der souveränen
Gemeinschafts- Demokratie ist das beste System, das je ausgedacht worden ist. Das
Prinzip der Subsidiarität steht dabei im Mittelpunkt. Ironischerweise haben Staaten es
beim Vertrag von Maastricht schon als leitendes Prinzip der EU anerkannt und als solches
festgelegt, sie haben bloß "vergessen", es auch auf niedrigen Stufen der
Gesellschaft anzuwenden. Auch gibt es Subsidiariät "common practice" in der
Dritten Welt, wo auf Dorfniveau ohne Einmischung "von oben" Entscheidungen
getroffen werden. Papst Leo XIII hat sich in einer Schrift ebenso für die Subsidiarität
in der Gesellschaft ausgesprochen, und auch Freidenker/ Quaker wie Kees Boeke, Erzieher
der holländischen Königskinder, haben sich ebenso dafür eingesetzt (Siehe: "Soziokratie").* Dieses Manifest fällt also nicht aus
heiterem Himmel. Es kommt genau zu einer Zeit, wo wir es dringend benötigen. Es ruft
deshalb jeden auf, die GemeinschaftsDemokratie von nun an in Gang zu setzen, richtig....
anzufangen mit dem Individuum, der Familie, der Straße, dem Viertel, der Kommune, dem
Kreis, dem Land und dem Staat, der später in die Neue Europäische Union übertreten
wird.... Viele werden sich dahinter stellen können: Beamte, Akademiker, Selbstständige,
kleine und mittelständige Unternehmer, Senioren, Frauen, die Jugend, aber auch Grüne,
Linke (allgemein), Konservative, Vertriebene, und wer weiß, auch Großbetriebe, die sich
zur sozialen Wirtschaft bekennen. Ist das Gerüst einmal hochgezogen, können Sachkundige
wie Juristen, Anwälte, Politikologen, Rechtswissenschafler sich um die Details kümmern
bzw dem neuen Rechtstaat eine gesetztliche bzw verfassungsgemäße Grundlage
verschaffen
* Eine weitere Erörterung in meinem Buch "Die Selbst-Souveräne
Gesellschaft" (Leider nur in Holländisch)
SOZIOKRATIE
(GemeinschaftsDemokratie)
Demokratie
wie sie sein könnte; veröffentlicht in Mai 1945 von Kees Boeke
(1884-1966),
mutiger Einzelkämpfer für eine Neue Welt
Kees Boeke war der Gründer der Werkplaats
GemeinschaftsSchule in Holland, wo drei von Königin Julianas Kinder ihre frühe
Ausbildung bekamen. Am Ende des letzten Krieges war er verhaftet von den Deutschen weil er
Juden verbarg, und in seiner Tasche wurde eine Deklaration gefunden, getitelt "Keine
Diktatur", was ihn fast sein Leben kostete. Es war ein Entwurf für eine neue
demokratische Gesellschaft, sich basierend auf den Erfahrungen seiner Schule und auf den
Treffen der Quaker. Dieser Artikel ist eine verkürzte Version von einer späteren
Brochüre.
“WAS HABEN WIR GELERNT...?
UND WIE NUN WEITER?
KEINE DIKTATUR!
Die schrecklichen Jahre, die hinter uns liegen*, haben uns allen,
selbst denen die am meisten hinters Licht geführt waren, sicher gelernt, daß Diktatur
keine Lösung schafft für das Problem der Gemeinschaftsordnung. Vor 1940 fühlten
sehr viele unter uns die Unzulänglichkeit des parlamentarischen Systems. Manche
verlangten nach einer stärkeren einköpfigen Regierung. Doch nun, nachdem wir das
miterlebt haben, werden sicher alle sagen: “Das nie wieder!” Wir sind in
de letzten Jahren zu oft überrumpelt worden durch “Verordnungen”, die uns ohne
weiteres mitgeteilt wurden, ohne vorherige Beratungen. Wir haben gesehen, wie Macht
misbraucht wurde, wie viele unserer besten Leute gefangen genommen wurden, ja sogar
exekutiert wurden, ohne jegliche Form von Prozeß, ohne die Möglichkeit, ein höheres
Gericht anzurufen. Wir waren Zeugen der sinnlosen und unmenschlichen Mißhandlung der
Juden. Wir haben gesehen, wie alle Freiheit verschwand: die Freiheit von Versammlungen,
vom Sprechen, vom Gewissen. Wir haben Kunst und Wissenschaft verkümmern sehen, und die
höchsten Kulturwerte antasten sehen. Wir haben gemerkt, wie die Schlechtesten als Schaum
an die Oberfläche kamen und wie die Besten unterdrückt, oft gefoltert wurden.
*Kees Boeke schrieb dies gegen Ende des
zweiten Weltkrieges
Auch haben wir gemerkt, daß Zwang sehr schnell
Widerstandsbewegungen hervorruft; ebenso wie Umgehungen, Unehrlichkeit und Betrug auf
allen Ebenen. Wir haben gesehen wie Unsittlichkeit auf beunruhigende Weise zugenommen hat,
und wir haben uns erstaunt über die große Schnelligkeit, in der sich die Prozesse des
Verfalls und Entartung entwickelten, wenn das Gemeinschaftsleben unzutreffend geregelt
wird. Auch haben wir gesehen, wie notwendig es ist, daß die menschlichen Triebe wie:
Sadismus und Egoismus-im-Allgemeinen gezügelt werden müssen. Denn wir sahen, wie Monster
losbrachen, sobald sich ihnen durch schlechte Führung die Gelegenheit bot. Eine
eigenartige Lektion, die uns auch zeigte, daß selbst die schlimmsten Bedrohungen und die
schärfsten Abschreckungen nicht genug sind, um einen Menschen von seinen Untaten
abzuhalten. Und so weist alles in die Richtung von soviel wie möglich vermeiden von
Zwang, unter Bewahrung von wirklicher realer Ordnung und Verordnung.
AUCH KEIN (ÜBLICHER) (PARTEIEN) PARLAMENTARISMUS*
Müssen wir denn wieder zurück zu den Zuständen von vor 1940,
also nach der (parteien)parlamentären Demokratie? Ich antworte: Nein, auch jene war
nicht ideal. Sie hat zu einer grauenhaften Verteilung unserer Volkseinheit geführt, die
wir am besten Zersplitterung nennen können, wenn wir an die außergewöhnlich hohe Anzahl
großer und kleiner Parteien denken, die sich bei den letzten Wahlen formierten. Wir
denken mit Schrecken zurück an die endlosen Debatten in den Kammern, an die vielen
Demagogien und Reden-auf-den-Tribunen, an die Machtlosigkeit der Regierungen, infolge des
Systems, in dem die Zahl regiert. Wenn die Mehrheit zwingen kann, liegt es auf der Hand,
daß oftmals die Gruppenbelange vorgehen. Denn leider ist es häufig so, daß die Mehrheit
eher auf Eigenbelang, oder die Belange der eigenen Gruppe gerichtet ist. Außerdem ist die
Mehrheit noch unterentwickelt, sodaß wir, wenn wir sie regieren lassen, nicht unbedingt
die Sicherheit haben, daß die Ordnung durch die Uneigennützige und meist fähige
Personen geleitet werden wird.
* Kees Boeke meint der Parlementarismus wie es vor dem Krieg
gegeben hatte. Er ist nicht gegen die Demokratie als solches. Im Gegenteil! Er schlägt ja
vor die ganze Gesellschaft von "Räten" - also parlementarische
Entscheidungskörper auf allen Ebenen - regieren zu lassen. Das was ich
"GemeinschaftsDemokratie" nenne.
Politische Parteien raus, mehr Demokratie rein
Auch wenn ich die Gefahren und Mängel des parlamentarischen Systems
noch so deutlich seh, ist mir klar, daß die Regierung nicht anders kann als wie bisher;
nämlich durch Wahlen eine neue Volksvertretung zu formieren. Und... wir sollten alle
dankbar sein, daß die Regierung mehrmals angekündigd hat, daß sie so schnell wie
möglich wieder eine demokratische Regierung schaffen will. Solange es keine anerkannte
dritte Lösung gibt, ist es unvermeidlich, daß diese Methode wiederum angewandt wird.
DIE DRITTE LÖSUNG: SOZIOKRATIE
Es gibt jedoch noch eine dritte Möglichkeit, und es ist,
daß ich fest davon überzeugt bin, daß es Mittel und Wege hierfür gibt. Aus diesem
Grunde habe ich mich entschlossen, mich persönlich an alle denkenden Menschen zu richten,
die ich erreichen kann.
Diese dritte Lösung muß natürlich ‘demokratisch’ sein, in
dem Sinne, daß sie uns, gewöhnliche Individuen des Volkes, die Gelegenheit bietet,
mitverantwortlich zu sein in Beziehung auf die (Neu-)Ordnung des gesellschaftlichen
Lebens, und zugleich Teil zu haben an selbiger Führung. Es sollte jedoch keine Demokratie
sein, die auf Macht gegründet ist, sei es denn auch die Macht einer Mehrheit. Sondern
eine wirkliche Gemeinschafts-Demokratie; das ist die Ordnung einer Gemeinschaft
durch die Gemeinschaft, anders gesagt, ein Selbstdisziplin der Gemeinschaft.
Hierfür verwende ich den Ausdruck “Soziokratie”. Ein solches System ist von
geringem Wert, solange es nur auf theoretische Anweisungen beruht. Sein Wert wird
unmittelbar steigen, wenn die Ausübung seine Gediegenheit bewiesen hat. Jeder, der
einigermaßen England und Amerika-orientiert ist, kennt die “Gesellschaft/
Genossenschaft der Freunde”, oder die Quakers, wie sie genannt werden. Diese haben,
wie man weiß, in jenen Ländern sehr viel Einfluß, und wurden weltweit bekannt durch
ihre vielen und wertvollen Werke in Bezug auf praktischen sozialen Gebieten. Diese Quakers
nun, haben mehr als drei Jahrhunderte Erfahrung mit ihrem System der Gemeinschaftsordnung,
die auch jede Entscheidung auf Grund von Stimmenmehrheit ablehnen und alle
gemeinschaftlichen Aktionen basieren auf gegenseitige Übereinstimmung.
Aus eigener jahrelangen Erfahrung mit zunehmenden Gruppen Kinder
und älteren Leuten, kann ich bestätigen, daß die Anwendung eines solches Systems
möglich ist auf Basis von völliger Erkennung vom Wohl-des-Anderen, als ebenso reell wie
unser eigenes Wohlergehen. Wenn wir beim suchen nach Lösungen für die Ordnung unseres
gesellschaftlichen Lebens, ausgehen von diesen einfachen Grundgedanken, entsteht von
selbst der Geist des guten Willens, der das Finden einer Lösung, die für alle
befriedigend ist, fördert; ja, wir könnten sagen “Ein heiliger Geist”, weil er
das Beste in Menschen hervorruft. Ich glaube, daß es derselbe Geist ist, der die Quakers
“ leitet”, wenn sie nach “Gottes Willen” suchen. Wenn ich nun auf
Grund meiner eigenen praktischen Erfahrung davon erzeugt worden bin, daß es möglich ist,
in einer Gruppe, bestehend aus ein paar Hundert Personen aus allen möglichen Kreisen, von
Jung bis Alt, und mit den verschiedensten Überzeugungen, auf diese Weise harmonisch
zusammen zu arbeiten, glaube ich, daß es sehr wohl auch im größeren Kreise der
menschlichen Gesellschaft ausführbar sein könnte. Viele werden sehr skeptisch gegenüber
meinen Auslassungen sein. Der Grund dafür liegt wahrscheinlich darin, daß diese Leute
gewöhnt sind an Kreise, in denen letzten Endes immer die Mehrheit, oder eine bestimmte
Person Entscheidungen treffen, so daß sie nicht wissen, wie so ganz anders die
Atmosphäre wird, wenn die Leitung einer Gruppe auf sichselbst gegründet ist, und wenn
jeder weiß, daß man, nur wenn man eine Übereinstimmung erreicht, handeln kann. Bei der
“Besprechung” (regelmäßige Versammlungen der Gruppe) entsteht von selbst ein
intensives gemeinschaftliches Suchen nach einer versöhnenden Lösung, nach Einheit also,
und zugleich bekommen diejenigen die Leitung, denen alle vertrauen. Anders ausgedrückt:
Es wird sich dort eine geistliche Aristokratie formen, die über den Parteien steht.
Bei einer Durchführung dieses Systems über ein großes Gebiet mit
beträchtlich vielen Bewohnern, wird es notwendig sein, Abgeordnete oder Vertreter von
mehreren “Besprechungen” zusammenzufügen zu einer Besprechung höheren Ordens,
die sich über das größere Gebiet erstreckt. Dann wird es sich zeigen, daß jene, die am
wenigsten nach eigenen Belangen streben, und auch noch am fähigsten sind, von selbst als
Vertrauenspersonen abgeordnet werden in ein Kollegium mit weiteren Verantwortlichkeiten.
Wenn eine Gruppe keine Übereinstimmung erreichen kann in Beziehung auf die Abordnung
einer Vertrauensperson, sollte die Gruppe nicht in dem höheren Kollegium vertreten sein.
Also wird die Gruppe, auch in dieser Beziehung, mit allen Kräften nach Übereinstimmung
streben.
Natürlich kann diese Arbeitsweise nicht auferlegt werden, sie kann
jedoch angelernt werden: Technik und Grundzüge. Diese sollten von unten nach oben immer
mehr die Ganzheit der Gemeinschaftsordnung durchziehen. Ebenso wie das Technische des
parlementären Systems sich jahrelang auf Grund von Erfahrungen bis in alle Unterteile
entwickelt hat, könnte es im obrigen Fall genauso geschehen, je mehr Vertrauen in eine
soziokratische Ordnung entsteht und dieses Vertrauen zunimmt.
DIE NÖTIGE ERZIEHUNG DAZU
10. Als erstes ist es meines Erachtens nötig, eine bewußte Erziehung
in die Richtung zu erzielen. In der Schule von heute lernen die Kinder Gehorsam*. Die
große Gefahr hiervon hat sich vor noch nicht all zu langer Zeit gezeigt; gerade darum war
die Masse so einfach zu manipulieren durch die umsichgreifende Macht des Diktators. Nun
ist es nicht etwa so, daß Erziehung und Schulung auf Ungehorsamkeit und Rebellion
orientiert sein sollten. Doch dürfte es einige wichtige Aufgabe sein, um Inklusivität,
soziale Denkweise (nicht nur ich sondern wir alle), Verantwortlichkeit tragen für die
Gruppe, usw. angelernt werden. Diese Komponente, die doch so wichtig sind für die
Entstehung einer angemessenen Ordnung der Gemeinschaft, sind bisher und werden immer noch
vernachlässigt bei der Erziehung unserer Kinder und Jugend. Darum sollten wir uns nicht
wundern, daß die Menschheit die so wichtige Kunst-des-Zusammenlebens und Zusammenarbeit
immer noch nicht nachleben, beziehungsweise gelernt haben. Auf Grund meiner Erfahrung habe
ich die feste Überzeugung, daß eine Kindergemeinschaft, wie jene die seit 1926 in
Bilthoven entwickelt worden ist, und die ich beschrieben habe in meinem Buch
“Kindergemeinschaft”(Utrecht 1934), alle Möglichkeiten für das
lernen-zusammen-zuleben und zusammen-zuarbeiten, bietet. Wenn nämlich Erziehung und
Bildung anstatt in Schulen in derartigen Kindergemeinschaften stattfinden würden, dann
wird sich herausstellen, daß die Gemeinschaft nach und nach fähig sein wird, sich dem
soziokratischem Weg zu ordnen.
*Ungekehrt: die totale
Zügellosigkeit von heutzutage ist genauso fatal.
ÜBERGANG VON (ÜBLICHER) PARLAMENTARISCHER
DEMOKRATIE ZU SOZIOKRATIE
11. Eine wichtige Frage nun ist, wie man das parlamentarische
System, wie wir es kennen, überbrücken kann und mehr und mehr in die soziokratische
Richtung zu leiten, wenn sowohl die Regierung als auch das Volk genügend Vertrauen
bekommen hat in eine derartige Ausführung.
12. Es sollte deutlich sein, daß hier keineswegs die Rede ist von
einer revolutionären Bewegung. Schließlich geht es darum, alles was nach Macht und Zwang
riecht, auszuschließen. Hier wird nicht die Macht durch Mehrheit gemeint, da auch dieses
Prinzip im soziokratischen Staat verworfen wird. Was mir möglich erscheint, ist, daß die
Regierung einmal zustimmen, ja, vielleicht sogar fördern wird, daß ganz von unten an ein
Beginn gemacht werden kann mit dem soziokratischem System. Und zwar auf zweierlei Weise:
sowohl geographisch (also in Beziehung auf die anwesenden Nachbarschaften) als funktionell
(auf Grund der verschiedenen Betriebe und Berufe). Es wird lediglich auf Grund von
Erfahrung, Übung und Erziehung möglich sein, die Kunst von gemeinsam-überlegen und
gemeinsame-Absprachen-machen, zu erlernen. Ich selbst habe ein Bild von einer zukünftigen
soziokratischen Ordnung in der ganzen Gemeinschaft: Ich kann mir vorstellen, daß z.B. 40
“Nachbarschaften” von jeweils ca. 150 Einwohnern, in “Bezirke” von ca.
6000 Einwohnern vereinigd werden; diese wiederum gehören zu “Distrikten “ von
ungefähr 240.000 Seelen, von denen 40 Abgeordnete aus allen Distrikten zu einem ordnenden
Kollegium (für’s ganze Land) gesandt werden. Ich könnte mir sogar vorstellen, daß
dies System als Lösung und Musterbeispiel gilt für andere Kontinente, ja, selbst für
die ganze Menschheit. Denn ich bin noch immer fest davon überzeugt, daß das Problem der
Gemeinschaftsordnung nur dan zu lösen ist, wenn die ganze Menschheit als eine Einheit
gesehen wird.
13. Ich bin mir zutiefst davon bewußt, daß Anwendung und Handhabung
des soziokratischen Grundsatzes in größerem Maße nur dann möglich sein wird, wenn
genügend Einsicht und Vertrauen Epoche machen. Es ist ein erster Versuch hierin, daß ich
mich entschlossen habe, obrige Gedanken an meine Mitmenschen vorzulegen.
UMSCHREIBUNG DES SOZIOKRATISCHEN SYSTEMS
14. Wir sollten uns allererst Klarheit über das eigentliche Problem
verschaffen: es geht darum, daß eine Gruppe Leute sichselbst dazu “zwingt”, um
eine Ordnung ins Leben zu rufen, in der sich alle Mitglieder fügen können. Es gibt nicht
länger die Einzelperson, die diktatorische Befehle gibt, denen man ohne weiteres folgen
soll. Auch gibt es keine Regierung mehr, die durch eine Stimmenmehrheit gewählt worden
ist. Die Gruppe muß erst selber zu einem Beschluß, einer Absprache gekommen sein, mit
der vorgefaßten Meinung, daß sich auch jeder Einzelne an diese Absprachen halten wird.
Ich habe dies: “Selbstdisziplin der Gruppe” genannt. Man kann es vergleichen mit
der Selbstdisziplin des Einzelmenschen, der gelernt hat, Forderungen an sichselbst zu
stellen und diesen zu gehorchen.
15. Es gibt einige Grundregeln, die durch jede Gruppe hingenommen
werden müssen, sei es klein oder groß, die auf diese Weise arbeiten wollen:
1. Es muß versucht werden die
Interessen eines jeden Individuums oder jeder Gruppe in gleicher Weise zu wahren.
2. Geht der Belang des Einzelnen gegen die
Belange des Ganzen, dann gehen letztere vor.
3. Auf jedem Gebiet muß nach Lösungen gesucht werden, die für alle
befriedigend sind. Das heißt, das nur gehandelt werden kann, wenn eine Übereinstimmung
statt gefunden hat.
4. Man muß sich an die abgemachten Absprachen, die man selber gemacht
hat, oder die durch Vertrauenspersonen gemacht worden sind, halten, solange sie von Kraft
sind.
Einige Erläuterung in Bezug auf hieroben sind wahrscheinlich
angebracht. Der erste Punkt ist im eigentliche Sinne der wichtigste:
Sub. 1
16. Die wesentliche Sorge des Menschen für seine Mitmenschen, das
natürliche Interesse deren wirklicher Belange, ist nichts anderes als die Liebe für
Deinen Nächsten, sowie es im Evangelium geschrieben steht. Es wurde bereits erwähnt:
Dort, wo die Sorge um den Anderen, die aufrichtige Anteilnahme im Bezug auf die Belange
Anderer, die Liebe besteht, wird eine Gesinnung entstehen, in der wirkliche Harmonie
möglich ist. Ohne eine solche Grundlage wird eine soziokratische Orndnung nicht möglich
sein. Wo eine derartige Gesinnung entsteht, zeigt sich, daß Menschenkinder aus allen
Windrichtungen mit den verschiedensten Auffassungen, Überzeugungen, Charakter,
Hintergrund und Alter, im Stande sind, zusammen zu arbeiten und gemeinsam Lösungen zu
finden für die Probleme ihrer Gemeinschaft. Es hat sich gezeigt, daß selbst in sehr
schwierigen Situationen, in denen anfangs eine Lösung unmöglich schien, diese
schließlich doch gefunden wurde. Aus Erfahrung wissen wir, daß manchmal Fehler gemacht
werden, doch bei einer normalen Entwicklung in der Gemeinschaft und nach einiger Übung in
der Kunst der Zusammenarbeit, sollte diese Arbeitsweise mehr und mehr vollkommen
angewendet werden.
Sub. 2
17. Wenn die ersten Vorraussetzungen eingehalten werden, braucht man
die Zurücksetzung der Belange des Einzelnen beim Belang der Allgemeinheit nicht mehr
aufzuerlegen, doch sollte es ganz selbstverständlich durch die Individuen akzeptiert
werden, ja, selbst erwünscht.
Sub. 3
18. Der dritte Punkt kann zu ernsten Folgen führen. Als erstes, daß
eine Gruppe, die in einem bestimmten Fall keine Übereinstimmung im Bezug der Ausführung
eines Planes, erreicht, “verurteilt ist zu Inaktivität”, also scheitert am
Nichtstun. Im Grunde ist das nichts Neues, denn auch in der parlamentarische Demokratie
kann oft nicht gehandelt werden, weil die “Stimmen streiken”, oder weil die
Mehrheit so schwach ist, daß sie nichts ausrichten können . Bei der soziokratischen
Arbeitsweise wird ein derartiger Zustand jedoch jeden einzelnen der Mitglieder der Gruppe
anspornen zur Suche nach einem Ausweg, möglicherweise in der Form ganz anderer Mittel und
Wege. Auf jeden Fall so, daß sich alle darin finden können. Während bei der
parlamentarischen Demokratie bei so einer Angelegenheit die Unterschiede erst recht
ziemlich scharf betont werden und die Kluft heftiger denn je wird, sollte gerade dann bei
der soziokratischen Ordnung ein gemeinschaftliches Suchen entstehen, wodurch der
Gemeinschaftssinn eher verstärkt wird. Wohl zu verstehen, wenn man weiß, daß man
tatsächlich Übereinstimmung erreichen muß.
19. Etwas muß hier jedoch hinzugefügt werden: Wenn man keine
Übereinstimmung im Bezug auf eine gemeinsame Aktion erreichen kann, wird dies meistens
bedeuten, daß die bestehende Situation vorläufig beständig bleibt. Daraus könnte man
schließen, daß auf diese Art und Weise Konservatismus und Reaktion leicht in die Hand
gespielt wird und daß wirklicher Fortschritt unmöglich scheint. Meine Erfahrung hingegen
hat mir gezeigt, daß das Gegenteil wahr ist. Das gegenseitige Vertrauen, von dem das
soziokratische System stillschweigend ausgeht, führt unvermeidlich zu Fortschritten.
Diese werden ansehnlich größer sein, wenn alle im Einklang stehen, anstatt wenn ein Teil
der Gemeinschaft mehr erreichen will, doch durch die Opposition Steine in den Weg gelegt
bekommt. In so einem Fall wird nämlich ein großer Teil der Energie beider Parteien
verbraucht für die Neutralisierung gegenseitiger Aktivitäten.
20. Weiter: Wenn es darum geht, daß die Gruppe in einem Kollektiv
vertreten wird, bestehend aus den Abgeordneten einiger übereinstimmender Gruppen, kann
nur ein Vertreter gesandt werden, wenn er das vollständige Vertrauen von allen hat.
Scheint dies unmöglich, dann wird die Gruppe in dem höheren Kollektiv nicht vertreten,
und werden die Interessen dieser Gruppe vorläufig durch die Vertreter anderer Gruppen
gewahrt werden müssen. Diese Beherzigung sollte, laut den ersten Grundregeln, vollkommen
wohlwollend sein. Doch ist es für so eine Gruppe natürlich wünschenswert, einen eigenen
Vertreter zu haben. Auch hier ist die dritte Grundregel ein starker Sporn, um Einigkeit zu
erlangen. Die praktische Anwendung lehrt uns jedoch, daß, wenn eine Abordnung ohne Macht,
doch voll Vertrauen ist, das Finden einer passenden Person kein Grund für unangenehme
Gefühle ist und meistens mühelos vonstatten geht.
Sub.4
21. Die vierte Grundstellung besagt, daß, wenn Übereinstimmung
erreicht wird, die Absprache in Kraft tritt und bindend ist für alle, die sie gemacht
haben, auch im Falle eines Kollektivs höherer Ordnung für diejenigen, die die Gruppe als
Vertrauenspersonen abgeordnet haben. Es besteht die Gefahr in der Tatsache, daß sich alle
auch an die Absprachen halten müssen, die durch die Vertrauensperson in so einem höheren
Kollektiv gemacht worden sind, an denen man nur indirekt Einfluß bei der Wahl gehabt hat.
Diese Gefahr besteht zweifellos bei allen ‘gestaffelten Wahlen’, insbesondere
bei den parlamentarischen Systemen. Man befürwortet denn auch immer das direkte wählen
des ‘man in the street’ der Zentrale, die besetzt ist mit größter Macht
bekleideter Funktionären. Demgegenüber steht die Tatsache, daß solche Wahlen bei den
meisten auf sehr oberflächliche Grundschläge beruht, während, wie oben angewiesen
wurde, leicht allerlei Faktoren mitspielen. Auf der anderen Seite entsteht ein wesentlich
anderer Zustand, wenn – sowie es bei der Soziokration der Fall ist – lediglich
Absprachen gemacht werden, mit denen alle einverstanden sind.
22. Die Erfahrung hat gelernt, daß eine Gruppe, die auf diese Weise
arbeiten will, eine bestimmte Größenordnung haben muß. Eine zu kleine Gruppe würde
leicht subjektive Fragen anführen. Die Gruppe muß eine bestimmte Anzahl Mitglieder
haben, wenn das persönliche Element weniger schwerwiegend sein soll, im Vergleich zu den
objektiven Forderungen der Probleme, die in der ganzheitlichen Gruppe leben. Wenn die
Gruppe zu groß ist, wird diese schwieriger zu hantieren sein: es wird lästig sein, die Ruhe zu bewahren; zuviele wollen Gedanken über ein
Thema äußern. Kurz gesagt, das Ganze wird schwer und unhandelbar. Bei Besprechungen
über größere Richtlinien und allgemeine prinzipielle Themen ist eine Gruppe von
ungefähr 40 Personen anzubefehlen. Geht es um die Ausarbeitung von Absprachen der
Körperschaft, dann ist eine tägliche Aufsicht oder Kommission notwendig. Eine Gruppe von
drei bis fünf, höchstens sieben Personen wäre am besten.
23. Die Arbeit von so einer täglichen Aufsicht oder Kommission ist
eigenlich nichts neues. Wenn wir die zahllosen Kommissionen und Verwaltungen untersuchen
könnten, würden wir ungezweifelt merken, daß dort, wo es am
besten läuft, nahezu nicht gewählt wird. Sie arbeiten schon auf Basis von
Übereinstimmung. Wenn in derartigen kleinen Kollektiven gewählt werden muß, bedeutet
das oftmals, daß die Stimmung nicht gut ist. Merkwürdig in diesem Verband ist es, daß
schon jetzt in vielen wichtigen Räten das Erzielen von Übereinstimmung nicht nur Brauch,
ja, selbst erforderlich geworden ist. Interessante Vorbilder sind ab und zu bekannt
geworden. In dieser Beziehung ist es bemerkenswert, daß in dem Pakt des Völkerbundes
eine Übereinstimmung erhoben wurde. Daß dies scheiterte, sollte kein Wunder sein, denn
soziokratische Ordnung kann nur nach und nach und “von unten an” erlangt werden,
und nicht von “oben” auferlegt werden.
24. Außerordentlich wichtig bei der Ausführung der soziokratischen
Ordnung durch Besprechung von ungefähr 40 Personen ist natürlich die Leitung. Es ist
tatsächlich wahr, daß von dem Leiter bei so einer Besprechung sehr viel abhängt.
Oftmals ist es selbst so, daß, wenn niemand eine Besprechung gut leiten kann, nicht nur
wenig sinnvolle Arbeit verrichtet wird, sondern daß auch kaum eine Übereinstimmung
erreicht werden kann. Es geht hier wirklich um eine bestimmte Technik, die angelernt
werden muß, will man gute Resultate erreichen. Dies ist eine der wichtigsten Einzelheiten
der Erziehung zur Soziokratie, über die später mehr gesagt werden wird.
DIE NEUE GEMEINSCHAFT
25. Die Frage ist nun, wie die soziokratische Arbeitsweise im
regulieren Gemeinschaftsleben unseres Landes angewendet werden kann. Erst müßte eine Art
‘Umkreisbesprechung’ von vierzig Familienvertretern zustande kommen.
Alleinstehende sollten selber kommen; die Familien werden durch eine Person, meist Vater
oder Mutter, vertreten. Diese ‘Nachbarschafts- besprechung’ vereinigt Leute, die
dicht beiander in der Nähe wohnen, und die darum am leichtesten zusammen kommen, um die
Belange der Umgebung zu besprechen. In den Städten kennen Nachbarn einander kaum oder
garnicht. Es wäre nützlich, wenn wir durch die ‘Nachbarschafts- besprechung’
mehr oder weniger gezwungen werden, uns für die Mitmenschen in nächster Umgebung zu
interessieren. Auf dem Lande wohnen Nachbarn oftmals weiter von einander entfernt, trotz
dessen ist der Gemeinschaftssinn dort meistens besser wie in den Städten. Bei einer
‘Nachbarschaftsbesprechung’sollten circa 150 Personen, inklusiv Kinder, anwesend
sein. Jede solche ‘Besprechung’, in der es gelingt, übereinstimmend einen
Vertreter zu finden, wäre dann eine Basis für eine ‘Bezirksbesprechung’ von
circa 6000 Personen.
26. Im allgemeinen könnte man behaupten, daß, je größer das Gebiet
ist, über die die Besprechung ‘dirigiert’, je weniger frequent die Besprechung
zusammen kommen wird: Nachbarn nehmen, wenn nötig, selber Kontakt miteinander auf.
Bezirksorganisatoren sollten ein oder zweimal im Monat zusammen kommen. Die Vertreter von
circa 40 Bezirken formen eine ‘Distriktsbesprechung’, die über durchschnittlich
240.000 Personen regelend auftreten. Amsterdam würde zum Beispiel eine vierzählige
Distriktsbesprechung formen, für Utrecht mit seinen umliegenden Dörfern wäre eine
wahrscheinlich ausreichend. All unsere 9 Millionen Einwohner könnten ungefähr 40
Distrikte umfassen. In der ‘Landesbesprechung’ werden also die Belange aller 40
Distrikte durch die Distriktsvertreter angeführt, angenommen, daß jeder Bezirk eine
Vertrauensperson hat anweisen können. Wir werden uns an den Gedanken gewöhnen müssen,
daß ein Abgeordneter im wesentlichen das vollste Vertrauen der ganzen Gruppe hat. Wir
sind so daran gewöhnt, an einen Abgeordneten zu denken, der durch die Mehrheit als
Vertreter angestellt worden ist, auch wenn eine Minderheit kein Vertrauen in ihn oder sie
hat. Es ist eine wesentliche Voraussetzung für die soziokratische Arbeitsweise, daß
Vertrauenspersonen auch wirklich das vollste Vertrauen aller Mitglieder besitzen. Nur dann
ist es möglich, flott und zweckmäßig zu handeln.
27. Wie groß das Bedürfnis nach
ebensolchen allgemein-vertrauten lokalen Führungskräften ist, haben wir oftmals
wahrgenommen. Wenn wir von Korruption und Mißständen auf allerlei Gebieten hörten,
fragten wir uns, wie würde es sein, wenn wir Vertrauenspersonen hätten, denen wir
derartige Angelegenheiten vorlegen könnten. Wenn es Vertrauenspersonen gäbe, die
allgemeine Prestige besäßen, ja, selbst durch Alle spontan und ganz natürlich gehorsam
sein würden, wenn ein Notzustand dies verlangen würde?
28. Gerade dort, wo die ganze soziokratische Ordnung auf Vertrauen
beruht, ist es keine Hürde, wenn neben den soeben genannten Vertretern mit ihrer
Nachbarschafts-, Bezirks-, Distrikts- und Landesregierung, die wir die ‘geographische
Vertretung’ nennen, ein zweites System von Vertretern gebildet wird, nämlich die
‘funktionelle Vertretung’. Wir wollen das Wort Kooperation lieber nicht
gebrauchen, da es einen unangenehmen Klang für uns bekommen hat durch seine Assoziation
mit all den Schrecken der letzten Jahre; doch der Gedanke an eine funktionelle Vertretung
gefällt mir ganz gut. Übrigens stammt dieser Gedanke nicht vom National-Sozialismus, er
wurde schon viel eher in ganz anderen Kreisen propagiert. Auch die verschiedenen
Industrien und Berufe müssen mit einer systematischen Vertretung Abgeordneter teilnehmen
an primären, sekundären, und wenn nötig, tertiären Besprechungen, und die
Vertrauenspersonen der verschiedenen Kreise von Arbeitern auf allen Gebieten müßen stets
verfügbar sein, um ihre fachkundigen Empfehlungen an die Regierung zu geben, neben den
Ratschlägen der soeben genannten Abgeordneten.
29. Ich gebrauchte das Wort "Regierung". Ich habe nicht die
Absicht, einen Plan zu machen, nach dem ein soziokratischer Weg gefolgt wird. Ich sehe es
nämlich so, daß wir ausgehen müssen von der wirklichen Situation, sowie sie nun ist. Es
gibt eine Regierung, die die Macht hat und die diese Macht ausführt, um von oben herab so
gut wie möglich die Ordnung zu bewahren. Diese Regelung von oben ist also als erstes da.
Sie ist immer als Erste da. Immer hat jemand oder hat eine Gruppe die Macht in Händen,
und nur, wenn die zentrale Macht es will, daß von ‘unten an’ ein demokratisches
Institut geformt wird, und die Art und Weise davon, die
zentrale Macht die Veränderung beurteilt oder/und zuläßt. Wie ich bereits in einem
kurzem Stück erwähnte, können wir dankbar sein, daß die Regierung, die jetzt an der
Macht ist, den ausgesprochenen Wunsch hat, wieder zu einer wesentlichen Demokratie zu
kommen, in dem Sinne, daß die Stimme des Volkes wieder gehört werden soll; daß wir
Einzelpersonen also Mitverantwortlichkeit tragen sollen in der Ordnung des
Gemeinschaftsleben. Kurz gesagt, daß die Freiheit wieder eintritt. Darum hat es wenig
Sinn, um nun zu verkündigen, wie eine Regierung geformt werden sollte. Wir müssen von
der Situation ausgehen, wie sie nun ist, und das Einzige, was möglich sein wird, ist,
daß mit voller Einstimmung der Regierung ein Beginn gemacht werden kann mit
soziokratischer Arbeit, ganz von ‘unten an’, also vorläufig nur durch die
Bildung von ‘Nachbarschafts- besprechungen’. Wir Menschen müssen einfach leben,
unsere gemeinsamen Belange miteinander besprechen, und würdevoll nach Übereinstimmung
streben, und dies kann am besten in solchen lokalen Besprechungen. Erst nachdem wir
gesehen haben, wie verzwickt dies ist, und nach häufigen Irrtümern und Fehlschlüssen in
der Ausführung dieser Kunst, sollen auch Bezirksbesprechungen eingeführt werden. Die
Empfehlungen der Leiter solcher Besprechungen könnten schon bei der herkömlichen
Einrichtung der Gemeindeverwaltung von großem Wert sein. Ebenso sollte dies später in
zunehmendem Maße bei den Bezirksvertretern der Fall sein.
30. Die soziokratische Arbeitsweise
wird sich selbst beweisen müssen durch ihre Zweckmäßigkeit. Wenn der Staat genügend
Vertrauen hat, um die Ausführung von Umkreisbesprechungen möglich zu machen, ja
vielleicht sogar zu fördern, wird das System seine vielen Möglichkeiten zeigen und
wird das Vertrauen sowohl beim Staat als auch bei den Bürgern zunehmen. Ich kann mir so
vorstellen, daß den ‘Vertrauten’ der Besprechungen, zu einem bestimmten
Zeitpunkt Teilnahme an Gemeindeversammlungen (Gemeinderat) zugelassen wird. Diese Männer
und Frauen sollten jedoch nicht an Stimmabgaben teilnehmen, da die Soziokratie nicht an
derartige Wahlen glaubt, doch wird ihnen gestattet, einen zentralen Platz zwischen den
‘linken’ und ‘rechten’ Parteien einzunehmen. Natürlich wäre es nach
einiger Zeit wünschenswert, wenn man sie in vorliegenden Fällen um Rat fragen würden,
wenn diese in den vorigen Umkreisbesprechungen bereits erwägt worden sind, weil doch in
solchen Besprechungen nach für alle befriedigende Lösungen gesucht wurde. Auch ist es
denkbar, daß, wenn das Vertrauen im Laufe der Zeit immer mehr zunimmt, die Ausführung
bestimmter Angelegenheiten der Besprechungen übertragen werden, und daß ihnen dafür die
nötigen Gelder gegeben werden. Nur dann, wenn nach und nach das Vertrauen in das neue
System überall wächst, könnte die Einführung über größere Gebiete ausgebreitet
werden. Nur die Besprechungen, in denen es gelingt, eine Vertrauensperson anzuweisen,
sollten also in den parlamentär-demokratischen Ausschüssen gehört werden
können. Dort, wo der Geist nicht gut war, bleibt man solange unvertreten. Auf diese Weise
schalten sie sich selber aus, und sollten sich demnach den Anweisungen anderer fügen
müssen.
31. Fragt man, ob das Beiwohnen von Besprechungen verpflichtet werden
soll, dann antworte ich, daß das nicht nötig und auch nicht erstrebenswert ist. Man soll
vonselber kommen, wenn man weiß, daß man sich an die Absprachen, die gemacht worden
sind, zu halten hat. Nur die Gleichgültigen werden wegbleiben, und die können ruhig
wegbleiben!
32. Findet man eine Entwicklung in diesem Sinne zu phantastisch? Dann
sollte man bedenken, daß die Einrichtung der Gemeinschaftsordnung, sowie wir sie bisher
gekannt haben, jedenfalls in gewissem Sinne, zu einer unglückseligen Katastrophe der
heutigen Zeit geführt hat. Wir sollten mit Sicherheit auf eine wesentlich andere Basis
bauen müssen, wenn der Zustand wirklich verbessert werden soll. Bei der Erwägung einer
Möglichkeit für eine Ordnung auf soziokratischem Grundschlag steht auf jeden Fall
folgendes fest, und zwar, daß so etwas gänzlich undenkbar ist, wenn es nicht
zusammengeht mit, und getragen wird durch eine bewußte Erziehung zur soziokratischen
Zusammenarbeit von Jung und Alt. Hierüber wollen wir denn nun auch noch nachdenken.
33. Zum Schluß wollen wir noch eben zurückkommen auf das System der
Vertreter durch Abgeordnete. Unsere Aufmerksamkeit ging in erster Linie aus nach einer
Regierung im eigenen Land. Das große Problem der Gemeinschaftsordnung wird jedoch niemals
auf nationaler Basis gelöst werden können. Wohl kann es
einer Landesregierung, informiert durch die geographische und funktionelle Vertretung,
gelingen, eine gute Regelung zu schaffen und zu unterhalten, sodaß Ordnung und Ruhe,
Wohlfahrt und Glück, möglich sind. Es sollte jedoch deutlich sein, daß es viele
Probleme geben wird, die nicht innerhalb der nationalen Grenzen, gelöst werden können.
Jedes Land, ist, wie wir wissen, abhängig von den Grundstoffen und Produkten, die durch
andere Länder geliefert werden müssen. Somit ist es unvermeidlich, daß das System der
Abgeordneten und Vertreter über den ganzen Kontinent ausgebreitet werden muß. Eine
‘Kontinentsbesprechung’ muß dann die Angelegenheiten der betreffenden Erdteile
regeln. Die gegenwärtige Technik in Bezug auf Kommunikation, Transport und Organisation
kann hierbei sehr behilflich sein.
34. Letzten Endes muß ebenso eine ‘Weltbesprechung’ die
Vertreter der Kontinente vereinigen, um auf diese Weise zu einer vernünftigen Verteilung
der für die ganze Menschheit zur Verfügung stehenden Grundstoffe und Produkte, zu
kommen. Solange alles durch Angst und Mißtrauen beherrscht wird, ist dieses große
Weltproblem selbstverständlich unauflösbar. Wenn das Vertrauen zunimmt und die Angst
verschwindet, kann das Problem jedoch proportionell zurückgebracht werden, daß selbst
ein Kind es lösen könnte. Alles hängt ab von dem bahnbrechendem Geist unter den
Menschen. Möge es so kommen, daß sich nach langen Ewigkeiten von Angst, Mißtrauen und
Haß, stets mehr ein Geist von Versöhnung und gegenseitiges Vertrauen verbreiten möge.
Ich glaube, daß die bewusste Übung der Kunst von
soziokratischer Ordnung en derselben Erziehung dazu, die sichersten Wege sind, welche die
Menschheit dichter bei einer angemessenen Regelung der Weltprobleme bringt.
“Vernunftgemäßige
Ordnung der Menschengemeinschaft”
Bilthoven, 5 Mai 1945, Kees Boeke
Published with permission of
Mrs B.C.Boeke

Konstanz
8.
Grüne Männer/Weise Frauen
Leitbilder aus dem Kosmos
Dieses Thema ist von mir an verschiedenen
Stellen ausgiebig erörtert worden. Deswegen habe ich hier nur Teile aufgeführt,
um eine Übersicht zu vermitteln. Das ist zugleich der Grund, weshalb es den Eindruck
macht, nicht sehr zusammenhängend zu sein. Auf der Website fügt sich alles zu einem
logischen Ganzen.
Seit unsere Gesellschaft sich in einer
Dauerkrise befindet, streiten "Gender" Studien über die
"Identität" von Frauen und Männern und ihr Verhältnis zueinander und zu der
Welt. Geschichtlich/mythologisch ist es die große Frage, ob es am Anfang ein Matriarchat
gegeben hat. Darunter versteht man/frau eine Gesellschaft, in der Mütter und Frauen eine
zentrale Position einnehmen. Diese Frage scheint so heikel zu sein....daß sie an vielen
Instituten gar nicht erörtert wird. Ist die Überlegenheit des Mannes denn so
"natürlich?". Selbstverständlich nicht, denn auch in patriarchalischen Zeiten
ist die Vorrangstellung der Mutter innerhalb der Familie nicht zu leugnen. Bis zum
heutigen Tag übergeben viele Männer zB ihr verdientes Geld der Frau, die danach
bestimmt, wie es ausgegeben wird. Der Mann behält bloß ein Taschengeld. Weil es im
Matriarchat hauptsächlich um (sozio)-ökonomische Macht der Mütter geht, ist
obengenanntes garnicht unwichtig. In der Geschichte sind jedoch mehere Anweisungen zu
finden für eine weibliche Vormacht. Über die Religion ist schon ausführlich berichtet
worden (Kapitel 1 bis 3). Zehntausende! Jahre lang war die Kosmische bzw ErdenMutter die
zentrale Gottheit. Diese Tatsache reicht um anzunehmen, daß deswegen Mütter und Frauen
in der Gesellschaft (Sippen) hoch geachtet waren. Und in der Tat, viele Studien haben das
bestätigen können.

Freiburg iB
Die Schwierigkeit ist, daß "die
Geschichte" angefangen hat mit der Schrift. Und die wurde von den Männern
erfunden. Das heißt, daß alles, was auf diese (schriftliche) Weise zu uns gekommen ist,
von Männern bestimmt wurde. Um zu wissen, was tatsächlich stattgefunden hat, müssen wir
also "zwischen den Zeilen lesen". In Sumerien gab es Priesterinnen der
MutterGöttin. Sie wurden "Jungfrau" genannt. Das hatte nichts mit einem
intakten Hymen zu tun. Es bedeutete dagegen, daß sie unabhängig, nicht einem Mann
untergeordnet waren. Schon die erste Eva - Lilith - weigerte sich Adam unterzuordnen. Sie
wurde deswegen von "Gott" verdammt und aus dem Garten Eden verbannt. Später
wurden die Priesterinnen durch männlichen Priester ersetzt. Es ist interessant, daß die
islamischen Priester der Kaaba in Mekka bis zum heutigen Tag "Söhne der Alten
Frau" (Beni Schaybah) genannt werden.....Weiterhin ist bekannt, daß zB kanaanitische
Frauen in Frauengruppen lebten, bis in die Zeit Jesu! Denn sagt man/frau nicht auch von
Maria - Mutter Jesu - daß sie mit ihrer Mutter, Schwestern und Tanten lebte? Ihr
"Mann" Joseph war bloß zugefügt. Gezeugt wurde Jesus vom "Heiligen
Geist", der, wie bekannt, die Ursprüngliche Große Mutter symbolisiert. Das
unterstreicht, daß das Göttliche aus Ewig-Weiblicher Parthenogenese und nicht aus einem
Manne hervorkommt. Änlich sind die Beschreibungen der Frauengruppe um Jesus. Dabei spielt
Maria Magdalena eine Hauptrolle als unabhängige Frau, mehr noch, als kanaanitische
Priesterin verkörpert sie die Alte MutterGöttin mit Jesus als ihren Sohn/Liebhaber.
(Später sollte die Kirche sie ersetzen, indem sie Maria als MutterGottes ausrief).

Soest
Aber auch soziologisch/ethnologisch ist es
unumstritten, daß es vielerorts "Erinnerungen" an eine mütterliche
Gesellschaftsstruktur gibt. Viele Völker leben immer noch nach matriliniaren Prinzipien,
zB die Menangkabau auf Sumatra. Dort werden Namen und Besitz durch Frauen weitergegeben.
Mittel- und Südamerika lebt traditionell mit einer Frauengruppe als Mittelpunkt der
Familie. In solcher Matrifokalität, fügt sich der Mann in die Gruppe seiner Frau ein
statt umgekehrt. Die Stadt Juchitan in Mexiko lebt noch immer so. Die Frauen sind in
sozio-ökonomischer Hinsicht überlegen, sie bestimmen den Geldverkehr und den Handel.
Noch am meisten intakt sind Überbleibsel der "Frauenkönigreiche" in
Süd-China. Das bekannteste Volk ist das der Mosuo. Meine Frau und ich waren dort im
Sommer 2011. Soziale Autorität und Besitz werden von Müttern auf Frauen
übertragen, übrigens in Zusammenarbeit mit den "Großonkeln". Das Ergebnis ist
(war) eine geglückte Gesellschaft. Heutzutage ist leider vieles in Verfall. Mehr
darüber: LINK "Mosuo"

Nürnberg
Es gibt zwei unterschiedliche Wege der
Emanzipation. Der eine nenne ich die P-Emanzipation (patriarchalisch), der andere
der M-Emanzipation (matriarchalisch). Bei der ersten handelt es sich um Frauen die
"dem Manne gleich sein wollen". Denen stört es also nicht, daß sie ihre
Emanzipation innerhalb des Patriarchats (P) suchen. Diese Frauen sind also nicht oder kaum
systemkritisch. Da sie obsessiv mit ihrem eigenen Erfolg beschäftigt sind, sehen sie
nicht ein, daß sie in eine kapitalistische, extrem kompetitive, menschen- und
frauenfeindliche Falle gelaufen sind. Es sind diejenigen, die zugunsten ihres Egos,
ihrer Karriere und ihres Berufs, ihr Familienleben vernachlässigen. Viele verlieren
mit ihrer traditionellen "Power-Base" - Partner, Familie, Kinder und Haus
- auch ihr inneres Gleichgewicht, Glück, Kraft und Weisheit. In der Tat: wie Männer.
Tragischerweise gelingt Ihnen den Aufstieg ins Berufsleben nicht so wie sie es sich
vorgestellt hatten. Sie bleiben irgendwo stecken mit Frust, Einsamkeit und Burn-out. Sie
sind doppelte Verlierer. Am Ende haben sie nichts mehr, sie stehen vor dem Nichts.
Frau Alice Schwarzer hat die Frauen in den
Armen des Patriarchats/Kapitalismus getrieben. Sie hat nur das Männliche in der
Frau emanzipiert. Deswegen genießt sie eine so große Beliebtheit bei der
Obrigkeit....Also wird das Weibliche in der Frau durch Emanzipation à la Schwarzer
weiterhin unterdrückt. (Hasst A.S. ihre eigene Weiblichkeit?). Ergebnis:
"moderne" Frauen, die nur in ihre eigene Ego-Karriere interessiert sind
und sich deswegen ohne Vorbehalt bzw Kritik an das heutige selbstzerstörerische Habsystem
konformieren. Emanzipation der Frau (und Mann!) als ganzheitliches Wesen impliziert
dagegen eine radikal frau (und mann)-freundliche Gesellschaft.
Die "Emanzipation",
alles ein Irrweg? Frauen sollten niemals ihre "Power-Base" aufgeben.
Denn dort liegen ihre Wurzeln, die in allen Umständen Stabilität, Sicherheit, Glück und
Wohlstand garantieren. Nur sollen diese allerdings neu gestaltet werden, denn "nur
Hausfrau sein" ist (für die meisten) selbstverständlich zu wenig. Die Freiheit und
die Karriere sollen in der Erweiterung der Familie und nicht in ihrer Aufhebung gefunden
werden. Erweiterung, konzentrische Kreise machen, statt des Einen aufgeben für das
Andere, also. (Dieses Modell kann man/frau in einem chinesischen Text des 4.Jhrh vor
unserer Zeitrechnung zurückfinden. Sie heißt "The Great Learning"*).Ganz
konkret: die Frauen (Mütter) sollten sich solidarisieren. Sie gründen eine
Straßengemeinschaft. In der neuen Gemeinschaft ergreifen die Frauen die Initiative.
Aufgaben werden verteilt, so daß jeder Zeit für Initiative, Arbeit, Kreativität und
Entwicklung bekommt. Mit der weiteren Erweiterung der Gemeinschaft in Straßen, Vierteln,
Kommunen, Kreisen, Ländern, kann ein endloses Spektrum von Möglichkeiten kreiert werden.
Diese M-Emanzipation kennt keine Verlierer. Sowohl Haus- und Familienleben, als auch
Berufsleben ergänzen einander, statt einander auszuschließen.
*Link in meiner
Website: "The Great Learning"
Das überaus Dramatische in unserem
"modernen" Leben ist die immer weiter fortschreitende
Kommerzialisierung unseres täglichen Lebens. Sie hat sich schon so tief eingefressen,
daß es auch unser Privatleben weitgehend bestimmt. Der Kapitalismus zielt rücksichtslos
darauf hin, alle Menschen zu Konsumsklaven zu degradieren. Dieser Kollektivsucht sind
schon längst unzählige "Seelen", Beziehungen, Familien, Jugendliche und
Gemeinschaften zum Opfer gefallen. Neben der allgegenwärtigen Werbung werden zielstrebig
menschliche Bindungen zerstört. Denn "Gemeinschaft", in welcher Form auch
immer, steht dem maximalen Profit im Wege. An eine Familie aus fünf Mitgliedern verkauft
man bloß einen Fernseher, ein Sofa oder Auto. An fünf Singles dagegen verkauft man/frau
das ein fünffache! Deswegen all diese Propanganda für
"Unabhängigkeit", individuelle "Freiheit", "alles so, wie
Du es "selber" möchtest", "nur für Dich", "jeder kann
reich werden" usw. usw.* Das dafür ein Preis bezahlt wird, interessiert wohl die
Wenigsten unter den Geldmachern. Und daß auch hauptsächlich Frauen davon betroffen
werden, noch viel weniger. Frauen leiden inzwischen in großem Stil an innerer
Zersplitterung, angehäufter Verantwortung, Identitätskrisen, Schwierigkeiten mit dem
Partner, die Sorge um die Kinder, Stress am Arbeitsplatz, finanzieller Not. Das endet
schließlich in Verzweiflung, Depression und Burn-Out.
* Der letzte "Trend" (Trick) des (US)
Kapitalismus ist die "Polyamorie", die Propaganda für eine Gesellschaft die NUR
aus Singles besteht....

Landshut
Keine Diskussion über "die
Frauenemanzipation" oder "Gender" kann es sich mehr erlauben, an
der obengenannten Situation vorbeizugehen. Leider wurde in den letzten Jahrzehnten genau
das gemacht: Feminismus - in Deutschland unter der Leitung der
"allgegenwärtigen" Alice Schwarzer - war nur danach bestebt, die Frauen den
Männern gleichzuschalten. Nun ist die zu grunde liegende Bestrebung nach persönlichem
Empowerment mehr als berechtigt. Unabhängigkeit, das Recht auf eine Karriere und einen
gleichbezahlten Job, Entscheidungsfreiheit in den verschiedenen Bereichen des Lebens, die
Bestimmung über den eigenen Körper haben, sexuelle Freiheit.... sind AN SICH Dinge,
womit jeder wohldenkende Mensch einverstanden sein wird. Was frau "übersehen
hat" ist jedoch, daß dies alles in einer kapitalistischen Männerwelt schwierig oder
gar nicht zu realisieren ist. So kommt es, daß alles Symptombekämpfung geblieben ist.
Ja, es gibt Frauen an der Spitze, aber sie bezahlen die Stellung mit Zerrüttung ihrer
Seele (und schlimmer), ja es gibt Frauenhäuser, wo vergewaltigte Frauen ein Zuhause auf
Zeit finden können. Das Problem selber bleibt jedoch bestehen, ja, viele Frauen und
Mädchen haben einen Job, der jedoch schlecht bezahlt wird. Es ist erschütternd und
schmerzlich, wie ins Besondere die Frauen sich ohne Vorbehalt der Konsumgesellschaft
ausgeliefert haben. Ich denke zB an ihre Rolle in der Werbung, das ungebremste Shopping,
ihre "unterstützenden Wohlfühlrollen". "Die Zukunft gehört den
Frauen", bekommt so einen bitteren Beigeschmack!

Landshut
Bald wird die Zukunft jedoch nicht mehr
"rosig" aussehen. Verwirrung, Desintegration, Chaos und Gewalt werden
stark zunehmen. Statt von politisch- wirtschaftlichen Kräften abhängig zu bleiben - kein
Staat wird sich um die Menschen kümmern - haben wir keine andere Wahl als aufeinander
zuzugehen. Keine Sorge, die Not wird eine neue Solidarität erzeugen. Aber wie sollen wir
sie gestalten? Ohne neue Gesellschaftsstruktur wird es keine Sicherheit geben. Unter
diesen Umständen müssen wir zurück zum Ursprung, um dort unsere wahre Identität zu
finden. Nur wenn wir uns in unserem Wesen verwurzeln, können wir standhalten. Es geht
darum zu entdecken, wer wir wirklich sind, danach können wir unsere Aufgaben besser
gestalten. Nun, die Spiritualität macht es uns klar: tiefinnerlich sind "wir"
göttlich bzw werden wir getragen vom Ewigen Licht. In der Praxis machen wir den inneren
Schritt von der Ich (Ego) Identifikation zu unserem inneren Beobachter. Heute wird das
Achtsamkeit genannt. Das ist jedoch erst der erste Schritt. Es mündet in die Erleuchtung,
die sich ihrerseits auflöst in die Absolute Leere oder "Kosmische
Gebärmutter". Wesentlich ist zu begreifen, daß je mehr das Bewußtsein sich
erweitert, das Ego verschwindet. Bewußtwerdung ist Tod des Egos und zugleich Neugeburt
des Wahren Selbstes. Deswegen ist "Stirb und Werde" (J.W. Goethe) ein
universelles Prinzip (Siehe Kapitel 1-3). Es ist das Kennzeichen des "Neuen
Menschen" mit Liebe, Mitgefühl und Kraft als Fundament.

Mainz
Im Mittelpunkt steht das Kosmische Gesetz.
Es sagt aus, daß alles ständig "stirbt" und "wiedergeboren" wird.
Tod und Wiedergeburt garantieren zusammen ein dynamisches Gleichgewicht. Dies wird auch
Mutters Lebensnetz genannt. Während unseres eigenen Lebens sind wir ein Teil dieses
Netzes. Für unsere spirituelle Praxis heißt das, daß es nach der Geburt des Neuen
Selbst noch einen weiteren Schritt gibt, nämlich wieder Teil des Ganzen, des
"Himmels, der Erde und der (neuen) Gemeinschaft", zu werden. Das Vertikale
"inkarniert" sich in das Horizontale und wird so fruchtbar. Unser Leben auf
Erden wird so ein direktes Spiegelbild des Kosmos. Warum ist das wichtig? Die Antwort
lautet: nur so ist unsere Resonanz mit den kosmischen Kräften optimal. Wir leben nicht
mehr, oder nicht ausschließlich, aus unserer eigenen begrenzten Ego-energie, sondern sind
dauernd an der kosmischen Quelle angeschlossen. Männer und Frauen erfahren hier
unterschiedliche Akzente. Das "Stirb und Werde" ist bei Frauen hauptsächlich
körperlich. Es findet seinen Ausdruck im menstruellen Zyklus. Weil Männer ein größeres
Ego haben,....ist für sie das "Stirb und Werde" vornehmlich ein spiritueller
Prozeß. Das gilt übrigens auch für viele moderne Frauen die sich mit ihrem männlichen
Ego identifiziert haben.....Im allgemeinen haben Frauen jedoch eine Veranlagung, die sich
viel stärker als bei Männern auf Beziehung und Verbundenheit konzentriert. Sie sind
deswegen inniger mit dem Lebensnetz, kosmisch und irdisch, verbunden.

Regensburg
Es ist unglaublich, aber dieses kosmische
Modell ist zugleich DAS Modell, das wir heute so dringend brauchen. Denn unsere
Zukunft ist gefährdet, und die schwachsten Glieder sind Mütter und Kinder. Deswegen
sollen sie in der neuen Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen. Bedingung ist, daß die
Mütter sich solidarisieren. Sie sollen die Basis einer neuen Gemeinschaft werden. Das
kann in der Straße anfangen, dadurch daß Frauen sich gegenseitig unterstützten bei
Aktivitäten von gemeinsamer Interesse. Um diese Kerngruppe herum schließen sich
Ehemänner, Partner, Freunde an. Die heutige Lage mit den vielen alleinerziehenden Frauen
(mit ihren Geliebten) lädt gerade dazu aus (....). Denn sie sind flexibel um sich einer
neuen Situation anzupassen. Oft haben beide Geschlechter mehrere Beziehungen. Noch finden
jedoch fast alle auf individueller Basis statt, Unverbindlichkeit ist hier die Regel.
Unter dem Druck der Umstände muß sich das jetzt ändern. Die Mütter müssen
Überzeugungsarbeit leisten, um ihre Partner in ein neues Zusammenlebensmodell
einzubinden, so daß ein neues Kollektiv entsteht, das einer modernen Sippe. In
dieser neuen Gemeinschaft haben die Mütter die letzte Entscheidungsbefugnis in Sachen
sozialer Organisation, Besitz und Verteilung. Dies kommt der Lebensweise der Mosuo sehr
nahe. Was wir von ihnen lernen
können? Ich habe das ausführlich anderswo erörtert*. LINK
"Mosuo. Was ich hier noch hinzufügen möchte ist, daß die Männer sich
mit der Muttergruppe solidarisieren. Sie üben Selbstlosigkeit im Dienste der Ganzheit. Es
ist eine neue Form des Heldentums, jedoch nicht mehr als Ego-trip, sondern in
Verbundenheit, auch mit anderen Männern. Solche Männer werden "Grüne Männer"
genannt. Selbstverständlich sind auch Frauen Teil dieses Ganzen. Sie können ihre Talente
der GemeinschaftsDemokratie widmen und dort führende Rollen übernehmen. Innerhalb der
Sippe sind sie, wie die Männer, der Entscheidungsgewalt der Mütter untergeordnet.
* LINK:
DIE MOSUO
DIE KRISE DER MÄNNER
GRÜNE MÄNNER & WEISE FRAUEN
WEISE FRAUEN
Die Ursprüngliche Tradition der
Grünen Männer & Weisen Frauen

Ulm
Entstehen und
Evolution
Die Grüne Männer und
Weise Frauen haben ihren Ursprung in der Prähistorie. Die Männer
identifizierten sich mit ihren Jagdtieren, während die Frauen die alles-umarmende
Kosmische Mutter verkörperten. Mann und Tier waren eins, denn so konnte die Kraft des
Tieres in den Mann bzw Schamane übergehen. Grenzen zwischen Mann und Tier waren oft nicht
sehr klar.....Die Vorstellung der "Lady with the (Her) beasts" ist also uralt.
Sie wird ins Besondere von den Templern verehrt, die diese Bilder aus dem Nahen Osten
(Sumerien, Babylon, Kanaan) mit zurück nach West-Europa genommen haben. Die Mischung aus
Mann und Tier sieht man oft in alten Kirchen. Man/frau kann dadurch das Alter gut
einschätzen. Diese Grüne Männer wurden danach vermischt mit schon existierenden
römisch/keltischen Vorstellungen, die es noch überall gab. Ins Besondere der Gott
Silvanus als "Natur- und Gartengott" hat dabei eine Rolle gespielt.
Für die Menschen damals war
alles ohne Ausnahme eingebettet im Kosmische Schoß der Urmutter. Später kamen
die Göttinnen - Töchter - und Götter - Söhne - aus Ihr hervor. Weil die Mutter über
alles steht - das Kosmische über dem Göttlichen bzw das Licht das aus der Dunkelheit
kommt - sind Ihre "Kinder" keine gewöhnliche, sondern Gottmenschen. Bevor sie
sich später abspalteten vom Urgrund, hatten sie eine innige Beziehung zur Mutter. Die
Göttinnen und später die Götter verkörperten das "sterben und aufs Neue geboren
werden", dies um die jährliche Ernte zu garantieren. Jeder Herbst kehrte er zurück
in den Dunklen Urgrund (Leere!) der Mutter um im Frühling wiedergeboren zu werden.
Osiris, Tammuz, Attis, Baal, Adonis, Dionysos und....Jesus sind alle Teil derselben
Ursprünglichen Tradition. Der (sehr kleine) Unterschied: während die Vegetationsgötter
sich opferten für das (biologische) Überleben der Menschen, "starb Jesus für die
(spirituelle) Erlösung derselben". Obengenannte sind also erste Erscheinungsformen
des Grünen Mannes. Durch die klassischen Blattmasken* wurde ihre ursprüngliche Natur als
Vegetationsgott bestätigt.
* Überall in diesem Buch zu
bewundern. Siehe auch in der Website: "Das Europäische Grünner Mann & Weise
Frau Pilger Netzwerk".
Europäisches
Sakrales Erbe

Ebrach
Das Christentum ist also kein
einzigartiges Neubeginn. Es ist dagegen ein Glied in einer langen Tradition. Das
wollte es aber nicht wissen. Deswegen hat es alles von der alten Religionen übernommen
was brauchbar war um letztere danach rücksichtslos auszumerzen. Es wollte koste was
wollte absolute Anspruch auf Alleinherrschaft bekommen. Wenn man/frau spricht von der
abendländischen christlichen Kultur, muß da also ein großes Fragezeichen
gesetzt werden. Wo jetzt das Christentum seine Machtsposition verliert, ist die Zeit
gekommen zur Wahrheit zurückzukehren. Das Wunder: es haben materielle Beweise für die
Existenz einer ununterbrochenen Tradition überlebt und zwar (hauptsächlich, aber nicht
alleine) in den Kirchen! Es sind die Grüne Männer und die Weise Frauen! Sie werden
"Europäisches Sakrales Erbe" genannt, und verdienen - weil lange unterdrückt
und deswegen verwundbar - im Gegensatz zum "Europäisches Religiöses Erbe"
(Christentum) das ja immer noch überall gegenwärtig ist, unsere besondere Aufmerksamkeit
und Schutz. Ein halbes Jahr dauerte es um überall in Europa nach Grünen Männern zu
suchen. Das Erstaunliche: sie sind überall, von Schweden, Dänemark, Deutschland, der
Benelux, England bis Frankreich, Spanien und Portugal, Österreich, die Schweiz, Italien,
bis Kroatien, Slowenien, Ungarn, Tchechien, die Slowakei und Polen. Noch erstaunlicher:
sie sind überall gleich bzw zeigen die gleichen Wesenszüge und Erscheinungsformen.
Schlußfolgerung: es gab tatsächlich eine einheitliche vor-christliche
europäische Tradition.....Die gemachte Entdeckungen sind revolutionair, sensationell und
unübertroffen
In der heutigen Zeit wird sein
"Sterben und Wiedergeburt" spirituell interpretiert. Er zeigt uns den
Weg aus der Ego-sucht zu einer Neuanfang hin. Wir alle müßen unser Ego überwinden um
einer Neuer Mensch zu werden.....Nur dann kann die Welt gerettet bzw einen Neuen Schritt
in Evolution gemacht werden.
Bis zum heutigen Tag
geht uns die Idee, daß wir im Tiefsten unseres Inneren göttlich sind, nicht leicht ab.
Trotz der Tatsache, daß Jesus selber gesagt hat: "Das Königreich des Himmels ist IN
Dir". Die Realität ist, daß wir und mit uns die ganze Schöpfung Inhalt des
Göttlichen sind. Das Göttliche ist der unendliche Raum und wir leben in diesem Raum.
Deswegen durchdringt Es uns, und nicht nur uns, sondern das ganze Universum. Tranzendenz
ist Immanenz! Die Essenz is dieselbe, nur die Formen sind verschieden. Die Grüne Männer
und die Weise Frauen verkörpern diese Wirklichkeit: die Einheit, die sich in die Vielfalt
offenbart. Das geht sogar weiter als der Buddhismus, wo der Buddha "nur" das
Ganz Andere - also die Erleuchtung - verkörpert. Während die Grüne Männer und die
Weise Frauen das Licht IN dieser Welt repräsentieren. Im Mittelalter wurde die
Wirksamkeit Gottes deswegen als "grünen" angedeutet.

Frankenberg
Wie werde ich ein
Grüner Mann oder eine Weise Frau?
Wir sind unendlich stolz darauf, Nachkommen von
diesen zwei wundersamen Überlebenden zu sein: dem Grünen Mann und Weiser Frau.
Während die herrschende Kultur jämmerlich dahinsiecht, sind wir als ein Phoenix aus der
Asche auferstanden. Wir sind aus dem Schatten herausgekommen und nehmen unseren
rechtmäßigen Platz in der Geschichte ein. Unser Bauwerk steht. Unsere Fundamente sind
hecht. Von der Kosmischen Mutter bis Ihrer Töchter, die Göttin in jeder Frau, dem
göttlichen Licht ihr Sohn, das All-gegenwärtig ist, bis zu den Grünen Männern und
Weisen Frauen, die diese Immanenz verkörpern. Sie sind als Kunstobjekt überall in Europa
zu bewundern und formen so ein neues Netzwerk für die Belebung der Europäischen Kultur.
Unsere Ursprüngliche Tradition ist die Fortsetzung der integralen abendländischen
Spiritualität und ist mehr als zehntausend Jahre alt. Wir verfügen also über eine
reiche Geschichte und Mythologie. Außerdem haben wir einen sehr effektiven
Meditationsweg* entwickelt, der für jeden zugänglich ist. Wir haben die Beziehung
zwischen Mann und Frau neu definiert und haben weitreichende Vorschläge für die
Erneuerung der Kultur gemacht. Höhepunkt ist das "Europäische Grüner Mann und
Weise Frau Pilger Netzwerk". Es umfaßt mehrere hundert Kirchen und Städte in ganz
Europa (etwa 16 Länder), alle mit Grünen Männern dekoriert. Auch das archetypisch
Weibliche - eigentlich das Mütterliche - findet man/frau fast überall. Es wird von
stilisierten Muscheln - an den verschiedensten Gebäuden zu bewundern - verkörpert (Die
"Jakobsmuschel" vom Jakobsweg stammt aus vor-christlichen Zeiten) und ist Symbol
des Universellen Kosmischen Mutterschoßes. Übrigens ist auch der Gral - der dieselbe
Symbolik inne hat, in Europa - und darüber hinaus - als "Faß des Überflußes"
- überall zu finden. So "hat man/frau nichts, und auf einmal hat man/frau
alles". Das vor-christliche Sakrale Erbe ist auf unserem Kontinent also reichlich
vertreten.
*Der Universelle Weg.
LINK:
DIE VISION DES GRALS

Münster
Ganz praktisch
Wie sollten wir unsere neuen Einsichten in die
Praxis umsetzen? Viele von uns fühlen sich ohnmächtig, erschöpft und
gleichgültig der Idee gegenüber, daß Erneuerung überhaupt möglich sei. Alles ist
zuviel, sogar die Aussicht, daß wir aus unserem Käfig herauskommen könnten. Zunächst
müssen wir glauben, daß ein Ausweg möglich ist. Ich kann Dir sagen: unsere tiefste
Sehnsucht ist zum Ursprung zurückkehren, um dort erneuert zu werden. Spüren wir nicht
manchmal, daß trotz allem Freude aufsteigt? Irgendwie ist noch nicht alles ausgelöscht
worden. Alleine diese Schritte zu machen, ist jedoch oft verdammt schwierig. Wir brauchen
eine Umgebung, die uns anregt. Überraschenderweise gibt es die, es sind die Grünen
Männer und die Weisen Frauen, die die Urkraft des Kosmos versinnbildlichen. Die
Überraschung ist, daß sie überall in Europa anwesend sind. Und zwar auf eine sehr
überzeugende Art und Weise. Ich habe viele aufgespürt und so das "Europäische
Grüner Mann & Weise Frau Pilgernetzwerk" gründen können. Die Wiederkehr
der Kosmischen Religion wird überall verkündet, ironisch genug auch in den Kirchen. Denn
die mittelalterlichen Steinmetze haben alles eingesetzt, um die ursprünglichen
spirituelle Inspiration zu bewahren. Deswegen sind die Grünen Männer zusammen mit ihren
(grünen) Göttinnen hauptsächlich in Kirchen zu finden. Vertiefe Dich in ihr wahres
Wesen. Sie verkörpern das Göttliche in Dir. Endlich können wir unser Grübeln, unsere
Selbstmitleid und unsere Egosucht abschütteln und uns wieder mit unserem göttlichen Kern
vereinigen. Unternimm Pilgerfahrten zu den vielen Orten und lasse Dich inspirieren. Meine
website hat die komplette Übersicht mit hunderten von Bildern. Oder starte Dein eigenes
Abentuer, denn viele Grüne Männer und Weise Frauen sind noch unentdeckt.

Aschaffenburg
Die Steinmetze des Mittelalters waren, oft von
den Templern unterstützt, stark von "heidnischen" Einflüßen
beeinflußt. Für sie und das Volk war es ein Triumph, die "alten Götter" in
Form der "Grünen Männer" in den sakralen Raum zurückbekommen zu können. Die
Kirche war anderer Auffassung. Erlaubnis für die Grünen Männer in der Kirche wurde
gegeben in der Hoffnung, die Menschen überzeugen zu können, daß "Christus sie
überwunden hatte". Daher auch die total verschiedenen Emotionen der Grünen Männer.
Mal sind sie entzückt, mal total zerrissen, mal göttlich-friedlich, mal außer sich vor
Wut..... Genügend Gelegenheit für uns, um uns mit ihnen zu identifizieren!

Altenberg
Die heutige (kapitalistische) Realität: In der
kommenden Zeit werden (viele) Frauen versuchen, sich Besitz und Macht anzueignen.
Zu gleicher Zeit werden Männer immer mehr an die Peripherie zurückgedrängt. Manche
Feministinnen nützen dies aus, um die männliche Identität, oder was davon übrig ist,
noch weiter zu unterminieren. Von Seiten der Männer wird die Alarmglocke geläutet.
"Am Ende bleibt von uns nichts übrig". Nun, statt sich zu wehren, alles zu tun,
um sich mit dem Ego aufrechtzuhalten, sollten sie dies ruhig geschehen lassen. Nichts ist
nämlich schlimmer um mit einem schwer beschädigten Ego weiterleben zu müssen. Ich
lade jedoch jeden Mann ein, die ganze heutige Lage zu Ende zu denken, daß die Frauen
ihnen gerne ihr Leben übernehmen möchten. Na, und? Ist nicht Euer Leben geprägt von
Stress, Ernüchterung, Sinnlosigkeit und Burn-Out? Hat der kapitalistische "Rat
Race" die Männer nicht alle zermürbt? Wenn trotz besseren Wissens die Frauen
unbedingt diese Erfahrung haben möchten, um zu beweisen, daß auch sie
"Könner" sind, dann sollen sie das machen. In der Zwischenzeit folgen wir dem
Kosmischen Gesetz des "Stirb und Werde" (J.W.Goethe), um definitiv von unserem
Ego befreit zu werden. Unser Ziel ist die spirituelle Erneuerung, die Geburt des inneren
göttlichen Funkens (Meister Eckhart) in uns. Um mit unserem Wahren Selbst wiederum Teil
des Ganzen, von "Himmel, Erde und der (neuen) Gemeinschaft" zu werden. Damit ist
zu gleicher Zeit eine neue Aufgabe und Berufung geboren: sich als Neuer Mensch für eine
Neue Welt einzusetzen. Wenn dann unsere Frauen erschöpft und verwundet aus ihrem Alptraum
zurückkehren, haben wir ihnen endlich mal wieder etwas Kostbares zu
bieten....

Limburg
Übrigens, von Anfang an hat sich hier ein
Mißverständnis eingeschlichen. Erstens besteht der Eindruck, daß ALLE Frauen
ihren Animus - männlichen Teil - (extrem) entwickeln wollen. (Es sind diese Frauen, die
sich am stärksten - in den Medien zB - profilieren!) Die Mehrheit der Frauen möchte das
gar nicht. Frauen und Männer kennen also viele Akzente, von männlichen Frauen bis zu
weiblichen Männern. Die meisten bewegen sich in der Mitte. Diese Frauen haben ganz andere
Bedürfnisse als ihre "männlichen" Schwestern. Diese Frauen haben
Schwierigkeiten mit der männlichen Arbeitswelt. Dies wird sogar vom Kosmos
"unterstützt". Der Kosmos besteht einerseits (siehe oben) aus ständigem
"Sterben und aufs Neue geboren Werden" und dem Lebensnetz andererseits. Weil
Männer ein großes Ego haben, sollen sie Abspiegelung der Leere sein, müssen also
ständig "sterben" bzw dem Ganzen selbstlos dienen, während für Frauen, als
Spiegel des Lebensnetzes, gegenseitige Verbundenheit das Leitmotiv ist. Diese Frauen
passen nicht in eine Welt, die von roher Gewinnsucht, extremer Selbst-bezogenheit,
Rücksichtslosigkeit, obsessivem Wettbewerb, von Ausbeutung und Macht dominiert wird. Sie
sind ANDERS. Um zur Selbst-entfaltung zu kommen, brauchen sie ein Umfeld, das mit IHRER
Veranlagung und mit ihren Talenten übereinstimmt. Diese Frauen also ZWINGEN um am
"Arbeitsmarkt", ein Sklavenmarkt, teilzunehmen, wie das die Wirtschaft
sich wünscht und wie es heutzutage als Quote" in der Politik diskutiert wird, das
ist wohl soziales Unrecht.

Lübeck
Das zweite Mißverständnis folgt aus dem
ersten. Frauen denken, daß die einzige Art und Weise, um sich zu emanzipieren,
Teilnahme an dem kapitalistischen "Rat Race" ist. Dieses Mißverständnis führt
zurück zu den Zeiten von Hobbes, wo Staat und Gemeinschaft definitiv getrennt wurden. Das
hat sich im Laufe der Zeit mehr und mehr zu einer Ein-Dimensionalität zugespitzt. Also
wissen sie nicht besser, als daß es nur einen Bereich gibt, wo sie tätig sein können.
Jetzt jedoch, wo alles mehr und mehr in Verfall gerät, werden ihnen die Augen aufgehen.
Die Zukunft ist nicht mehr so rosig. Also muß frau sich neu orientieren. Sie muß
Ausschau halten nach einer Alternative, die ihr Frau-sein gerecht wird. Die Traditionen
der Welt zeigen uns, daß Frauen in der Gemeinschaft am besten zu ihrem Recht kommen. Sie
sind Herrin nicht nur ihres eigenen Haushalts, sondern darüber hinaus auch in der großen
Gemeinschaft. Ihre Kommunikationsfähigkeiten, ihr Interesse für das Soziale, ihre
Erdverbundenheit, ihre praktische Vernunft, ihre emotionale Ausgeglichenheit, ihr Gefühl
für das Ganze, ihr Gespür für Details, ihre Geduld mit Menschen umzugehen, das alles
waren Tausende Jahre lang ihre Stärken. Nun sind im Laufe der Zeit ein Stück gesunder
Individualismus, Selbst-Verwirklichung und eigene materielle Wünsche dazugekommen. Das
ist selbstverständlich okay. Es geht darum, daß die Umwelt, in der Frauen leben und
arbeiten, von Kooperation statt Konkurrenz, von Solidarität statt Egoismus, von
Nachhaltigkeit statt Ausbeutung, von Gerechtigkeit statt Gewalt, von Lebensfreude statt
Stress, von Optimismus statt Zynismus geprägt ist. So wie es in unserer Gemeinschafts-
Demokratie der Fall ist. Erst hier haben ihre Talente, Leadership, Management,
Kommunikation, Kreativität, Fürsorge, ihre Zukunft. Schließe Dich also der Neuen
Gemeinschaft an!* Neue Männer sind diejenigen, die dieses Vorhaben mit
allen Kräften unterstützen....
* Es spricht für sich, daß Probleme wie
Kinderbetreuung, Probleme in der Beziehung, Erziehungsfragen sich als "von
selbst" durch die GemeinschaftsDemokratie lösen werden. Siehe Kapitel 5. Eine Neue
Wirtschaft und 7. Eine Neue Gesellschaft

Magdeburg
9.
Eine Neue Erziehung für Eine Neue Jugend
Jugend voran!
Grundpfeiler der heutigen "Erziehung"
sind die Familien und die Schulen. Ich bin überzeugt, davon, daß alle
Beteiligte das Beste für die Kinder wollen. Die Praxis erweist sich jedoch als
außerordentlich schwierig. Oft ist die Familie zu einer Überlebungskampfeinheit
entartet. Beide Eltern müssen arbeiten, um einen exzessiven Wohlstand aufrechtzuerhalten.
Wohlstand wozu? Denn ihre Arbeitszeit läßt kaum noch Zeit für die Kinder, noch für
andere sinnvolle Tätigkeit. Der Stress ist oft so groß, daß die Ehe nicht mehr
tragfähig ist. Innerhalb von ein paar Jahren lassen die Eltern sich oft genug wieder
scheiden. Die Folgen für die Kinder sind bekannt. Ebenso ist es bei den
Allein-erziehenden Müttern. Der Vater ist in beiden Fällen abwesend, die Jungen wachsen
auf als Müttersöhnchen. Die Aussicht, daß sie erwachsene Männer werden, wird immer
geringer. Ihre Identitätskrise ist so tiefgreifend, daß sie sich kaum noch weiter
entwickeln. Ihr zerstückeltes Leben äußert sich in Sinnlosigkeit, Trinken, Drogen,
Straßengewalt, Suizid und immer mehr in Rechtsextremismus. Mit den Mädchen geht es
relativ besser. Sie haben ihre Mutter, mit der sie sich identifizieren können. Außerdem
lockt die für sie neue Chance nach Unabhängigkeit, Geldverdienen und einer Karriere.

Markgröningen
Kommt die Schule den Jungen und Mädchen
entgegen? Kann sie etwas ausgleichen, was in der Familie schiefgeht? Wohl kaum.
Das Curriculum der Schulen ist weitgehend vom Big Business diktiert worden. Es ist extrem
kopflastig und setzt nur auf Fähigkeiten, die später von der Industrie gefragt wird.
Wenn es dann soweit ist, wird die Jugend garnicht gebraucht oder werden mit 30 schon
wieder rausgeschmissen. Die Bildung: "Fit für das System" hat versagt. Das ist
logisch, denn sie basiert sich nicht auf den Bedürfnissen der Jugend selber. Erziehung
zum Profitmachen, zum Sklaven der Großbetrieben zu werden, ist nicht ganz das, was der
Jugend selber vorschwebt. Wie anderswo schon erwähnt, sind Stress, Burn-Out,
Depression, das Kränkeln bei Jugendlichen jetzt schon inakzeptabel geworden. Die
Verbreitung der elektronischen Medien wird da mitschuldig sein. Wissenschaftliche Studien,
die belegen, daß Hyperaktivität, gesteigerte Aggression, bei Jugendlichen darauf
zurückzuführen ist, werden heutzutage von der Presse vehement bestritten (oder völlig
ignoriert). Familie und Schule zusammen versagen also, wo es um die Erziehung der Jugend
geht. Ich läute die Alarmglocke! Die Toleranzgrenze ist bei weitem überschritten. Wenn
das so weitergeht, wird unsere Jugend und damit unsere ganze gesellschaftliche Zukunft
zugrunde gehen.

Mühlhausen
"Leben, lieben und loben"
Später, wenn die Straßen-, Viertel-,
Kommunen- gemeinschaften etabliert sind, haben diese als erste Priorität
Gemeinschaftsschulen zu gründen. Dieses Wissen wird die heutigen Pioniere wohl kaum
trösten. Denn die heutigen Schulen stimmen überhaupt nicht mit ihren Vorstellungen von
zukunftsorientierter Erziehung überein. Es macht einen riesigen Unterschied, ob wir die
Jugend unterstützen beim Finden ihrer eigenen Zukunft, oder so manipulieren, daß sie
brave Konsumsklaven werden. Den Ruf nach "Bildung" der heutigen Politiker,
enttarnen wir als Versuch, die Kinder zu Kindsoldaten für den "Rat Race" im
globalen Wettbewerb zu drillen*. Er hat NICHTS mit Sorge für das Wohlbefinden der Kinder
zu tun. Sie sollen willige Zombies werden, um sich so ausbeuten zu lassen, letztlich ihren
eigenen Untergang beschleunigend. Diese Art von "Bildung" macht jetzt schon
unzählige Opfer. Viele Kinder leiden unter Burn-Out, klagen über Schlafstörungen,
Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Erinnerungsverlust, Eßstörungen, extreme
Müdigkeit, Bluthochdruck, Depression und Suizidphantasien. Ist das die
"Bildung", die wir für unsere Kinder wollen?
* Bedingung ist u.a., daß wir unsere Ansprüche
auf immer steigendes Wachstum fallen lassen.

Mayen
War da in der Erinnerung nicht etwas, was wir
inzwischen vergessen haben? Richtig, es gab mal Jugendbewegungen in Deutschland.
Die Deutschen haben immer bei der Erziehung einen dritten Grundpfeiler für notwendig
gehalten. Neben dem Schulwissen soll die Jugend auch in Lebensweisheit und Erfahrung
erzogen werden. Nach dem Dritten Reich wagt niemand, auch nur mit dem Gedanke zu spielen*.
Ich als Holländer, dessen Land damals von den Deutschen besetzt und terrorisiert worden
ist, kann nicht im Verdacht stehen, mit dem Gestapo-Regime zu sympatisieren. Diese
Freiheit der Vergangenheit gegenüber ist für mich zugleich eine Verantwortung. Deswegen
kann ich offen gestehen: Was (nicht nur) Deutschland braucht, ist eine neue
Jugendbewegung. Ich nenne sie die GrüneMännerJugend (GMJ) und die Weise FrauenJugend
(WFJ). Ganz wichtig ist dabei die Entwicklung zur Ganzheit. Die Jugend soll die Chance
geboten werden, sich selber zu entdecken in Verbundenheit mit ihrer Umgebung. Sie braucht
Selbsteinsicht bzw Selbsterfahrung: Wer bin ich? Wozu bin ich hier? Was ist meine
Lebensaufgabe? Wie entwickle ich Körperbewußtsein und ein inneres Gleichgewicht? Wie
soll meine Beziehung zum anderen Geschlecht sein? Wie soll ich mich eingliedern in einer
(neuen) Gemeinschaft? Wie arbeite ich am besten für eine nachhaltige Zukunft? Welcher
Beruf, welcheTätigkeit paßt zu mir? In was für einer Gesellschaft möchte ich leben?
Wie ist mein Verhältnis zur Natur? Zum Kosmos?
Ausgiebige Ergänzung in "Krise der Männer" 1 & 2
"Die Mosuo".
Siehe Buch "Ego, die Menschheit im Kern gestört".
* Die Welt hat Deutschland
gelobt für ihre Verarbeitung der Nazi-Zeit. Zurecht. Sie hat aber nicht ausgereicht.
Seine Haltung hat sich als zu passiv erwiesen. Jetzt ist unser Land in der Defensive gegen
die Rechtsradikalen. Man/frau hätte die Jugend begeistern müssen, in der Welt Gutes zu
tun. Es ist dazu vielleicht noch nicht zu spät.

Meissen
Noch ein paar Bemerkungen
Der große Vorteil unserer "sanften
Revolution" ist, daß jeder in seiner/ihrer eigenen Situation sofort anfangen kann.
Bei der Erziehung geht es in erster Linie um die Gemeinschaft. Das wiederum steht und
fällt mit der Müttersolidarität. Denn Mütter sind immer noch die Pfeiler der
Gemeinschaft. Nun wird es hoffentlich einfach sein, die Mütter zusammen- zubringen. Mit
der feministischen Schwestersolidarität hat es nicht geklappt, logisch, denn viele Frauen
waren oder sind noch auf ihrer eigenen Karriere fixiert. Bei Müttern liegt das anders.
Sie haben ein klares gemeinsames Interesse. Außerdem haben wir heute ein Problem, das
sich sehr wohl in eine Chance verwandeln könnte. Es sind die alleinerziehenden Frauen.
Bekanntlich ist diese Gruppe eine der verwundbarsten in der Gesellschaft. Oft nur mit Harz
IV ausgestattet, können die Mütter nichts anderes erreichen als das schlichte
Überleben. Von gesellschaftlichem Aufstieg kann nicht die Rede sein. Was soll aus solchen
Kindern werden? Ihre Zukunft sieht düster aus. Es drohen allgemeine Verwirrung, Chaos,
Armut, Verzweiflung und Gewalt, um nur einige Aspekte zu nennen, mit herben Konsequenzen
für Mütter und Kinder. Weder von Gott noch vom Staat können diese Familien auch nur das
Geringste erwarten. Sie können nicht davon ausgehen, daß sie beschützt und unterstützt
werden. Jetzt schon wird das Notwendige eingeschränkt. Der Ausweg wäre: die Mütter
sollen sich solidarisieren. Mit den Müttern als Kern, ergänzt von Partnern, Freunden und
Unterstützern sollten sie moderne Sippen bilden, wenn möglich in ihrer eigenen direkten
Umgebung.

Merseburg
Als ich zögernd darüber sprach mit einer
Anzahl von Frauen aus der Karibik, sagten sie lachtend zu mir: "Ach, das
kennen wir ja schon so lange! Immer sind es die Frauen: Mütter, Schwester, Tanten,
Nachbarinnen, die einander unterstützen (müssen), während ihre Männer, Liebhaber
davongelaufen sind. Die Kirche hat solche Gemeinschaften immer verurteilt und denunziert,
aber wir wissen, daß es ohne die Müttergruppe nicht geht. Wie schön, daß Du versuchst,
auch die Männer einzubeziehen. Die haben es trotzdem ziemlich leicht, denn die können
ihre Verantwortung teilen, auch können sie sich in Freundschaften solidarisieren und
dennoch eine ganze Menge Freizeit haben". Jetzt mußte ich lächeln, über die
Männer, die es so leicht haben. Aber sie hatten Recht. Die primäre Gruppe bestand immer
aus Müttern und Kindern mit Männern als ihre Beschützer. Und weil, wie gesagt,
"dschungelartige Situationen" auf uns zukommen, können wir ein Vorbild wie
dieses gut gebrauchen.

Maria Laach
Erziehung kann nur gelingen, wenn die Kinder
von Anfang an in der Gemeinschaft eingebunden sind, so wie ich das oben
ausführlicher geschildert habe. Die Mütter, die den Mittelpunkt bilden, verbreiten
Liebe, Geborgenheit und Grundvertrauen. Dazu kommt ein Begriff, der von Jean Liedloff
geprägt worden ist*. Durch jahrelange Beobachtungen bei Indianern am Amazonas kommt sie
zu dem Schluß, daß für die emotionale Grundsicherung des Menschen ein Kontinuum in den
ersten drei Jahren eine absolute Bedingung ist. Sie meint damit, daß die psychologische
Gesundheit davon abhängt, daß Babies von EINER Person betreut werden und viel
Körperkontakt haben. Das muß nicht unbedingt die eigene biologische Mutter sein. Später
kann und muß die Verbindung natürlich lockerer werden. Mädchen identifizieren sich mit
der Mutter und anderen Frauen, während Jungen sich an dem Vater oder an mehreren Onkeln
orientieren, den Männern, die sich der Sippe angeschlossen haben. Beide Geschlechter
folgen verschiedenartigen Entwicklungslinien, sie machen manchmal etwas gemeinsam,
manchmal auch getrennt. Es ist bewiesen worden, daß die teilweise Trennung der
Geschlechter einen guten Einfluß auf ihre Entwicklung und ihre Identitität hat. Die
Gemeinschafts- Demokratie macht es möglich, daß für die Kinder alle Zeit zu Verfügung
steht. Auch andere Erwachsene können sich beteiligen, derartig, daß die Kinder
eigentlich von einer Großfamilie großgezogen werden. Die früheren Probleme mit den
Kinderkrippen, wie der Entschluß keine oder ganz wenige Kinder zu wollen! erscheinen
jetzt eher unwirklich. "Wie haben wir uns durch unsere eigene Fehlorientierung im
Leben irren lassen. Die Grundlage war grundsätzlich falsch, deswegen wurde damals alles
zu Problem".
* J. Liedloff "Auf der Suche nach dem
verlorenen Glück", 2005 C.H.Beck. Siehe auch R.Spitz "Die Entstehung der ersten
Objektbeziehungen", Klett-Cotta 1992.

Mainz
Ein großes Problem in dieser Hinsicht ist die
weit verbreitete Sucht nach der "virtuellen Welt"*. Es hat
angefangen mit "science fiction", die von der Technologie als Propagandamittel
eingesetzt wurde. Sie soll(te) die Menschen vertraut machen mit einer Zukunft, die aus
einer gigantischen Megamachine besteht. Menschen sind da zu Robotern geworden.
Gefühllosigkeit, Zynismus, Grausamkeit und Gewalt werden als selbstverständlich
dargestellt. Dazu ist dann die heutige elektronische Vernetzung gekommen. Für viele
Jugendliche ist diese Virtualität "normal", ja, für sie ist es die Realität
schlechthin. In Wirklichkeit haben die "sozialen Netzwerke" die Realität
ersetzt, derartig, daß ihre illusionäre Oberflächlichkeit - ohne jede Substanz - zur
Sucht geworden ist. Dadurch ist unsere Jugend, und nicht nur sie, von tieferen Gefühlen,
Einsichten und Emotionen abgeblockt. Die Netzwerke sind deswegen zutiefst anti-spirituell
und anti-human. Daß das also nicht natürlich ist,..... zeigt ein Experiment aus den VS.
Dort wurde Jugendlichen nur einen! Tag lang alles Elektronische entzogen. Das Ergebnis:
schwere psychische bis körperliche Probleme, Verwirrung, Depression,
Aggressivität bis zur Psychose... Was passiert also, wenn das System tatsächlich
zusammenbricht? Nicht nur die Kinder haben heute oft den Kontakt zur Welt verloren.
(Michelle Obama urteilt "Facebook ist für Kinder nicht zu empfehlen"). Das
heißt auch, daß für sie die Natur in zunehmendem Maße etwas Unbekanntes, etwas
Wesenfremdes geworden ist. Und wozu man/frau keinen Kontakt hat, schätzt man/frau nicht.
Wenn also die Natur für die kommende Generation keinen Wert hat, wer soll sie dann
beschützen? Gleichgültigkeit der Zerstörung gegenüber ist ein Horrorszenario. Wir
müssen das mit allen Mitteln verhindern.
* Selbstverständlich sind wir nicht gegen eine
vernünftige bzw souveräne Benutzung bzw Anwendung der IT-Technologie. Solange sie noch
funktioniert.....

Marburg
Wir, die Ganzheitliche Transformation, werden
alles tun, um die Bildung im Eigeninteresse der Jugend so zu gestalten, daß sie
ihre eigenen Träume verwirklichen kann. Obwohl die Propaganda unermüdlich wiederholt,
daß die Jugend am glücklichsten ist, wenn sie die Segnungen des Konsums genießen kann,
sind wir der festen Überzeugung, daß dem nicht so ist. Es ist inakzeptabel, die Jugend
in ein System hineinzuzwingen, das letztendlich ihre Lebensgrundlage zerstört. Die Jugend
weiß das. Deswegen haben alle Probleme wie Depression, Sinnlosigkeit, oberflächliches
Leben, Aggression, Gewalt und Drogenmißbrauch nur einen Grund, nämlich, daß die Jugend
ihre eigene Ideale nicht verwirklichen darf. Ohne unsererseits der Jugend etwas
aufzuzwingen, können wir davon ausgehen, daß jede Jugend sich an der Zukunft orientiert.
Deswegen soll bei der Bildung die Zukunftsgestaltung - wie die Jugend das selber sieht
- im Mittelpunkt stehen. Alles andere ist davon abgeleitet: neue Ideale, Visionen,
Identitätsuche, Selbst- Entfaltung, loskommen von der Konsumsucht, Gemeinschaft, Kultur,
Neugier auf unentschlossene Gebiete und berufliche Ausbildung, ja, sicherlich auch
"Facebook" und "Twitter", aber mit Maßen. Lehrer neuen Stils
übernehmen die Prioritäten und machen daraus einen Lehrplan, sie bringen körperliche
Ausbildung, Spiritualität, Lebensgestaltung, ein neues Weltbild, Ökologie und
Überlebensstrategien in das Curriculum ein.

München
Nicht schwärmerische Reformpädagogik,
sondern zugewandte, jedoch zugleich sachliche und disziplinierte Vorgänge sollen das
Curriculum prägen. Tägliche Lebensrealität und menschliche Kontakte statt Entfremdung
durch die virtuelle Welt, die absichtlich als Ersatz aufgedrängt wird, um die
Jugend von ihren eigenen Zielen abzuhalten. Alles steht im Rahmen einer deutlichen
Führung. Wäre die Jugend im Stande, dies mit ihren eigenen Idealen zu verbinden, dann
ist sie gewiß bereit, sich einzusetzen und sich zu engagieren, sich auszubilden,
ja, sogar Selbstdisziplin zu entwickeln. Die eigene Zukunft gestalten ist eben keine Sache
von Unverbindlichkeit, das weiß im Grunde genommen jeder. Die ganze Erziehung soll sich
danach richten.

Naumburg
10.
Healing the Planet
Unsere Sakrale Umwelt
Das Kernkonzept der Nachhaltigkeit heißt
"Dynamisches Gleichgewicht". Es findet seinen Ursprung in der
Bodenlosigkeit des Kosmos. Zwei kosmische Kräfte entspringen aus dem Vakuum oder der
Kosmischen Gebärmutter: Erneuerung und Auflösung, Geburt und Vernichtung. Diese beiden
Kräfte sind einander entgegengesetzt, so, daß sie einander in Schach halten. Das
Ergebnis ist ein dynamisches Gleichgewicht, das das Leben möglich macht. Überraschend
ist, daß alle Ebenen des Daseins von diesem Gleichgewicht nicht nur beeinflußt, sondern
letztlich bestimmt werden. Die Ebenen, die ich hier weiterhin streifen möchte sind: das
Universum, die Erde, die Evolution, die Öko-systeme, der Mensch, die Gesellschaft und die
Wirtschaft.

Augsburg
Nach der modernen Forschung verschwindet
Energie in das kosmische Vakuum, während sie gleichzeitig aus ihm geboren wird.
Das "Field" das entsteht - "Higgs Field" - scheint deswegen
unveränderlich zu sein. Interessant ist, daß dasselbe von Gott gesagt wird. Auf den
niedrigeren Stufen der Energie und (Quanten)partikel ist die unaufhörliche Neuschöpfung
und Vernichtung deutlicher wahrzunehmen, zB anhand eines "Schwarzen Lochs". Das
Schwarze Loch ist der "Kurzschluß" zwischen dem Vakuum und der Energie/Materie
einer Galaxie. Die Wissenschaft definiert das Loch als die Folge eines Sternentodes.
Eine überzeugende Erklärung ist das nicht. Denn weshalb müssen Sterne sterben? Ja, sagt
man/frau: "weil die thermische Potenz erschöpft ist". Aber: warum erschöpft
sie sich? Nur die Existenz des absoluten Vakuums kann eine befriedigende Antwort geben.
Denn das Vakuum saugt Materie in sich auf, vernichtet sie, um im selben Moment Energie
auszuwerfen, zu kreieren.. Die Schwarzen Löcher sind also Manifestationen der Kosmischen
Bodenlosigkeit - der "Mutter" - wodurch wir im Stande sind, Prozesse, die sonst
für uns verborgen bleiben, abzulesen.

Worms
Diese zwei kosmischen Kräfte wirken überall
im Universum, auch auf der Erde. Alles wird ununterbrochen auseinander gebrochen
zu einfachen Bausteinen - Moleküle und Atome - um danach wieder zusammengefügt zu
werden. Also gibt es eine gleichzeitige Tendenz zur Vereinfachung einerseits und zur
Komplexität andererseits. Nur wenn es ein dynamisches Gleichgewicht gibt, kann Leben
entstehen. Das ist bei dem Entstehen der Erde in einer wunderbaren Art und Weise gelungen.
Seit Millionen von Jahren ist ein System entstanden, daß sich in engen Grenzen hält. Die
Regelsysteme der Erde sind so auf einander abgestimmt, daß man/frau mit gutem Recht von
einem "lebenden Organismus" (Lovelock) sprechen kann. Seine Gaia-hypothese wurde
zuerst lächerlich gemacht, wie es oft mit neuen Ideen geschieht. Heutzutage jedoch nehmen
immer mehr Menschen sie ernst.

Berlin
Das hat auch Konsequenzen für die
Interpretation der Evolution. Bisher wurde alles "horizontal" gedeutet.
"Survival of the fittest" ist die Folge von Veranlagung und Umwelteinflüssen.
Nun hat das durchaus seine Berechtigung. Bei einem schwachen Erbgut und ungünstigen
Bedingungen wird eine Pflanze oder ein Tier weniger Lebenschancen haben. Aber ist das die
einzige Erklärung? Denn es spielen noch andere Faktoren mit. Im Hintergrund allen Lebens
gibt es die kosmischen Kräfte der Vernichtung und Erneuerung. Diese Kräfte sind nicht
imaginär oder abstrakt, nein, das ganze Dasein wird von ihnen durchdrungen. Ganz konkret
heißt das: eine schwache Veranlagung kann davon mitbestimmt sein, weil im Moment der
Konzeption die Vernichtungskraft die Oberhand hat. Zur Erinnerung: die zwei kosmischen
Kräften haben ein DYNAMISCHES Verhältnis zu einander, "fluktuieren" also
ständig. Es gibt dadurch Momente im Leben, wo die Erneuerung die Oberhand hat und
umgekehrt.
Nachhaltigkeit - das Dynamische Gleichgewicht -
ist sakral

Erfurt
Kommen wir zu der folgenden Stufe: die der
Öko-systeme. Sie sind das Musterbeispiel des "Lebensnetzes", das
Ergebnis des Zusammenspiels der kosmischen Kräfte. Im Öko-system ist alles - Erde,
Klima, Wasserhaushalt, Temperatur, Mikro-organismen, Pflanzen und Tiere - optimal
aufeinander abgestimmt. Das bedeutet nicht, daß es bloß den Lebenspol gibt. Zum
optimalen Leben gehört der Todespol ebenfalls dazu. Dies alles wird gekennzeichnet von
der Öko-Intelligenz, der Integration von Kooperation, Auswechslung und Adaptation. Das
sind Qualitäten, die ins Besondere die Organismen besitzen, die Teil des Ganzen sind. In
dieser Hinsicht sind Moose, Bienen, Sardinen, Renntiere und Affen viele Male intelligenter
als wir Menschen. Das kommt daher, daß sie eine direkte Reflektion des kosmischen
(Quanten) Lebensnetzes sind.... Im Gegensatz zur Öko-Intelligenz lassen wir uns vom Ego
vor uns hertreiben. Dies hat sich aus dem Ganzen losgelöst, kann nicht mehr zum Ursprung
zurückkehren, durch das Unvermögen zu "sterben", bläht sich immer weiter auf.
Der Verlust an Öko-Intelligenz ist uns teuer zu stehen gekommen. Die Ganzheit, der wir
unser Dasein verdanken, wird von ihm rücksichtslos zerstört.

Gelnhausen
So sind wir also beim Menschen angelangt.
Sein Verhalten wird gekennzeichnet durch das Haben, "Haben als das Unvermögen zu
Sein". Das "mehr, mehr und mehr" kann das Verlangen nach wahrer Erfüllung
jedoch nicht stillen. Deswegen wird haben zu einer Obsession. Jedesmal ist die Hoffnung
auf Glück da, jedesmal gibt es die Ernüchterung, bis es unerträglich wird (Burn-Out!)
und tief von innen die Einsicht kommt, daß man/frau auf dem falschen Weg ist. Anhäufung
aller Art erstickt das Leben. Man/frau wird begraben bevor man/frau stirbt. Und hier sind
wir bei einem der tiefsten Paradoxen des Lebens angelangt. "Sterben, weil man/frau
sich weigert zu sterben.....". Das Ego verweigert sich einzufügen, freiwillig
zu "sterben", und bläht sich immer weiter auf (Anhäufung). Dadurch erstickt
der Mensch (unfreiwillig sterben) in seinem eigenen Müll, in Stress, Besitz und
Schlacken. Unser Stoffwechsel gibt auch hier wiederum ein deutliches Beispiel. Ich habe
vom dynamischen Gleichgewicht gesprochen (Siehe Kapitel 1) wobei 25% aller unserer Zellen
im Sterbeprozess sind und 25% sich ständig erneuern. Sterbende Zellen scheiden
wunderbarerweise eine Substanz ab, die die Erneuerung von Jungzellen stimuliert. Optimales
Sterben als Bedingung für neues Leben! Verhindert dagegen die Gewebsverschlackung das
Sterben, wird weniger Hormon freigesetzt, wodurch die Verjüngung behindert wird oder gar
nicht stattfindet. Mit als Resultat die Entstehung von chronisch-degenerativen
Krankheiten.....

Goslar
Souveränes Leben ist deswegen gekennzeichnet
durch "Kreative Destruktion". Aufs Neue kommt auf dramatische Art
und Weise zum Ausdruck, wie unentbehrlich die kontrollierte Zerstörung für das Leben
ist. Spirituell/psychologisch heißt das, daß man/frau sich nicht mehr von jedem Impuls
ins Schlepptau nehmen läßt, sondern sie aus einer inneren Instanz, aus dem
"Beobachter" heraus, "losläßt". Die Impulse kommen und wenn man/frau
sich nicht einmischt, verschwinden ("sterben") sie wieder. Eine Anhäufung
findet nicht statt. An der Stelle ist ein dynamisches Gleichgewicht zwischen Imput und
Output getreten. Der Geist ist zu einem Fließsystem aufgewertet worden. Statt Stress
kommt Lebensfreude. Nur wenn ein sehr wichtiger Impuls erscheint, identifiziert man/frau
sich damit. Wahre Kreativität ist also das absterben lassen des inneren Mülls, so daß
Energie freigesetzt wird, damit man/frau sich den Prioritäten des Lebens widmen kann.
Man/frau wird nicht mehr in die Komplexität verstrickt. Auf der körperlichen Ebene
ersticken Schlacken die Zellstoffwechsel. Es schleicht sich allmählich ein Prozeß der
chronischen Krankheit ein, der unwiderruflich zu einer Krise führt. Auch hier gibt es nur
einen Ausweg: das Abbauen, Entfernen des inneren Mülls. Fasten ist der königliche Weg
der kontrollierten Entsorgung. Das Alte, Kranke, Schädliche wird vernichtet, damit das
Gesunde wieder aufblühen und sich regenerieren kann. Was wir in der Welt angehäuft
haben, Besitz im weitensten Sinne, erstickt ebenfalls das Leben, das sich immer verjüngen
will. Je mehr man/frau hat, desto mehr Sorgen, Probleme, Konflikte entstehen. Deswegen
streben heute viele Menschen nach Vereinfachung.
LINK:
SOUVERÄN LEBEN
DIE GANZHEIT DES LEBENS WIEDERHERSTELLEN

Königslutter
Und damit sind wir wieder bei der Gesellschaft
und der Wirtschaft angekommen. Nachdem schon viel gesagt worden ist, gibt es noch
einen Grund für die GemeinschaftsDemokratie. Gegen den Hintergrund des Dynamischen
Gleichgewichts, das alle Ebenen des Daseins durchzieht, sollte auch die menschliche
Selbst-Organisation sich am Kosmischen Lebensnetz orientieren, indem alles mit einander
verbunden ist, so daß nicht nur das Individuum an die regenerierenden Kräfte
angeschlossen ist, sondern auch die ganze Gesellschaft. Je weiter eine Gesellschaft sich
vom kosmischen "Modell" entfernt hat, desto instabiler ist sie (....). Die
unsrige ist sogar auf dem Ego, also reinen Eigeninteressen aufgebaut worden. Das ist wohl
das riskanteste Experiment der Menschheit schlechthin. Denn so orientierungslos wie jetzt,
sind wir noch nie gewesen. Einen neuen Schritt der Evolution kann es aber erst dann geben,
wenn ein EnergieÜBERSCHUß entsteht. Eine Wende ohne "Hilfe aus dem Kosmos",
eine, die wirklich den Verfall in Aufschwung umwandeln kann, wird deswegen immer
unwahrscheinlicher. In der Geschichte wurden neue Kulturperioden auch immer von einem
neuen spirituell-religiösen Impuls in Gang gesetzt. Deswegen ist unsere
GemeinschaftsDemokratie, ein Mikrokosmos, als Spiegelbild des Makrokosmos,
"organisch-ökologisch" aufgebaut, eine Ganzheit, wobei alles mit einander
zusammenhängt.

Nürnberg
Den heutigen Kapitalismus kann man/frau ein
Anhäufungssystem nennen. Individuelle und soziale Krankheit liegen auf eine
Linie. Auch im Kapitalismus wechseln sich die Perioden von extremer Bereicherung
(Anhäufung) und Kollaps oder Krisen einander ab. Produktion, Werbung, Absatzmärkte,
Profit, Konkurrenz, neue Investitionen, Ausbeutung von Ressourcen, immer mehr produzieren,
immer mehr konsumieren,....eine Ausdehnung die mit dem NS "Lebensraum" zu
vergleichen ist, nur in einer anderen Gestalt, ist ein krankhaftes System das sich
selber und den "Rest", die Erde, umbringt. Der heutige ungebundene
Finanzkapitalismus muß hier erwähnt werden. "Wachstum" sollte uns alle
bereichern (....), stattdessen führt es uns in den Abgrund. Es wird klar sein, daß das
Leben dringend ein "Dynamisches Gleichgewicht" als zentrales Prinzip braucht.
Wir brauchen es nicht zu erfinden, es ist von Ewigkeit da..... Man/frau kann das auf allen
Ebenen des Daseins wiedererkennen. Es ist das Kosmische Vakuum, die Gebärmutter, die
Große Mutter, die das ermöglicht. Ist das nicht ein Wunder? Diejenigen, die das
verstehen, bekommen eine total neue Einstellung zum Leben. Sie sehen ein, daß Leben und
Tod beide unentbehrlich sind für die Entfaltung, das Bewahren und die Erneuerung aller
Lebensformen. Deswegen ist für sie die Kosmische Mutter, zusammen mit ihren Kräften,
heilig. Tiefe Dankbarkeit für die Einsicht in das Mysterium, und die Freude, davon ein
Teil zu sein, führen zu der Verpflichtung, in diesem Leben das Beste zu geben. Eine Neue
Erde entsteht erst, wenn Neue Menschen sich engagieren. Und "Wenn Du Dich einsetzt
für das Ganze, setzt das Ganze sich ein für Dich". Das heißt, Du wirst immer
getragen. Hoffnungsträger wissen das. Deswegen kannst Du Übermenschliches vollbringen.
"Nicht ich, sondern das Ganze in mir"......Sich einsetzen für das Ganze ist der
beste Weg, um das Ego aufzugeben.

Konstanz
Zum Schluß
Ob man/frau nun spirituell ist oder nicht,
jeder kann doch sehen und spüren, daß die Erde wunderschön ist, daß das Ganze in einer
einzigartigen Art und Weise "organisch" funktioniert. Wovor man nur größte
Bewunderung hegen kann. Deswegen hält die Ganzheitliche Transformation das Universum für
inhärent sakral. Sie "zwingt" uns, bei jedem kleinen Blümchen zu verweilen und
es anzuerkennen als das, was es ist: etwas Einzigartiges. In der Tat kann man/frau der
Natur mit seinem Verstand begegnen, indem man/frau sie kategorisiert; mit dem Gefühl,
wodurch die Verbundenheit alles Lebenden verstärkt wird; und mit dem Geist, wodurch
man/frau die Natur sehen kann, wie sie ist, ohne irgendeine Einmischung von uns selber. So
genießt man/frau sie am besten, wenn man/frau ganz stille ist und einfach beobachtet.
Vielleicht führt das zu Beteiligung beim Naturschutz, so wie die Ganzheitliche
Transformation sich das vorstellt: u.a. überall kreieren von "heiligen Hainen",
Inseln der Einkehr und der Kontemplation, wo die Natur beschützt wird, damit sie total
"sich selber sein kann". Das kann ein Garten sein, ein Stück Wald oder eine
ganze Region. Selbstverständlich ist das erst ein bescheidener Anfang.

Bad Neuenahr
Von hier aus kann Kraft getankt werden, um der
Erde weiterhin bei ihrem Überlebenskampf zur Hilfe zu kommen. Zyniker sagen u.a.
"das hat doch keinen Sinn, denn die Erde erholt sich immer, auch wenn es Millionen
von Jahren dauern muß. Was wir retten, ist nur die Menschheit, und die hat bewiesen, daß
sie nicht würdig ist auf diesem Planeten weiterzuleben". Wir glauben, daß sie Recht
haben und auch wieder nicht. Die Skepsis wird vom Verstand eingeflüstert, dagegen
entsteht die Hoffnung, wenn man/frau ein Kind in die Augen schaut. Mit anderen Worten, das
Mitgefühl ergibt den Ausschlag. Mit solchen Menschen möchten wir zusammenarbeiten. Es
fängt an mit der ökologischen Landwirtschaft als Grundlage unserer Existenz. Dazu
müssen die Agrarkonzerne entschlossen bekämpft werden, denn sie zerstören die
biologische Grundlage unseres Daseins.* Andererseits unterstützen wir mit unserem ganzen
Herzen und Können die ökologischen Bauern, die regionalen ökologischen Klein- und
Mittelbetriebe, zusammen mit all ihren Zweigen, wie dörfliche Lebensmittelläden usw.
* Sehr beunruhigende Nachrichten kommen aus
China (2010, Provinz Shansi). Nach 6 Jahren genetisch verändertem Mais gibt es in der
Gegend keine Mäuse mehr!, produzieren die Schweine nur noch 3 Ferkel pro Wurf (statt 12),
während Bauern die keinen Gen-Mais verfütterten die üblichen 12 hatten. Schafe kriegen
nur noch 1 Lamm (statt 3) und Hunde bekamen Aszites wegen Nieren- und
Leberversagen.....Das Einzige, was in den Jahren anders war, ist das Essen von
Gen-Mais.....Wie lange wird es bei uns dauern, bis wir dahinsiechen?

Nordhausen
Es versteht sich, daß aus derselben
Philosophie heraus Vegetarismus das Prinzip sein soll. Damit ersparen wir das
Siebenfache an Energie auf Erden. Wie immer gibt es jedoch auch Menschen, die für ihre
Gesundheit tierisches Eiweiß benötigen, also soll man den Vegetarismus nicht ohne
Unterschied jedem aufzwingen. Schließlich ist es klar, daß wir unseren Energieverbrauch
drastisch einschränken müssen. Regionale Initiativen zur Herabsetzung des
Energieverbrauchs werden begrüßt. Hoffentlich ist durch dieses Manifest deutlich
geworden, daß die Ganzheitliche Transformation durch ihre zehn Schritte hier die
Initiative ergreift. Alles hängt mit allem zusammen. Es ist nicht nur eine Frage der CO2
Emissionen. Was zB nicht ausreicht ist, daß, während die Emissionen auf Null gebracht
sind, Weinberge in derselben Region massiv mit Pestiziden gesprüht werden! Das ist nur
ein Beispiel, um zu zeigen, daß es bei der Therapie der Umwelt um alle Faktoren zugleich
geht. Das Leben auf der Erde kann nur weitergehen, wenn eine grundsätzliche Wende innen
und außen stattfindet. Dazu brauchen wir dringend Menschen, die sich engagieren wollen:
Jugendliche und Senioren, Mittelständler und Studenten, Anwälte und Theologen, Deutsche
und Ausländer, Fromme und Atheisten, Frauen und Männer. Neue "Leader" werden
gebraucht, um eine Neue Ära in der menschlichen Evolution in Gang zu bringen. Wir fangen
an mit Deutschland, erweitern die Initiative auf Europa und dann auf die ganze Welt. Wer
meldet sich an?

Nürnberg
Zusammen werden alle hier von mir in der
Ganzheitlichen Tradition vorgeschlagenen Maßnahmen GEMEINSAM "Eine Neue
Erde" herbeiführen. Nur ein Projekt, das das Ganze im Auge hat, garantiert eine
Wende ohne Gewalt: Eine Neue Wirtschaft die allen Grundsicherheit verschafft, dennoch
Spielraum für Initiativen läßt; eine Neue Gesundheitsfürsorge, die erstmal selber
gesund werden muß; eine Neue Weltordnung, die eine sprühend neue Begeisterung für
Mensch und Kultur auslösen wird; die Gemeinschafts-Demokratie, die das Leben wiederum
dynamisch, übersichtlich, sozial und souverän gestalten wird; wirklich! Neue Männer und
Frauen, die nicht mehr Spielball von irreführenden Ideologien sind, sondern die (der)
(endlich mal) optimal aufblühen können in einem Kontext von Selbstverwirklichung und
Verbundenheit. Und eine Neue Erziehung, die der Jugend wirklich hilft bei der Gestaltung
einer an Menschen und Umwelt orientierten Zukunft....

Oppenheim
Warum auch nicht ein Wunder?
Alles schön und gut. Aber eine Vision
ist, was sie ist, "bloß" eine Vision. Wie kann man/frau das alles realisieren
in der kurzen Zeit, die uns noch übrig bleibt? Unser Lebenstil müßte sich doch um 180
Grad drehen müssen, wenn wir uns selber retten wollen (dazu sollen C02 Emissionen bis zu 10%!
des heutigen Ausstoßes gesenkt werden). Wenn der Meeresspiegel nur 50 cm steigt - und das
wird sehr bald der Fall sein - müssen 12 Millionen Ägypter aus dem Nildelta evakuiert
werden. Und das ist nur ein "kleines" Problem. Denn auch 70 Millionen
Bangladeshis werden dann kein Zuhause mehr haben. Wo sollen diese Menschen hin?

Bad Reichenhall
Es muß also ein Wunder geschehen.
Denn wir Menschen im Westen geben nichts auf, wenn wir dafür nicht etwas Besseres
zurückbekommen. Wir werden uns am Bestehenden festklammern, auch wenn es unseren
Untergang bedeutet. Daran sind sie nicht einmal selber Schuld. Das Problem heißt:
"Haben als das Unvermögen zu Sein". Diese zwei haben eine innige Verbindung zu
einander, die uns jedoch nie gelehrt worden ist. Wenn unser Leben vom Sein, vom Wesen,
getragen wird, brauchen wir relativ weniger "haben". Es ist wie in der Liebe.
Wir fühlen uns dann so reich, daß Geld und Besitz eher unbedeutend sind. Wie gesagt,
unsere "abendländische Religion" hat uns die Seinsverwirklichung, also die
Realisation des Göttlichen in uns selber, nie gelehrt. Deshalb ist das Haben alles, was
wir haben. Wenn uns das "genommen wird", haben wir das Gefühl, daß "alles
vorbei sei". Wollen wir überleben, dann sollten wir diese Angst jedoch überwinden.
Aber wie?

Schwäbisch Gmünd
Wenn es nicht aus "unsselber" (Ego)
kommt, muß das Wunder eben "aus dem Ganzen" kommen. Wir
träumen von einer "deadline", die sagt, "dann und dann findet die Wende
statt. Auf einmal wird alles sich grundsätzlich ändern. Bereite Dich vor". Es ist
unglaublich, denn in der Tat gibt es so etwas. Es ist die Offenbarung der "Kosmischen
Mutter". Sie fand statt im Jahre 1977. In ihr, so stellte sich heraus, verschwindet
alles Alte, Lebenswidrige, Angehäufte, Böse, und Krankhafte, während zur gleichen Zeit
das Neue, Gesunde, Lebendige, Gute, Schöne aus ihr geboren wird. In der Bodenlosigkeit
des Kosmos findet ununterbrochen Erneuerung und Regeneration statt. Ihre erste Emanation
ist das Göttliche Licht, gefolgt vom "Mutters Lebensnetz", also das Universum,
wovon wir als Erde ein Teil sind. Das heißt, wenn wir uns auf den Ursprung einstellen,
Teil des Ganzen werden, daß dann die ganze Welt eine ständige Wiedergeburt erleben wird.
Wir können aufatmen, denn wir sind nicht mehr alleine. Bedingung jedoch ist, daß wir
ständig bemüht sind unser Ego aufzugeben. Wie öfters erörtert, kann das nur mit Hilfe
der Kosmischen Mutter.

Quedlinburg
Es gibt eine Analogie mit dem alten Ägypten.
Jeden Abend verschwindet die "alte" Sonne in das Dunkle Loch der Unterwelt,
"stirbt" in ihren Abgrund, um am nächsten Morgen als "Neues Licht"
wiedergeboren zu werden. Es steht für ununterbrochener Erneuerung. Zugleich mit der
Erneuerung des Göttlichen wird auch die Welt sich transformieren. Dieses Thema, die
Wiedergeburt des Göttlichen durch die "Kosmische Mutter", ist so alt wie die
Menschheit selber. "Das Licht kommt aus der Dunkelheit" und kehrt zu Ihr
zurück. Es ist das Urgeschehen, wodurch sich das ganze Universum ununterbrochen
regeneriert. Unsere letzte Hoffnung?

Regensburg
Welche Schritte werden wir dabei unternehmen?
Die erste und wichtigste Einsicht ist, daß wir unser ganzes Leben von unserer Ego-Sucht
befangen gewesen sind, derart, daß wir die ganze Welt zerstört haben*. Tiefe Reue
ergreift Besitz von uns. Wir sehen ein, daß "mehr, mehr und mehr" an Geld,
Luxus, Beziehungen, Zerstreuung, Macht uns nicht glücklicher gemacht hat. Wir sehnen uns
danach, von dieser Sucht befreit zu werden. Das geht nur, wenn wir das Haben durch das
Sein ersetzen. Zu hoch gegriffen? Das tägliche Leben zeigt, daß wir ständig unser Ego
aufgeben. Es fängt an mit dem Schlaf. Jeden Abend schlafen wir ein, unser Ego
zurückgebend an die Dunkelheit der Nacht, wo es folglich auflöst. Ohne Angst verlieren
wir unsere "Identität", ohne (ganz) sicher zu sein, daß wir am nächsten
Morgen wieder aufstehen. Ein kleines Wunder. Zweitens: ist nicht der Sextrieb so stark,
weil wir danach verlangen im Höhepunkt uns selber zu verlieren? Überhaupt in der Liebe
ist das sich selber vergessen dasjenige, worum es geht. Musikliebhaber kennen es: aufgehen
in die Musik ist eines der schönsten Dinge im Leben. Sportler berichten, daß im Moment,
wo es wirklich spannend wird, "etwas von innen" die Kraftaufwand übernimmt, so
daß es einem vorkommt, über ein übermenschliches Vermögen zu verfügen. Bei einem
Einsatz (Feuer löschen zB) erreicht man/frau sein Ziel nur, wenn man/frau sich total
hingibt. Schließlich sind es die Momente (Sonnenuntergang zB), wo auf einmal spontan
"alles von einem abfällt", ein zeitloser Glücksmoment, den man/frau nie wieder
vergißt. Gemeinsamer Nenner: in jenem Moment, wo man/frau "nicht mehr ist",
bricht ein wunderbares Glück durch. Ego und (wahres) Glück schließen einander aus!
Diese Momente sind jedoch meistens kurz. Außerdem kamen sie spontan, nicht von uns selber
gemacht (und das ist das Schöne daran). Eins wissen wir jetzt: aufgeben des Egos
"lohnt sich". Es gehört zu den "normal"-menschlichen Fähigkeiten. Um
"Übermenschliches" leisten zu können - eine Bedingung für das Retten der Erde
- reicht das leider nicht. Tief von innen wissen wir, daß wir es nie schaffen werden, aus
eigener (Ego) Kraft unsere gigantischen Probleme in einer so kurzen Frist zu lösen. Also
wenden wir uns der "Kosmischen Mutter" zu. Als Quelle der Erneuerung "ist
sie immer für uns da". Dieser Prozeß der Regeneration findet ununterbrochen statt.
Wir sollen wiederum (und diesmal sehr bewußt) Teil davon werden. Unsere ganze Existenz
ist davon abhängig.
* Inzwischen hat sich die Katastrophe von
Fukushima vollzogen.

Schweinfurt
Die Neue Vision
Manifest für das 21. Jahrhundert
Eines steht fest: der endlose Fortschritt des
technokratisch- kapitalistischen Systems ist unhaltbar. Außerdem kann die
parlementarische Scheindemokratie, wie wir sie heute kennen, die Probleme nicht lösen.
Sie ist stagniert, korrumpiert und wird bald unter den eigenen Widersprüchen
zusammenkrachen. Wenn es soweit ist, wollen wir nicht mit leeren Händen dastehen. Es
wäre also dumm, sich weiterhin auf dieses System zu verlassen. Intelligent dagegen ist
JETZT alternative Visionen und ihre Verwirklichung zu entwickeln und eine neue BASIS
kreieren. Alte Gewißheiten - die also keine sind! aufzugeben zugunsten von neuen, ist
nicht leicht. Neu-Orientierung ist gefragt! Dazu müssen wir ziemlich angespornt werden.
Sonst ist uns das Unbekannte zu riskant. Was also hilft, ist die Einsicht, daß unsere
heutigen Gewißheiten auf Sand gebaut sind. Glauben wir weiterhin an diese Illusionen,
dann wird die nächste Zukunft uns damit schmerzhaft konfrontieren. Das wünsche ich
keinem. Deswegen bemühe ich mich hier, um ein paar der zu machenden Schritte
übersichtlich, einfach und logisch darzustellen. Im Mittelpunkt stehen die 10 Schritte,
wie sie in diesem Buch erörtert sind. Um die Erde zu retten sollen sie alle realisiert
werden, wenn möglich ZU GLEICHER ZEIT. Für ein Flugblatt könnten auch folgende Ziele
genannt werden:

Pfalzfeld
Ab jetzt.....
Zurück zur Basis
+ Wir wollen leben in Harmonie mit "Himmel",
Erden und der (neuen) Gemeinschaft"
+ Wir wollen eine Seinskultur, wobei das Ego eine dienende Rolle
erfüllt
+ Wir wollen "leben, lieben und loben"
+ Wir wollen in Frieden leben bzw die Gewalt verbannen
+ Wir wollen Gesundheit und eine optimale Vitalität
+ Wir wollen materielle Sicherheit durch ein Basis-
einkommen für alle
+ Wir wollen frei sein von künstlich erzeugter Angst, Stress,
Zwang und Sucht
+ Wir wollen die menschenfeindlichen Strukturen aus unserer
Gesellschaft verbannen
+ Wir wollen Freiheit in Verbundenheit bzw eine Gemeinschafts-Demokratie
+ Wir wollen daß die Besten - kontrolliert von der Gemeinschaft - uns führen
+ Wir wollen einen neuen Geist - Begeisterung - wehen
lassen
+ Wir wollen ein neues Zusammenleben von Mann und Frau
+ Wir wollen, daß die Jugend wieder Perspektive bekommt
+ Wir wollen Einheit in der Vielfalt, eine sinnvolle Existenz und ein erfülltes Leben
für alle
+ Wir setzen uns ein für die Heilung des Planeten bzw für eine nachhaltige Zukunft
Einladung zur Partizipation. In Einklang mit dem
Manifest wäre meine Priorität:
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
Epilog
Bitte, leite dieses
Manifest "Die Ganzheitliche Transformation" weiter, so, daß
(weltweite) Netzwerke entstehen. Sie sollen, im Sinne des Manifestes, das HEALING THE
PLANET verwirklichen bzw die ganze Gesellschaft von Grund auf erneuern, transformieren.
Jeder kann damit anfangen
"sichselber zu heilen, einander zu heilen und den Planeten zu heilen".
Unsere Regenerationskur "Persönlicher Gesundheits-Plan" eignet sich dazu
vorzüglich. Sie können es finden unter www.vitalworld.org. Das Büchlein
"Fließsystem und Optimale Vitalität" erörtert die Hintergründe. Für
diejenigen, die Englisch lesen, steht das Handbuch "Fließsystemtherapie"
("Flow System Therapy") zu Verfügung.
Dieses Manifest ist es wert
(....) in anderen Sprachen übersetzt zu werden. Zu denken wäre erstmal an
Englisch, Französisch und Spanisch. Wer möchte sich hierfür einsetzen?
Unsere Straßenaktion:
"Sind Sie an Spiritualität, Gesundheit und Ökologie interessiert? GROßARTIG! Sie
bekommen von uns DIE GANZHEITLICHE TRANSFORMATION kostenlos im Internet. Wir wünschen
viel Inspiration!" (Für das Büchlein/Exzerpt eine Spende von 10 Euro oder mehr für
"Healing the Planet" sind wir dankbar). Das integrale Buch kostet 25 Euro.
IBAN
Gibt das Lesen Anlaß zu weiterem
Interesse, dann gehört ein "Healing the Planet" Tag zu den konkreten
Möglichkeiten, um sich ganz persönlich mit der Lehre des Grünen Mannes
auseinanderzusetzen. Nehmen Sie dazu Kontakt mit uns auf.
Gemeinden und Kirchen sind
eingeladen, ihre Beiträge zu leisten. Gibt es Grüne Männer/Frauen in ihrer
Stadt, dann schicke uns bitte Fotos zu. Wir werden dann alles tun, sie in unserer Website
einen Platz zu geben. Außerdem halten wir gerne Vorträge in ihrer Stadt, um die
Einzigartigkeit ihrer Grünen Männer zu unterstreichen!
Weil unsere Leidenschaft die
Wiederherstellung von der Verbundenheit zwischen REALEN Menschen, Natur und Gemeinschaft
ist, "verzichten wir" auf die Verbreitung unserer Botschaft durch die
"sozialen Netzwerke" ("Facebook").
Beispiele von den vielen Links in meiner
website, die hilfreich sein könnten, sind u.a. www.healingtheplanet.info: "The First Steps", "Die Heilende Kosmische Mutter Schreine", "Heilende Gemeinschaften", "The Supreme Design", "Ein gemeinsamer spiritueller Weg", "Grüne Männer & Weise Frauen. Für
Gesundheitsinformationen: www.vitalworld.org
www.guasha-integraletherapie.nl
Han Marie Stiekema
Neuer Lehrer,"Grüner
Mann" und ganzheitlicher Arzt seit 1972
aus Holland
Update: Juni 2014